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Arbeitsschutz: Nanopartikel am Arbeitsplatz

Nanopartikel stehen im Verdacht, Krankheiten wie Krebs auszulösen. Daher ist die Überwachung der Belastung in Arbeitsbereichen, die sich nicht partikelfrei halten lassen, für den Arbeitsschutz besonders wichtig.


Unsichtbare Gefahr am Arbeitsplatz
Moderne Werkstoffe spielen immer öfter in der Nano-Liga. Ob Oberflächenbeschichtungen oder Elektronik, ultrafeine Partikel sind fester Bestandteil von Produktionsprozessen. Unsichtbar und lungengängig stellen sie ein ungewisses Risiko für Menschen, die damit umgehen, dar.

Ein gezieltes Monitoring der Partikelbelastung sollte für den Arbeitsschutz daher eine Hauptrolle spielen, um Arbeiter und Wissenschaftler im Umgang mit den Stoffen effektiv schützen zu können. Vor allem für Krebserkrankungen stehen die mikrokleinen Stoffe als Auslöser im Verdacht. »Die Einhaltung und Protokollierung von Schwellenwerten ist wichtiger Bestandteil des Arbeitsschutzes«, erklärt Suzanne Depiereux von TSI, einem Anbieter für Messtechniken mit Sitz in Aachen. Daher bietet ihr Unternehmen eine Partikelmesstechnik an, die laut Aussagen von TSI auch vor den UFPs, also ultrafeinen Partikeln, nicht Halt macht. Das tragbare Elektrometer »AeroTrak 9000« kann eine Echtzeitmessung von Nanopartikeln durchführen.

Alarm warnt vor kritischen Schwellenwerten
In dem Messgerät lassen sich laut des Herstellers kritische Schwellenwerte festlegen. Ein integrierter Alarm warnt vor zu starken Belastungen. Das Gerät ermittelt dabei nicht nur die Massenkonzentration der Partikel in der Luft, sondern gibt auch die Oberflächengröße an. Die Ermittlung richtet sich nach den Ablagerungskurven der ICRP für trachiobronchiale und alveoläre Zonen der Lunge. Ein Datenspeicher und die Möglichkeit, Messdaten mit einem Computer weiterzuverwenden, erleichtern das Monitoring der Partikel. Die messbaren Größen des »AeroTrak 9000« liegen dabei zwischen zehn und 1000 Nanometern (0,01 bis 1 µm).

Masken schützen die Atemwege
Eine weitere wichtige Rolle in Arbeitsbereichen, die nicht partikelfrei gehalten werden können, fällt dem passenden Atemschutz zu. Masken mit unterschiedlichen Schutzeinstufungen sichern auch im Fall von ultrafeinen Partikeln die Atemwege - jedoch nur bei richtiger Anwendung. »Fehler beim Anlegen der Maske, Nutzungseinschränkungen wie Frisuren oder Bärte minimieren die Schutzwirkung immens. Fehlende Schulungen bedeuten für Maskennutzer, der eigenen Einschätzung zu vertrauen - undichte Masken sind so oft die Folge«, sagt Suzanne Depiereux. Wichtig sei daher die Durchführung von Dichtsitzkontrolle an Atemschutzmasken.

Quelle: TSI


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