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Arbeitsunfähigkeit wegen Depressionen am häufigsten

Die Zahl der Fehltage wegen Depression hat sich seit 1997 mehr als verdreifacht.
Foto: © zephyr_p - stock.adobe.com

Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz sind häufig der Grund für Krankschreibungen. Die Zahl der Fehltage mit der Diagnose Depression oder Anpassungsstörung hat sich seit 1997 mehr als verdreifacht.

Diese Ergebnisse liefert der DAK-Psychoreport 2019. Es handelt sich dabei um eine Langzeitanalyse, für die anonymisierte Daten von rund 2,5 Millionen Versicherten in Erwerbstätigkeit ausgewertet wurden. Krankschreibenden wegen psychischer Leiden erreichten 2017 einen Höchststand, gingen 2018 erstmals leicht zurück.

Dem Report zufolge fehlen Beschäftigte am häufigsten aufgrund von Depressionen. Gleichzeitig sind in den letzten Jahren die Ausfalltage wegen Anpassungsstörungen deutlich angestiegen: Im Vergleich zum Jahr 2000 haben sich diese Fehltage fast verdreifacht. Für Andreas Storm, Vorstandschef der DAK-Gesundheit, liegt diese Entwicklungen unter anderem an einem offenerem Umgang mit psychischen Erkrankungen. Schließlich seien psychische Erkrankungen aus wissenschaftlicher Sicht seit Jahrzehnten in der Bevölkerung nahezu gleich verbreitet. »Vor allem beim Arzt-Patienten-Gespräch sind psychische Probleme heutzutage kein Tabu mehr«, sagt Storm. In Betrieben sehe dies jedoch oft noch anders aus. Er fordert deshalb Arbeitgeber dazu auf, psychische Belastungen und Probleme aus der Tabuzone zu holen und ihren Mitarbeitern Hilfe anzubieten.

Burnout hingegen hat im Krankheitsgeschehen an Relevanz verloren: Innerhalb der letzten sechs Jahre halbierte sich die Anzahl der Fehltage. Im Jahr 2018 verzeichnete die Diagnose einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem bei älteren Erwerbstätigen über 60 Jahre liegen Fehltage aufgrund von Burnout höher. Ingesamt nehmen Ausfalltage wegen Burnout im Alter zu.

Quelle/Text: DAK-Gesundheit / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

Wiedereingliederung: Lesen Sie auch »Betriebliches Eingliederungsmanagement nach psychischer Erkrankung« >>

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