Fachbeitrag  Arbeitssicherheit  

Versicherungsschutz auf Weihnachtsfeiern

Beschäftigte sind grundsätzlich unfallversichert, wenn sie auf eine betriebliche Weihnachtsfeier eingeladen sind. Mit einigen Ausnahmen. arbeitssicherheit.de klärt auf, wann Mitarbeiter versichert sind und wann nicht.


Dann sind Arbeitnehmer unfallversichert

Wenn der Arbeitgeber zur betrieblichen Weihnachtsfeier einlädt, sind Angestellte bei der Teilnahme grundsätzlich unfallversichert, wenn:

  • die Feierlichkeit vom Unternehmen selbst veranstaltet und organisiert wird,
  • die gesamte Unternehmensbelegschaft eingeladen ist,
  • der Chef selbst oder ein Stellvertreter teilnimmt,
  • die Mitarbeiter den direkten Weg zur Weihnachtsfeier wählen,
  • und auf direktem Weg nach Hause gehen.
Ob Restaurant, Weihnachtsmarkt oder im Betrieb: Wo die Feier letztlich stattfindet, ist für den Unfallversicherungsschutz unerheblich. Dabei sind alle Tätigkeiten versichert, die in einem direkten Zusammenhang mit der Weihnachtsfeier stehen, also auch das Tanzen oder das Teilnehmen an Spielen.

Dann sind Arbeitnehmer nicht unfallversichert

Der Unfallversicherungsschutz auf Weihnachtsfeiern erlischt, wenn:

  • Mitarbeiter nicht den direkten Weg zur Feierlichkeit nehmen oder
  • auf dem Nachhauseweg einen Umweg wählen,
  • der feierliche Event von den Beschäftigten selbst initiiert und organisiert wurde,
  • Beschäftigte nach dem offiziellen Ende der betrieblich organisierten Weihnachtsfeier weiterfeiern (das gilt auch, wenn der Arbeitgeber das Weiterfeiern genehmigt hat!),
  • der Genuss von Alkohol ursächlich zu einem Unfall führte (das unterliegt der Einzelfallprüfung).
Grundsätzlich gilt: Passiert im Rahmen einer Weihnachtsfeier einem Angestellten ein Unfall unterliegt das der Einzelfallprüfung der gesetzlichen Unfallversicherung.

Quelle/Text: BG BAU, arbeitssicherheit.de
Foto: © VRD - Fotolia.com
Veröffentlichung: Dezember 2013


Arbeits- und Wegeunfälle: Lesen Sie auch »2013: Anstieg meldepflichtiger Wegeunfälle« >>

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