DGUV Information 213-582 - Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Vo...

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Abschnitt Anhang, Einfluss der Absorption bei der röntgendif...
Abschnitt Anhang
Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-582)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von Quarz und Cristobalit Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-582)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-582
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt Anhang – Einfluss der Absorption bei der röntgendiffraktometrischen Analyse von Stäuben

Bei der röntgendiffraktometrischen Analyse von Quarz in Stäuben wird die Intensität eines definierten Reflexes des zu bestimmenden Minerals unter anderem auch von der Absorption beeinflusst. Diese wird wesentlich von der Belegungsdichte des Staubes auf dem Analysenfilter und den Massenabsorptionskoeffizienten der begleitenden Staubkomponenten bestimmt [9, 10, 11].

Unter bestimmten Randbedingungen kann bei der Analyse von Quarz in dünnen Schichten auf eine Korrektur der Absorptionseffekte verzichtet und von einer näherungsweise linearen Korrelation von Quarzmasse und integraler Intensität ausgegangen werden. So sollte nach [9] zum einen die Belegungsdichte der Analysenfilter unter 1 mg/cm2 liegen. Zum anderen ist anzustreben, dass die Massenschwächungskoeffizienten der Begleitminerale des Quarzes im zu untersuchenden Staub möglichst niedrig sind. Hieraus leitet sich auch die Vorgabe ab, die Analysen mit einer Cobalt-Röhre - statt der meist üblichen Kupfer-Röhre - durchzuführen. In Tabelle A1 sind die Massenschwächungskoeffizienten typischer Begleitphasen von Quarz in Stäuben für Cu- als auch Co-Strahlung aufgeführt. Bei Cu-Strahlung ist zu beachten, dass vor allem Eisen einen vergleichsweise großen Massenschwächungskoeffizienten aufweist. Da die Proben im Rahmen der Aufbereitung einer Säurebehandlung unterzogen werden, sind für eine Abschätzung des mittleren Einflusses der Massenschwächung der Begleitstäube lediglich die säurebeständigen Phasen von Interesse. Für die Co-Strahlung zeigt sich für Calcium ein größerer Koeffizient. Für die typischen Ca-haltigen Silikat-Minerale ergibt sich jedoch insgesamt ein nicht wesentlich erhöhter Massenschwächungskoeffizient. Ein deutlich größerer Massenschwächungskoeffizient ist bei Einsatz von Co-Strahlung nur für Stäube mit großen Ba-Anteilen (z. B. Schwerspat BaSO4) zu erwarten. BaSO4-Anteile können durch die Säurebehandlung im Rahmen der Probenpräparation teilweise entfernt werden.

Tabelle A1
Massenschwächungskoeffizienten [cm2/g] verschiedener Minerale (aus [9])

Mineral Zusammensetzung Strahlung
Cu Co
KorundAI2O3 31,848,4
HaematitFe2O3 230,447,7
QuarzSiO2 35,054,8
KalkspatCaCO3 75,6113,7
DolomitMgCa[CO3]75,450,1
ForsteritMg2SiO4 31,848,7
Olivin(Mg,Fe)2SiO4 125,350,6
SillimanitAI2O3 SiO2 32,950,7
Mullit3 AI2O3 2SiO2 32,850,2
DiopsidCaMg[Si2O6]57,787,7
TalkMg3[(OH)2/Si4O10]32,149,6
MontmorillonitAI2[(OH)2/Si4O10]32,951,1
KaolinitAI4[(OH)8/Si4O10]30,447,1
OrthoklasK[AlSi3O8]48,975,5
AlbitNa[AlSi3O8]33,351,7
AnorthitCa[AlSi3O8]52,379,6
SchwerspatBaSO4 319,7209,9

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