DGUV Regel 112-201 - Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrink...

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Anhang 1, Leistungskriterien gemäß DIN EN ISO 12402
Anhang 1
Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken (DGUV Regel 112-201)

Anhangteil

Titel: Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken (DGUV Regel 112-201)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 112-201
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Anhang 1 – Leistungskriterien gemäß DIN EN ISO 12402

Durch die Einhaltung der Leistungskriterien wird sichergestellt, dass der Benutzer oder die Benutzerin sicher an die Oberfläche gebracht bzw. an der Oberfläche gehalten wird. Außerdem werden dadurch eine stabile Schwimmlage und ein ausreichender Freibord gewährleistet. Rettungswesten drehen die Benutzerin bzw. den Benutzer in eine sichere Schwimmlage.

Rettungswesten:

Folgende drei Typen von Rettungswesten stehen zur Verfügung, deren Einsatz von den spezifischen Gefahrensituationen abhängig ist:

  1. 1.

    Rettungswesten nach DIN EN ISO 12402-2 "Rettungswesten, Stufe 275" haben einen Auftrieb von mindestens 275 N für Erwachsene und sind für die Verwendung unter extremen Bedingungen oder für den Fall vorgesehen, dass Schutzkleidung mit Eigenauftrieb oder Lufteinschlüssen sowie Geräte oder Lasten, z. B. Atemschutzgeräte oder Werkzeuggürtel, getragen werden.

  2. 2.

    Rettungswesten nach DIN EN ISO 12402-3 "Rettungswesten, Stufe 150" haben einen Auftrieb von mindestens 150 N für Erwachsene und sind für den allgemeinen Einsatz bestimmt.

  3. 3.

    Rettungswesten nach DIN EN ISO 12402-4 "Rettungswesten, Stufe 100" haben einen Auftrieb von mindestens 100 N für Erwachsene, die in geschützten Gewässern warten müssen. Sie sind nicht unter schweren Bedingungen zu verwenden.

Hinweis:

Für den Einsatz im Zuständigkeitsbereich der Unfallversicherungsträger sind grundsätzlich automatisch aufblasbare Rettungswesten mit mindestens 150 N Auftrieb nach DIN EN ISO 12402-3 zu verwenden.

Schwimmhilfen:

Im Gegensatz hierzu stehen Schwimmhilfen nach DIN EN ISO 12402-5 "Schwimmhilfen (Stufe 50)", die einen Auftrieb von mindestens 50 N für Erwachsene haben. Sie werden z. B. bei der Wasserrettung von Personen durch Retter getragen und sind nicht zur Eigenrettung geeignet. Sie dürfen nur von Schwimmern und in geschützten Gewässern benutzt werden, wenn Hilfeleistung und Rettung sichergestellt sind.