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Studie: Die hygienischste Form des Händetrocknens

Handhygiene ist wichtig, vor allem in der Altenpflege oder in Krankenhäusern. Eine Studie hat untersucht, welche Form des Händetrocknens den Bakterienbefall der Hände am besten reduziert.


Bakterienbefall an den Händen reduzieren

Hände lassen sich nach dem Waschen auf verschiedene Art trocknen: mit Baumwoll- und Papierhandtüchern aus Einmalspendern oder mit Luftstrom- oder Warmluft-Geräten. Dabei sind die beiden Handtuch-Varianten besser für die Hygiene: Sie trocknen nicht nur gut, sondern entfernen gleichzeitig die meisten Bakterien, die sich noch an den feuchten Händen befinden. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Universität von Helsinki.

Die Studie belegt, dass bei der Nutzung von Baumwoll- oder Papierhandtüchern eine »beträchtliche Reduktion« von Bakterien erfolgt. Dabei vermindert sich die Anzahl der Bakterien auf ein Maß, das nicht nur die in der europäischen Norm EN 1499 (2013)2 für hygienische Händewaschung vorgegebenen Werte unterbietet, sondern auch etwa 1,7- bzw. 2,5-fach unter den Reduktionswerten durch die Gerätevarianten liegt. Allerdings lagen die Werte bei diesen ebenfalls unter den geforderten Mindestwerten.

Weniger Erreger in der Luft

Ein weiterer Vorteil von Papier- bzw. Baumwollhandtüchern ist laut der Vergleichsstudie die geringe Verbreitung von Bakterien in der Luft. Bei der Nutzung von luftbasierten Systemen gelangen mehr Krankheitserreger in die Umgebung. Im Umkreis von einem Meter vom Luftstrom-Trockner war die Anzahl der Bakterien mit 94 Stück laut der Studie vergleichsweise hoch. In einem Umkreis von mehr als einem Meter Entfernung betrug die Anzahl beim Warmluft-Trockner immerhin noch 27. Die Umgebung der Handtücher war weitgehend bakterienfrei. Auch auf der Oberfläche der Handtuchspender befanden sich vergleichsweise wenig Bakterien - bei den luftbasierten Trocknungssystemen war die Kontamination stärker.

An der Studie nahmen 20 Testpersonen teil, deren Hände speziell für die Tests mit Bakterien kontaminiert, also verseucht, wurden. Danach mussten sich die Probanden bis zu acht Sekunden lang die Hände mit (nicht antiseptischer) Seife waschen und die vier Trocknungssysteme nutzen. Insgesamt wurden rund achtzig Einzeltests durchgeführt und ausgewertet. Anschließend wurde zunächst die Reduktion der Bakterienanzahl auf den Händen untersucht. Im Anschluss wurden die Geräte (Handtuch-Spender und Trocknergeräte) auf Bakterienverbleib hin untersucht.

Quelle/Text: Textil Service WIRTEX e.V.
Foto: © Adam Gregor - Fotolia.com

Bakterienbefall: Lesen Sie auch »Bakterien an Tastatur, Kopierer und Co.« >>

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