Fachbeitrag  Arbeitssicherheit  

Linkshänder im Arbeitsschutz: Eine übersehene Minderheit?

Linkshänder sind am Arbeitsplatz oft nicht nur benachteiligt, sondern auch ihre Unfallgefährdung gilt als höher. Es geht somit nicht um eine belanglose persönliche Eigenheit eines Mitarbeiters, sondern um ein Merkmal, das Folgen für das Unternehmen haben kann. Ist die Linkshändigkeit zu subtil, um von Ergonomen und Normgebern berücksichtigt zu werden? Wie relevant ist die Bevorzugung der linken Hand für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit?


Eine spezielle Herausforderung der Anpassung an unterschiedliche Bedürfnisse ist die Entwicklung möglichst barrierefreier Produkte für Menschen mit Handicap. So gibt es heute z.B. Spezialtastaturen oder Vorlese-Geräte, mit denen auch sehschwache oder blinde Menschen am PC arbeiten können. Dazu kommen - verstärkt durch den demografischen Wandel - immer mehr Anforderungen an Ergonomie und Usability speziell für ältere Menschen und diese gehen weit über das häufig genannte Seniorenhandy hinaus.

Die Notwendigkeit solcher Anpassungen an die besonderen Bedürfnisse bestimmter Gruppen auch in der Arbeitswelt steht außerhalb jeder Diskussion und findet Eingang in Vorschriften und Normen. Ebenso selbstverständlich sind spezielle Regelungen zum Arbeitsschutz für Schwangere und Mütter oder für Jugendliche. Eine vergleichsweise große Gruppe beklagt jedoch nach wie vor eine Benachteiligung am Arbeitsplatz. Ist ihr gemeinsames Merkmal, die Linkshändigkeit, zu subtil, um von Ergonomen und Normgebern berücksichtigt zu werden?

Benachteiligung am Arbeitsplatz

Linkshänder sind in einer Rechtshänderwelt benachteiligt. Das ist unbestritten und gilt nicht nur für den privaten Alltag, sondern auch im Beruf. Die biologischen oder kulturellen Hintergründe des Phänomens sind dabei irrelevant. Die offenen oder latenten Nachteile bei der Benutzung rechtshändiger Produkte beruhen darauf, dass die untergeordnete Hand i.d.R.

  • schwächer ist,
  • langsamer reagiert und
  • weniger geschickt ist (Feinmotorik).

Wenn Linkshänder Arbeiten mit der für sie schwächeren rechten Hand erledigen müssen, weil Werkzeuge und Maschinen für Rechtshänder gestaltet wurden, kann dies zu unnatürlichen Haltungen, Verkrampfungen oder unbequemeren Arbeitsabläufen führen. PC-Maus oder Fotoapparat, Motorsäge oder Drehbank, alles scheint aus Linkshänder-Sicht »verkehrt herum« konstruiert. Besonders ärgerlich, wenn dabei Werkzeuge sind, die als besonders ergonomisch beworben werden. Rechtshändern ist meist gar nicht bewusst, wie viele (aus ihrer Sicht »ganz normale«) Produkte eindeutig für Rechtshänder optimiert wurden. Erst wenn er, etwa wegen einer Verletzung, mit der linken Hand eine Schere oder ein einseitig angeschliffenes Messer zu benutzen versucht, spürt der Rechtshänder, womit sich ein Linkshänder sein ganzes Leben lang abplagen muss.

Interessanterweise spiegelt schon die Sprache eine Ungleichheit wieder. Wer »zwei linke Hände« hat oder »linkisch« agiert, gilt als ungeschickt. Die englischen und französischen Wörter für »Geschicklichkeit« (dexterity, dexterité) gehen dagegen auf das lateinische Wort für »rechts« (dexter) zurück.

Zu betonen ist, dass sich Nachteile für Linkshänder nicht aus der Linkshändigkeit als solcher ergeben, sondern nur dort und deswegen, wo sie auf eine rechtshändig konstruierte Umgebung treffen. Linkshändigkeit ist daher in keiner Weise ein körperliches Manko wie etwa eine Sehschwäche oder Schwerhörigkeit. Viele Linkshänder fühlen sich zwar als Minderheit diskriminiert, sie sind jedoch im Grunde oft flexibler und damit vielen Rechtshändern überlegen. Ein Rechtshänder würde in einer linkshändigen Welt und mit Werkzeugen für Linkshänder deutlich schlechter zurechtkommen als umgekehrt. Es gibt sogar Untersuchungen, die zeigen, dass Linkshänder statistisch gesehen mehr verdienen, also beruflich erfolgreicher sind. Vielleicht deshalb, weil sie schon früh lernen mussten, sich auf schwierige Situationen einzustellen und »umzudenken«?

Zu wenig Rechte für Linkshänder?

Wichtig für die Arbeitssicherheit ist: Linkshänder sind am Arbeitsplatz oft nicht nur benachteiligt, sondern auch ihre Unfallgefährdung gilt als höher. Aus schwächeren, langsameren oder unbequemeren Arbeitshaltungen resultieren eher Fehler und Unfälle. Ist z.B. ein Notaus-Knopf auf der für Linkshänder falschen Seite angebracht, reagiert ein linkshändiger Beschäftigter in einer Gefahrensituation reflexartig vielleicht um entscheidende Sekundenbruchteile zu spät.

Die höhere Unfallgefährdung für Linkshänder wird immer wieder betont, doch überraschenderweise liegt die tatsächliche Dimension dieses für die Arbeitssicherheit relevanten Phänomens im Dunkeln. »Ob dadurch auch die Unfallgefahr erhöht ist, wäre berufsgenossenschaftlich zu klären« heißt es in einem Werk von 1989. Doch ob Arbeitsunfälle mit Linkshändern tatsächlich häufiger auftreten, ist bis heute weitgehend unbekannt. Das Kriterium Händigkeit wird bei der Meldung und Auswertung von Arbeitsunfällen nicht erfasst, ein entsprechendes Ankreuzkästchen ist in den Unfallmeldebögen der Berufsgenossenschaften nicht zu finden. Konkrete Statistiken zur Unfallhäufigkeit von Linkshändern gibt es in Deutschland daher nicht. In Studien aus anderen Ländern wurden mal mehr Autounfälle von Linkshändern, mal mehr Sportunfälle von Rechtshändern, mal keine Unterschiede gefunden. Ein eindeutiges Bild ergibt sich nicht.

Linkshänder - Stiefkinder in der Arbeitswelt

Man könnte den Eindruck gewinnen, Linkshänder seien ein wenig ein Stiefkind in der Arbeitswelt. Dabei ist die Benachteiligung am Arbeitsplatz keineswegs eine neue Erkenntnis, sondern seit Jahrzehnten bekannt und ebenso lange wird das Fehlen arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse bemängelt. Dennoch befassen sich bis heute Bücher und Ratgeber zum Thema Linkshändigkeit überwiegend mit Fragen der Erziehung, Kindheit und Schule, nur selten geht es um Linkshänder im Beruf. Auch in den Arbeitsschutzvorschriften, im berufsgenossenschaftlichen Regelwerk, bei den Gewerkschaften und anderen Organisationen der Arbeitswelt findet man nur wenige Hinweise oder Informationen zur Händigkeit.

Engagierte Linkshänder fordern daher eine stärkere Berücksichtigung ihrer Anliegen, insbesondere in den Verordnungen zur Berufsausbildung. Bemängelt wird, dass Händigkeit auf dem Arbeitsamt, bei der Berufsberatung oder in Lehrwerkstätten noch überhaupt keine Rolle spielt. Überraschend ist dies insofern, als der Linkshänderanteil weiter wachsen wird, denn Kinder werden nicht mehr in dem Ausmaß mit Gewalt auf rechts erzogen wie früher. Die händigkeitsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen und Arbeitsmitteln dürfte daher an Relevanz auch für Unfallverhütung und Ergonomie zunehmen.

Dass das Thema Linkshänder in der öffentlichen Wahrnehmung nur wenig beachtet wird, liegt auch daran, dass Linkshänder vergleichsweise schlecht organisiert sind. Viele zahlenmäßig weitaus unbedeutendere Gruppierungen machen stärker auf ihre Anliegen aufmerksam. Wo ist eine bundesweite Interessenvertretung der Linkshänder, wo sind eigene Zeitschriften und Organe, wer betreibt Lobbyarbeit in Berlin und Brüssel?

Doch dass man von Linkshändern im Berufsleben eher wenig hört, muss nicht heißen, dass kein Leidensdruck vorhanden sei. An vielen Arbeitsplätzen ist das Thema wenig brisant, an anderen haben Linkshänder sich arrangiert und auf ihren rechtshändigen Arbeitsplatz eingestellt. Klagen bei Behörden oder Berufsgenossenschaften sind angesichts der Anzahl von Linkshändern eher selten. In andern Fällen jedoch mussten Linkshänder Ausbildungen abbrechen, ihren Arbeitsplatz wechseln und sich ganz neu orientieren. Hier ist immer der Einzelfall, das Individuum in der konkreten Arbeitsumgebung, zu betrachten. Selbst wenn zwei Linkshänder nebeneinander am gleichen Arbeitsplätzen stehen, kann es sein, dass der eine keine Probleme empfindet und der andere sich schwer tut. Pauschalisierungen wie »Linkshänder werden überall diskriminiert« oder »Die kommen doch alle ganz gut zurecht« sind wenig hilfreich.

Inwiefern die Erfassung der Händigkeit in der Statistik der Arbeitsunfälle die Situation für Linkshänder letztendlich verbessern würde, berührt übrigens heikle Fragen. Denn wie würde sich eine nachweislich erhöhte Unfallneigung auf die Jobchancen von Linkshändern auswirken? Wäre ein Linkshänder dann vielleicht - quasi als Angehöriger einer Risikogruppe - nicht gut beraten, im Bewerbungsgespräch jegliche Zeichen seiner Linkshändigkeit zu verstecken? Müsste man vor dem Bedienen gefährlicher asymmetrischer Maschinen einen Händigkeitstest absolvieren? Wäre Linkshändigkeit gar in die Antidiskriminierungsgesetze aufzunehmen?

Linkshänder in der Unternehmenskultur

Es gibt sie, die Zollstöcke, Dachdeckerhämmer und chirurgischen Instrumente für Linkshänder, selbst Handkreissägen, Bohrmaschinen und Winkelschleifer. In anderen Fällen. z.B. bei optischen Geräten, wird schon bei der Konstruktion auf beidseitige Bedienbarkeit geachtet. Für den PC-Arbeitsplatz sind Computermäuse und Tastaturen für Linkshänder erhältlich oder man verändert die Tastenbelegung seiner Maus.

Schön und gut, sagen Betroffene. Doch könne insgesamt kaum davon die Rede sein, dass an Arbeitsplätzen in Deutschland die Belange von Linkshändern ausreichend berücksichtigt werden. Denn einen speziellen Rechtsanspruch an eine ihren Bedürfnissen angepasste Arbeitsumgebung oder spezielle Arbeitsmittel haben Linkshänder nicht. Und diese Skepsis muss erlaubt sein. Denn sind Linkshänder-Werkzeuge im Bedarfsfall auch in jedem Betrieb vorhanden? Sind nicht Linkshändermodelle oder gar Sonderanfertigungen oft teurer?

Für Linkshänder ist es oft unangenehm und lästig, sich rechtfertigen zu müssen und eine vermeintliche Sonderbehandlung zu verlangen. Wie viele linkshändige Azubis oder Mitarbeiter in der Probezeit werden sich trauen, nach einem speziellen Werkzeug zu fragen? Hier zeigt sich die Qualität einer Unternehmenskultur. Wie ist die Atmosphäre aus Sicht eines Linkshänders in Ihrem Unternehmen?

  • Ist selbstverständlich, dass Linkshändigkeit in keiner Weise ein Werturteil ist und nichts mit körperlicher oder geistiger Leistungsfähigkeit zu tun hat?
  • Werden Bedürfnisse von linkshändigen Mitarbeitern erfasst und ernst genommen?
  • Ist Vorgesetzten bekannt, welche Werkzeuge, Maschinen und Arbeitsabläufe für Linkshänder weniger geeignet sein könnten?
  • Wird eine erzwungene Rechtshändigkeit im Arbeitsprozess nach Möglichkeit vermieden?
  • Sind der Beschaffung Bezugsquellen für Linkshänder-Werkzeuge bekannt?

Für das Unternehmen kann es nur Vorteile bringen, wenn es Mitarbeitern leicht gemacht ist, Bedürfnisse zu äußern, die ihre Arbeitsleistung verbessern. Ein Friseurlehrling, dem eine linkshändige Schere verwehrt wird, dürfte kaum zur Kundenzufriedenheit beitragen. Wo die Schreibkraft problemlos und selbstverständlich eine Linkshändermaus erhalten kann, wird dies zu zufriedeneren Mitarbeitern und höherer Arbeitsleistung führen.

Grenzen der Anpassung ... und was Sie dennoch im Betrieb verbessern können

Doch selbst bei einer offenen Atmosphäre im Unternehmen sind der händigkeitsgerechten Anpassung von Arbeitsplätzen manchmal Grenzen gesetzt. Die Gestaltung und die Anordnung von Anzeige- und Bedienelementen, die Lage von Hebeln und Knöpfen usw. sind historisch gewachsen. Das Rechtsgewinde von Schrauben ist auf der ganzen Welt verbreitet. Konventionen wie »linksrum drehen = öffnen, rechtsrum = schließen« lassen sich nicht beliebig umstellen, wenn gerade ein Linkshänder die Produktionsanlage bedient. Auch ist es oft weder möglich noch sinnvoll, sämtliche Arbeitsmittel und Werkzeuge in zwei Versionen vorzuhalten. Dazu kommt, dass je nach Arbeitssituation die Einsatzhand wechseln kann. Und meist haben hier Rechtshänder das größere Problem, wenn sie z.B. in der Werkzeugkiste die Linkshändervariante erwischen.

Tendenziell könnten auch die Veränderungen in der Arbeitswelt und neue Arbeitstechniken und -mittel die Situation für Linkshänder erleichtern. Unterschiede bei der Bedienung von Anzeige-Regler-Systemen, wo eine Skala entweder von rechts nach links oder von links nach rechts eingestellt werden muss, haben im Zeitalter der Digitalanzeigen an Relevanz verloren. Die Tastenbelegung einer Maus lässt sich einfacher und schneller umstellen als die heute vielfach verschwundenen großen Zeichenbretter oder gar Arbeitsabläufe an einer Produktionsstraße. Und beim Online-Banking gibt es keinen Kugelschreiber mehr, der am Bankschalter immer an der »falschen« Seite und zur kurz angekettet war.

Dennoch: Wer als Vorgesetzter oder Sicherheitsfachkraft bewusst mit linkshändigen Mitarbeitern seinen Betrieb abgeht, kann viele Ansatzpunkte für eine Optimierung finden, z.B.:

  • eine Beschriftung, eine Skala, eine Sicherheitsanzeige usw. so anbringen, dass sie ein Linkshänder nicht automatisch beim Bedienen mit dem Arm verdeckt
  • Steuerelemente auf Touchscreens individuell platzierbar machen (s. Beispielgrafik)
  • Arbeitsmittel, die in rechts- und linkshändigen Varianten vorkommen, eindeutig kennzeichnen
  • Arbeitsabläufe so planen, dass sie ggf. problemlos auf Linkshänder angepasst werden können
  • Leuchtmittel so anbringen, dass Linkshänder nicht automatisch im Schatten des eigenen Arms arbeiten
  • Notaus-Elemente für Links- wie Rechtshänder gleichermaßen gut erreichbar positionieren
  • Maschinen mit asymmetrischer Handhabung ggf. so umrüsten, dass eine Umstellung auf linkshändige Bedienung möglich ist
  • bei der Anschaffung von Geräten darauf achten, ob sie für eine rechts- wie linksseitige Benutzung adaptierbar sind, z.B. durch Umstecken eines Griffes
  • bei der Anschaffung rotierender Maschinen auf eine Links- und Rechtslauffunktion achten
  • bei der Produktentwicklung das Ziel einer »Bedienbarkeit für alle« vorgeben und das Thema Händigkeit auch in Bedienungsanleitungen aufnehmen

Touchscreen
Vom Anwender frei platzierbare Steuerelemente verhindern, dass die den Touchscreen bedienende Hand den Bildschirm verdeckt.
Bildquelle: User Interface Design GmbH (UID,
www.uid.com)

Vorteilhaft sind - nicht nur aus Gründen der Händigkeit - flexible Lösungen bei der Gestaltung von Arbeitsstätten. Bietet z.B. ein Arbeitsplatz in der Feinmechanik die Option, Schraubstock und Geräte und Arbeitsleuchte variabel zueinander einzustellen, so kann das zu mehr Zufriedenheit, weniger Stress und geringerer Fehlerquote führen. Ungünstig sind Arbeitsplätze, wo alle Elemente fest montiert sind. Wenn ein Linkshänder beispielsweise gezwungen ist, mit einer Zange oder Pinzette Werkstücke ständig von der für ihn »falschen« Seite zu entnehmen, führt dies vielleicht zu einer Sehnenscheidenentzündung, kaum aber zu einem effektiven Arbeiten.

Trotz aller Maßnahmen im Betrieb wird es für Linkshänder auch weiterhin heißen, insbesondere vor gefährlichen Tätigkeiten bei Arbeitsmitteln und Schutzeinrichtungen ganz genau hinzuschauen. Auch bei vorschriftsmäßiger PSA kann für Linkshänder eine höhere Gefährdung bestehen. Wie sicher ist z.B. eine Schnittschutzhose mit asymmetrischem Schnittschutz, wenn eine für Rechtshänder konstruierte Motorsäge linkshändig benutzt wird?

Besonders clever ist es, eine vermeintliche Schwierigkeit als Chance zu begreifen und zum Vorteil zu nutzen. Vielleicht gibt es im Unternehmen betriebliche Prozesse, bei denen ein Team aus Links- und Rechtshändern besonders effizient zusammenarbeitet. Warum nicht auf dem Bau bei beengten Verhältnissen oder bei der Montage an kniffligen Stellen umsetzen, was Handballtrainer schon lange gezielt nutzen: Zwei Personen seitenverkehrt zueinander können ein besonders starkes Team bilden. Damit wird Händigkeit auch zu einem Ansatzpunkt für ein intelligentes Diversity Management im Unternehmen, die Wertschätzung und Nutzung der Heterogenität und individuellen Verschiedenartigkeit der Mitarbeiter.

Besondere Vorsicht bei Rückschulung!

Unter Aspekten der Arbeitssicherheit ist zu beachten, dass eine Rückschulung der Händigkeit im Erwachsenenalter nicht ohne Risiko ist. Über viele Jahre eingeübte Automatismen lassen sich nicht ohne die Gefahr von Störungen und auf die Schnelle umstellen. Denn nicht nur die Feinmotorik muss sich wieder umstellen, eingespielte Bewegungsabläufe sind auch im Gehirn verankert. Gerade beim neu Schreiben lernen werden auch Sprache und Psyche betroffen. Die Konsequenzen einer Rückschulung für die Arbeitssicherheit sind noch kaum untersucht. Es ist aber nicht zu empfehlen, Mitarbeiter in einer solchen Phase bei besonders gefährdeten Tätigkeiten einzusetzen.

Dr. Friedhelm Kring

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