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Trotz Medikament fahrtüchtig?

Ein neues Online-Portal klärt über Risiken und Nebenwirkungen von Medikamenten im Straßenverkehr auf. Berufliche Vielfahrer können sich dort über den Einfluss von Arznei auf das eigene Fahrverhalten informieren.


Medikamente beeinflussen das Fahrverhalten

Denn was wenige wissen: Manchmal reicht schon die Einnahme eines Medikaments gegen Heuschnupfen oder das Schlucken schmerzdämpfender Mittel gegen Migräne aus, um das Reaktionsvermögen eines Autofahrers negativ zu beeinflussen. Sie enthalten Wirkstoffe, die Müdigkeit auslösen und damit das Reaktionsvermögen einschränken. Es kommt zu einer psychophysiologischen Verlangsamung, sodass ein Verkehrsteilnehmer nur verzögert auf Fahrhindernisse reagieren kann oder Gefahren oft unterschätzt. Vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamts für das Jahr 2011 belegen insgesamt 1.391 Unfälle mit Personenschaden, die sich unter dem Einfluss »berauschender Mittel« ereignet haben. Darunter auch Drogen.

Experten schätzen, dass rund 2.800 der 55.000 in Deutschland zugelassenen Heilmittel einen negativen Einfluss auf das Straßenverkehrsverhalten haben können. Das betrifft sowohl verschreibungspflichtige als auch frei verkäufliche Medikamente. Bei dieser Menge verliert man schnell den Überblick.

Arznei und ihre beeinträchtigende Wirkung

Auf den Internetseiten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) unter http://www.dvr.de/medikamente finden Vielfahrer wie auch alle anderen Verkehrsteilnehmer Informationen zu verschiedenen Medikamenten, die das Verkehrsverhalten beeinträchtigen können, insbesondere

  • Schlaf- und Beruhigungsmittel,
  • Antidepressiva,
  • Neuroleptika,
  • Antiallergika,
  • Analgetika (Schmerzmittel) sowie
  • Psychostimulanzien.

Ziel des Portals ist nach eigenen Aussagen, Verkehrsteilnehmern neue oder ergänzende Anregungen und Tipps im Umgang mit Medikamenten und der Fahrtätigkeit zu geben, weniger im medizinischen als vielmehr im psychologischen Sinne. Neben Informationen zur rechtlichen Gesetzgebung im Bezug auf Medikamente im Straßenverkehr, bietet die Internetseite auch eine Datenbank, die Adressen von Suchtberatungsstellen beziehungsweise von Begutachtungsstellen Medizinisch-Psychologischer Untersuchungen (MPU).

Quelle/Text: Deutscher Verkehrssicherheitsrat, arbeitssicherheit.de
Foto: © Yantra - Fotolia.com

Sicherheit am Arbeitsplatz: Lesen Sie auch »Alkohol, Drogen und Medikamente am Arbeitsplatz - Wie reagieren?« >>

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