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Infektionsschutz: Was läuft gut, was weniger?

Unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus gehören heute zur Normalität.
Foto: © tong2530 - stock.adobe.com

In Zeiten der Corona-Pandemie ist der Infektionsschutz im Betrieb fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Eine Studie gibt Aufschluss darüber, wie Beschäftigte die Maßnahmen im Arbeitsschutz einschätzen.

Ob Maskenpflicht, Abstandsgebote oder Homeoffice: Unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz vor dem Corona-Virus gehören heute zur Normalität. Zu organisatorischen Maßnahmen zählen beispielsweise flexible Arbeitszeiten oder die Umgestaltung von Aufgaben und Teams. Diese werden jedoch seltener genutzt als noch zu Beginn der Corona-Pandemie, wie die repräsentative Studie »Gut geschützt im Betrieb? - Arbeitsschutz in der Corona-Pandemie aus Sicht der Beschäftigten« der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt. Die Ergebnisse resultieren aus einer Corona-Sondererhebung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) aus 2020/21. Die Forscher werteten mehr als 3.000 Antworten von Arbeitnehmern aus.

Den Antworten der Befragten zufolge werden personenbezogene Arbeitsschutzmaßnahmen in ihren Betrieben weitestgehend umgesetzt. Das Bereitstellen von Desinfektionsmitteln bestätigen 95 Prozent der Beschäftigten, bei Abstandsregeln sind es 93 Prozent und bei der Maskenpflicht 90 Prozent. Bei organisatorischen Maßnahmen ist ein Rückgang zu beobachten. Berichtete im Sommer 2020 rund ein Drittel der Befragten noch von flexiblen Arbeitszeiten, sind es Anfang 2021 nur noch 12 Prozent gewesen. Außerdem ist eine deutlich seltenere Freistellung von schutzbedürftigen Arbeitnehmern zu beobachten: Im Sommer 2020 lag die Angabe der Befragten bei 54 Prozent, im Januar/Februar 2021 betrug sie nur noch 33 Prozent.

Darüber hinaus zeigen sich auch Branchenunterschiede. Dass Maßnahmen eingehalten werden, das berichten 91 Prozent der Angestellten im Lebensmittel- und Gastgewerbe, in der Unternehmensführung und -organisation sowie IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungen. Die geringsten Werte zeigen sich bei fertigungstechnischen Berufen (81 %) sowie Verkehrs- und Logistikberufen (76 %). Außerdem: Zum Jahresanfang hielten 85 Prozent der Befragten die getroffenen Maßnahmen für angemessen. Im Sommer 2020 waren es noch 90 Prozent.

Quelle/Text: BAuA / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

Corona-Virus: Lesen Sie auch »Beschäftigte in Sorge vor Ansteckung« >>

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