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Schädigende Schwingungen sichtbar machen

LKW-Fahrer sind bei ihrer Tätigkeit gesundheitsschädigenden Vibrationen augesetzt.
Foto: @ Dmitry Vereshchagin - stock.adobe.com

Berufskraftfahrer leiden oft an Rückenschmerzen, weil sie dauerhaft gesundheitsschädlichen Vibrationsschwingungen ausgesetzt sind, die auf die Lendenwirbelsäule einwirken. Ein neues Gerät macht die Stärke der Schwingungen sichtbar  und schafft damit die Möglichkeit präventiv zu handeln.

Egal ob Gabelstapler, LKW oder Traktor, beim Fahren dieser schweren Transportfahrzeuge sind ihre Fahrer starken Vibrationsbelastungen ausgesetzt. Und auch die individuelle Fahrweise kann zusätzlich Einfluss auf die Schwingungen haben, beispielsweise durch das Nicht-Umfahren von Bodenunebenheiten. Dabei sind die Schwingungen unterschiedlich ausgeprägt, aber einige so stark, dass sie das Muskel-Skelett-System und die Lendenwirbelsäule beeinflussen und – bei dauerhafter Exposition – auch schädigen können.

Schwingungen nicht nur spüren, sondern auch sehen

Die gängige präventive Maßnahme, um sich gegen die Vibrationen zu schützen sind vibrationsdämpfende Fahrersitze, die die gesundheitsschädigenden Schwingungen abfedern. Doch sie sind nur dann wirklich wirksam, wenn ihr Feder-Dämpfer-System auch richtig eingestellt ist.

Deswegen hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ein kleines Gerät entwickelt. Es besteht aus einer Messscheibe, die sich der Fahrer auf den Sitz legen kann und einer Anzeige, die sich flexibel an einer gut einsehbaren Stelle im Fahrzeug befestigen lässt. Registriert die Messscheibe Schwingungen, visualisiert sie deren Stärke mithilfe eines Ampelsystems: Rot steht für besonders kritische Vibrationen und Grün für leichte Schwingungen. Sollte der Fahrer vermehrt starke Schwingungen verzeichnen, kann er mit Korrekturmaßnahmen darauf reagieren.

Das Gerät wird laut des IFA vorerst in einer kleineren Stückzahl hergestellt. Betriebe und Unternehmen haben jedoch die Möglichkeit sich das Gerät für Schulungs- und Sensibilisierungszwecke ihrer Fahrer auszuleihen. Weiterführende Informationen dazu finden sich auf der Internetseite des IFA.

Quelle/Text: DGUV, Redaktion arbeitssicherheit.de

Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutz-Verordnung: Lesen Sie auch »Hilfe beim Ermitteln von Vibrationsbelastungen« >>

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