Gefährdungsfaktor

Der Arbeitgeber muss im Rahmen einer arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung ermitteln, welche Arbeitsschutzmaßnahmen erforderlich sind (§ 5 Abs. 1 ArbSchG).

Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch

  • die Gestaltung und die Einrichtung der Arbeitsstätte oder des Arbeitsplatzes,

 

  • physikalische, chemische und biologische Einwirkungen,

 

  • die Gestaltung, die Auswahl und den Einsatz von Arbeitsmitteln, insbesondere von Arbeitsstoffen, Maschinen, Geräten und Anlagen sowie den Umgang damit,

 

  • die Gestaltung von Arbeits- und Fertigungsverfahren, Arbeitsabläufen und Arbeitszeit und deren Zusammenwirken oder durch

 

  • unzureichende Qualifikation und Unterweisung der Beschäftigten (§ 5 Abs. 3 ArbSchG).

Zur weiteren Systematisierung dienen die Gefährdungsfaktoren. Als Gefährdungsfaktoren bezeichnet man Gruppen von Gefährdungen, die durch gleichartige Gefahrenquellen oder Wirkungsqualitäten gekennzeichnet sind.

Gefährdungsfaktoren sind insbesondere:

  • Gefährdung durch mangelhafte Arbeitsschutzorganisation (z.B. kein Betriebsarzt bestellte),

 

 

  • Gefährdung durch mangelhafte Erste-Hilfe- und Notfallsysteme (z.B. kein vorhandenes Erste-Hilfe-Material),

 

 

 

 

  • Biologische Gefährdung (z.B. schutzloser Umgang mit biologischen Stoffen),

 

  • Brand- und Explosionsgefährdung (z.B. Arbeiten mit explosionsfähigen Stoffen),

 

  • Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (z.B. Lärm),

 

  • Gefährdung durch Arbeitsumgebung (z.B. ungeeignete Arbeitsmaterialien),

 

  • Gefährdung durch physische Belastung (z.B. schwere körperliche Arbeit),

 

  • Gefährdung durch psychische Belastung, (z.B. erhöhte Leistungsanforderungen),