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UV-Strahlen: Nachholbedarf bei Schutzmaßnahmen

Die Risiken von ultravioletter Strahlung bei der Arbeit im Freien sind bekannt.
Foto: © Wellnhofer Designs - stock.adobe.com

Den meisten Beschäftigten in der Bauwirtschaft sind die Gefahren von UV-Strahlung bekannt. Allerdings gibt es bei der Anwendung von Sonnenschutzmaßnahmen auch Hürden.

Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft und der baunahen Dienstleistungen kennen die Risiken von ultravioletter Strahlung bei der Arbeit im Freien. Ingesamt 96 Prozent sind sich dessen bewusst, wie eine Umfrage der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zeigt. Als problematisch erweist sich hingegen die Anwendung von Schutzmaßnahmen wie Sonnencremes.

»Nicht das Warum ist heutzutage das Problem beim persönlichen Sonnenschutz, sondern das Wie«, sagt Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. Über ein Fünftel der knapp 2.500 Befragten arbeiten zwischen April und September mehr als 50 Tage im Freien. Die Gefahren durch Sonnenstrahlung dabei sind nicht zu unterschätzen. So zählt in der Baubranche weißer Hautkrebs zu den häufigsten angezeigten Berufskrankheiten.

Laut Arenz zeigen die Zahlen deutlich, dass das Bewusstsein für die Risiken ultravioletter Sonnenstrahlen vorhanden ist. »Aber praktische Probleme, mangelndes Wissen sowie fehlende Routinen verhindern die konstante Anwendung von Schutzmaßnahmen«, sagt er. So nutzen lediglich 60 Prozent der Beschäftigten Sonnencremes. Als Gründe nennen einige der Befragten fehlende Zeit zum Eincremen oder Schmutz an den Händen. Lange Kleidung tragen nur gut 15 Prozent. Vielen Menschen sei es unter der langen Kleidung einfach zu heiß, so Arenz.

Beim Arbeitsschutz bei der Arbeit im Freien gilt das TOP-Prinzip. Demnach kommen zuerst technische und organisatorische Maßnahmen zum Einsatz, sie haben Vorrang zu persönlichen Schutzmaßnahmen. Die Befragung zeigt, dass der technische und organisatorische Arbeitsschutz weiter ausgebaut werden kann. So sind Sonnensegel oder -schirme auf Baustellen längst noch nicht selbstverständlich. Als organisatorische Maßnahme eignet sich ebenso wechselndes Arbeiten in der Sonne und im Schatten.

Quelle/Text: BG BAU / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

Steigende Zahlen: Lesen Sie auch »Hautkrebs als Berufskrankheit« >>

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