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Stress führt zu körperlichen Beschwerden

Bei zu viel Stress reagiert der Körper. Wer auf die Warnsignale nicht reagiert, riskiert psychische Erkrankungen.
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Bei zu viel Stress reagiert der Körper. Die Warnsignale können sich unterschiedlich bemerkbar machen. Wer darauf nicht reagiert, riskiert ernsthafte Erkrankungen.

Ein zu stressiger Arbeitsalltag kann zu Lasten der Gesundheit gehen. Während manche sich erschöpft fühlen oder von Kopf- und Nackenschmerzen geplagt sind, raubt es anderen den Schlaf. Unter solchen jobbedingten Beschwerden leiden 47 Prozent der Arbeitnehmer hierzulande. Diese einfach zu ignorieren ist keineswegs die Lösung. Denn sonst können psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout die Folge sein. 

Ein Auslöser seelischer Erkrankungen ist jobbedingter Stress. Mit einer Überlastung im Arbeitsalltag haben viele Arbeitnehmer zu kämpfen, wie die Studie »Jobzufriedenheit 2019« der ManpowerGroup zeigt, für die 753 Berufstätige befragt wurden. 30 Prozent der Angestellten fühlen sich häufig erschöpft und müde. Unter gesundheitliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Nacken- oder Kopfschmerzen aufgrund ihrer Tätigkeit leiden 17 Prozent. Im Urlaub vom Job abschalten? Das funktioniert für 15 Prozent nur schwer. Neun Prozent haben sogar manchmal nahezu Angst vor dem Arbeitstag. »Arbeitsbedingte psychische Erkrankungen sind nicht zu unterschätzen«, sagt Frits Scholte, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. Ein guter Umgang mit Stress könne durch gesundheitsfördernde Maßnahmen und Schulungen erlernt werden.

Die Arbeitskultur innerhalb eines Unternehmens wirkt sich auf das Stressempfinden aus. 16 Prozent machen oft Überstunden, um dem Arbeitspensum gerecht zu werden. Andere wiederum fühlen sich vom Chef unter Druck gesetzt. Für zusätzlichen Stress sorgt permanente Erreichbarkeit. So haben 14 Prozent der Befragten das Gefühl, außerhalb der Arbeitszeit telefonisch oder via E-Mail erreichbar sein zu müssen. Digitale Möglichkeiten und Home-Office-Angebote lassen die Grenze zwischen Berufs- und Privatleben vermischen. »Diese Flexibilität ist positiv für die Arbeitnehmer, bedeutet aber auch eine erhöhte Erreichbarkeit«, sagt Scholte. »Klare Regeln wie digitale Auszeiten können helfen, dass sich Mitarbeiter in Urlaub und Freizeit besser erholen können.«

Als Mittel zum Stressaubbau führt die Studie eine gute Work-Life-Balance an. Viele setzen auf aktive Freizeitplanung, Sport oder andere Hobbys, um abzuschalten. Jeder fünfte Befragte nimmt sich bewusst Freiräume während der Arbeitszeit.

Quelle/Text: ManpowerGroup / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

Fehltage: Lesen Sie auch »Arbeitsunfähigkeit wegen Depressionen am häufigsten« >>

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