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Mit dem Rad zur Arbeit – besteht Versicherungsschutz?

Arbeitnehmer, die lieber mit dem Rad zur Arbeit fahren als mit dem Auto, gehen nachweislich ein höheres Verletzungsrisiko bei Unfällen ein. Ob Wegeunfälle mit dem Fahrrad dennoch versichert sind, darüber gibt die DGUV Auskunft.


Die schöne Jahreszeit bringt es mit sich, dass einige Arbeitnehmer lieber mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren als mit dem Auto. Einerseits sehr löblich, denn wer mit dem Fahrrad fährt, tut aktiv etwas für seine Gesundheit und fördert bekanntermaßen seine Leistungsfähigkeit - auch am Arbeitsplatz. Andererseits gilt es dabei zu beachten, dass bei Fahrradunfällen das Verletzungsrisiko weit höher ist als bei Autounfällen. Für Arbeitnehmer stellt sich deshalb häufig die Frage, ob sie auch bei Wegeunfällen mit dem Fahrrad noch versichert sind. Laut Berufsgenossenschaften und Unfallkassen besteht für Fahrradfahrer der volle Versicherungsschutz bei Unfällen - selbst dann, wenn sie nicht den direkten Weg zur Arbeitsstätte wählen, sondern aus Gründen der Sicherheit einen Umweg fahren.

Fahrradfahrer setzen sich hohen Verletzungsrisiken aus

Während Autofahrer durch Airbag und Knautschzone im Auto gut vor Verletzungen geschützt sind, erleiden Fahrradfahrer bei einem Unfall oftmals schwere Verletzungen. Die Zahlen der gesetzlichen Unfallversicherungen machen dies noch einmal deutlich: Im Schnitt sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als 18.000 Fahrradfahrer auf dem Weg zur Arbeit verunglückt. Jedes Jahr enden mehr als zehn der Fahrradunfälle tödlich.

Warum Kopf und Kragen riskieren?

Bedauerlicherweise verzichten noch immer einige Fahrradfahrer auf das Tragen eines Fahrradhelmes und riskieren mutwillig ihre Gesundheit und ihr Leben. Schweren Verletzungen lässt sich nur dann vorbeugen, wenn ein gut angepasster Fahrradhelm getragen wird und die Kleidung mit entsprechenden Reflektoren ausgestattet ist, um besser sichtbar zu sein. Auch die regelmäßige Wartung des Rades gehört zur Prävention. Alle am Rad angebrachten Leuchtmittel müssen funktionieren, damit der Radfahrer auch in der Dämmerung gesehen wird. Zur Wartung des Rades gehören selbstverständlich auch das Prüfen der Bremsen, der Gangschaltung, aller Schraubverbindungen und der Transportbehälter wie Satteltaschen oder Fahrradkörbe.

Mehr Informationen über die gesetzlichen Anforderungen, Tipps für ein sicheres Fahrrad sowie eine ausführliche Checkliste erhalten Interessierte in der Broschüre der DGUV »Das sichere Fahrrad«.

Quelle/Text: DGUV, Redaktion arbeitssicherheit.de
Foto: © pixelstore - Fotolia.com

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