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Geräuschklassen für Computer, Drucker und Co.

Wie laut ist der Drucker und wie hoch ist die Geräuschbelastung durch ein Faxgerät? Viele Hersteller machen dazu komplizierte Angaben in der Produktbeschreibung. Verstehen kann sie oft nur ein Experte. Damit auch Laien den Lärmpegel von Bürogeräten besser einschätzen können, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Geräuschklassen für IT-Produkte entwickelt.


Lärmbelästigung im Büro durch Computer, Drucker, oder Faxgeräte schädigen das Hörvermögen zwar nicht, sie kann aber die Konzentrationsfähigkeit von Mitarbeitern so sehr stören, dass diese nicht mehr leistungsfähig sind und erkranken können. Zumindest, wenn sie dauerhaft der Geräuschkulisse ausgesetzt sind.

Geräteangaben oft nicht leicht verständlich

Viele Produktbeschreibungen enthalten mittlerweile Angaben zu Geräuschemissionen, doch sind die Dezibel-Angaben oft nicht einheitlich und daher nicht vergleichbar mit anderen Geräten oder schwer zu verstehen. Daher schlägt der Baua-Bericht »Entwicklung von Geräuschklassen für IT-Produkte« eine einheitliche Einordnung der Geräte in unterschiedliche Lärmkategorien vor. Vergleichbar sind die mit Energiegütesiegeln auf Kühlschränken, Waschmaschinen oder Backöfen.

Als Grundlage für einen Vergleich soll laut der Untersuchung der sogenannte »Overall Noise Level« dienen. Ermittelt wird er durch die Addierung von drei messbaren Werten (Teilpegel), der Schallleistung nach ISO 7779, dem Tonzuschlag nach DIN 45 681 und dem Impulszuschlag nach DIN 45 631/A1. Das Ergebnis wird dann, je nach Produktgruppe, unterschiedlich gewichtet und in sieben Geräuschklassen - von A bis G - überführt. Die Klasse A steht dabei für Geräte, die kaum bis gar keine Geräuschemissionen haben. Geräte der Klasse G hingegen verursachen ein sehr lautes Betriebsgeräusch.

Geräuschlevel vergleichbar machen

Ziel der Untersuchung, die dem Baua-Bericht zugrunde liegt, ist es, ein Bewertungssystem für Gerätelärm zu entwickeln, die es auch Laien möglich macht, Geräte innerhalb einer Produktgruppe miteinander zu vergleichen. Sollte dieses System breite Anerkennung finden, kann bei der Anschaffung neuer IT-Produkte auf die Lärmklasse berücksichtigt und die Lärmbelästigung von Mitarbeitern wesentlich reduziert werden.

Text: baua.de, arbeitssicherheit.de
Foto: © lagom - Fotolia.com

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