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Vorsicht Zecken! Gesundheitsstaatssekretärin rät zur Impfung

Es geht wieder los: Im Frühjahr beginnt die Zeckenzeit. Experten rieten gestern zur Schutzimpfung. Hier erfahren Sie, ob Sie zur gefährdeten Berufsgruppe gehören, wie Sie sich effektiv vor einem Zeckenbiss effektiv schützen können und nennen sämtliche Infektionsgebiete.


Impfung sorgt für Schutz

Zecken sind eigentlich gar nicht gefährlich. Nur wenn sie sich festbeißen, dann können sie Überträger von Krankheiten sein, die für den Menschen gefährlich sind: die sogenannte Frühsommer-Meningitiserkrankung und Borreliose. Vor allem bei warmem Wetter, etwa ab sechs Grad Celsius, sind die winzigen Blutsauger aktiv. Daher gilt ab sofort das Gebot, sich vor den Spinnbissen zu schützen.


Auch Bayerns Gesundheits-Staatssekretärin Melanie Huml rät deswegen zur FSME-Schutzimpfung. Denn Folgen der Infektionskrankheit können Entzündungen an Hirnhaut, Gehirn oder Rückenmark sein, sagte Huml (CSU) gestern in Bamberg.

Drei Impfungen im Zeitraum von einem Jahr sind notwendig und alle drei bis fünf Jahre Auffrischungen, um einen Schutz vor FSME zu erreichen. Die Impf-Kosten übernehmen in der Regel die Krankenkassen.

Borreliose kann zu schmerzhaften Entzündungen an Gelenken und am Nervensystem führen. Eine Impfung, die vor Borreliose schützt, gibt es bislang jedoch noch nicht.

Nur jeder zwanzigste Biss ist ansteckend

Der beste Schutz gegen Zecken ist die richtige Kleidung. Dazu gehören geschlossene Schuhe und vor allem lange Hosen. Wer sich längere Zeit draußen aufhält, sollte im Anschluss seinen Körper sorgfältig Scannen, um die kleinen Plagegeister frühzeitig aufzuspüren. Zecken beißen sich gerne am Nacken oder am Haaransatz fest - sie mögen es warm und dunkel. Allerdings ist nur etwa jede fünfzigste bis jede zwanzigste Zecke mit den Krankheitserregern infiziert, erklärt Prof. Dr. Peter Kimmig, Parasitologe an der Universität Hohenheim, im ZDF-Zeckeninterview.

Gefährdete Berufsgruppen

Gefährdet sind vor allem Personen, die beruflich viel draußen arbeiten, also Wald-, Forst- oder Landarbeiter. Aber auch Camper und Wanderer gehören zur Risikogruppe. Außerdem sollten sich Menschen schützen, die wie Feuerwehrpersonal oder Polizeiangestellte im Freien arbeiten, wenn auch nur gelegentlich.

Eine Übersicht über alle Infektionsgebiete finden Sie unter diesem Link >>

Text: Silke Jarzina
Foto: © Ste2.0 - Fotolia.com

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