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Corona-Arbeitshilfe: Checkliste für die Wiederinbetriebnahme

Durch einen langen Betriebsstillstand können sich neue Gefährdungen ergeben.
Foto: © endostock - stock.adobe.com

Der Corona-Virus stellt nicht nur infektionstechnisch eine Gefährdung für die Gesundheit und Sicherheit von Beschäftigten dar. Bei der Wiederaufnahme von Arbeit und Produktion nach dem langen Shutdown, kann es zu vielen, weitgehend noch unbekannten Gefahren am Arbeitsplatz kommen. Eine Arbeitshilfe unterstützt Unternehmen dabei, ihren Betrieb sicher wiederaufzunehmen.

Corona lässt neue Gefährdungen entstehen

Es sind Gefahren, an die möglicherweise keiner direkt denkt, wenn die Produktion in einem Unternehmen nach der langen, coronabedingten Betriebsunterbrechung wieder aufgenommen wird. Maschinen und Anlagen verfügen eventuell noch über Restenergien oder enthalten noch Produktreste, durch die es zu einer Gefährdung für die Beschäftigten kommen kann. Was die Unternehmensleitung ebenfalls präsent haben sollte, ist die ausreichende Anzahl von Ersthelferinnen und Ersthelfern im Betrieb. Denkbar ist auch, dass vor dem Shutdown angelieferte Waren möglicherweise im Fluchtwegbereich abgeladen wurde.

All diese Gefahrensituationen sind bei der Wiederinbetriebnahme noch weitestgehend unbekannt. Nichtsdestotrotz sollten Unternehmen diese zusätzlichen Gefährdungen präventiv vermeiden, so gut es geht. Als Hilfestellung hat die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und Chemie (BG RCI) eine neue Publikation »Corona-Pandemie: Zusätzliche Gefährdungen und Belastungen durch außergewöhnliche betriebliche Bedingungen« erstellt. Sie ist eine praxisnahe Arbeitshilfe und stellt in Form einer Checkliste die wichtigsten Themen von der Arbeitsschutzorganisation bis zur Wiederinbetriebnahme von Maschinen und Anlagen übersichtlich zusammen.

Gefährdungen systematisch identifizieren

Anhand der Checkliste können Betriebe die Situationen systematisch durchgehen und auf Gefährdungen hin abklopfen. Die Ergebnisse bzw. die bearbeitete und gegebenenfalls ergänzte Checkliste kann vom Betrieb als ergänzende Unterlage für die bestehende Gefährdungsbeurteilung verwendet werden. Sie dient dazu, die bislang noch nicht bekannten Gefahren so vollständig wie möglich zu identifizieren. Darüber hinaus enthält sie auch Vorschläge für geeignete Schutzmaßnahmen.

Die Publikation »Corona-Pandemie: Zusätzliche Gefährdungen und Belastungen durch außergewöhnliche betriebliche Bedingungen« ist im Downloadcenter der BG RCI enthalten und kann dort kostenfrei heruntergeladen werden.

Quelle/Text: BG RCI, Redaktion arbeitssicherheit.de

Corona-Pandemie: Lesen Sie auch »Corona-Abzocker: Betriebe melden Betrugsversuche« >>

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