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Standards und Potenziale im Büro 2.0

»Präventionsarbeit im Büro hört nicht bei der Einhaltung sämtlicher Normen auf: Eine ansprechende Arbeitsumgebung motiviert die Mitarbeiter und beugt Stress und anderen psychischen Risikofaktoren vor«, sagt David Wiechmann, Leiter der European Office Academy in Heidelberg. Während der Arbeitsschutz Aktuell vom 19. bis 21. Oktober 2010 klärt Wiechmann Kongressteilnehmer unter anderem über die Wirkung von Licht, Farbe und Akustik in der Büroumgebung auf. Beim dreitägigen Präventionsforum aus Kongress und Fachmesse in Leipzig arbeiten die Fachleute heraus, dass die Büroarbeit heute zwar gewisse Standards erfüllt, aber noch genügend Verbesserungspotenziale mit Blick auf gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter birgt.

My Home-Office is my castle - die Büroarbeit hat sich so verändert, wie sich die Informations- und Kommunikationstechnologien entwickelten. Büroarbeit kann heute an vielen Orten erledigt werden, ob zu Hause oder anderswo außerhalb des Unternehmens. Weil auch Krise oder Personalabbau nicht vor dem Büro Halt machen, darf sich der Mitarbeiter Schwächen kaum leisten. Bei der rein am Ergebnis orientierten Projektarbeit spielt der Zeitfaktor eine untergeordnete Rolle. Arbeit im Büro 2.0 kann somit nicht nur beispielsweise aufgrund von einseitiger Belastung Auswirkungen auf den Stütz- und Bewegungsapparat haben, sondern über psychische Belastungen und verminderte Ausgleichszeiten psychosomatische Störungen und Erkrankungen nach sich ziehen. Diese haben in den vergangenen Jahren tatsächlich zugenommen und begründen gleichsam besonders lange Fehlzeiten. Diese Aspekte wird Andrea Fergen während des Kongresses der Arbeitsschutz Aktuell ansprechen. Sie leitet das Ressort Arbeits- und Gesundheitsschutz im Vorstand der IG Metall und berichtet über die Initiative »Gute Arbeit im Büro«.

Vor dem Bildschirm gestern und heute

Einen aussagekräftigen Vergleich der Bildschirmarbeit ab 1995 bis heute lässt sich mit dem interaktiven Bildschirm-Fragebogen (BiFra)-Verfahren anstellen. Das Wuppertaler ASER-Institut (www.institut-aser.de ) bietet diesen online unter der Rubrik »Praxis-Instrumente« an. Nach 15 Jahren des standardisierten Einsatzes mit rund 20.000 Bildschirmarbeitsanalysen in Unternehmen und Verwaltungen, von gewerblichen oder privaten Einzelnutzern liegen ausreichend Daten für eine Längsschnittstudie vor. Instituts-Mitarbeiter Andreas Schäfer: »Die meisten positiven Abweichungen beziehungsweise heutigen Verbesserungen lassen sich nicht zuletzt auf die vermehrte Verwendung von Flachbildschirmen zurückführen, die gegenüber Röhrenmonitoren weniger Platz brauchen, über ein flimmerfreies Bild sowie entspiegelte Oberflächen verfügen.« Die Frage nach der »geordneten Verlegung elektrischer Leitungen« werde dagegen teils schlechter beantwortet als vor etwa zehn Jahren. In Sachen »Kabelsalat« grüßen verschiedene USB-Geräte von externer Festplatte bis Pocket-PC, zudem Handys oder Digitalkameras. Schäfer wird weitere Ergebnisse auf der Arbeitsschutz Aktuell 2010 vorstellen.

»Es geht vielmehr um bewegtes Arbeiten«

In einem von insgesamt 17 Kongressblöcken referiert David Wiechmann unter der Überschrift »Kreative Gestaltung als Präventionsaufgabe«. Der Chefredakteur der Fachzeitschrift Mensch&Büro erklärt: »Eine ergonomische Grundausstattung bei Büromöbeln ist inzwischen Standard. Im Büro 2.0 geht es vielmehr um bewegtes Arbeiten: sitzen, stehen, gehen im Wechsel. Kreative Bürogestaltung kann diese gesundheitsfördernde Art der Büroarbeit durch geschickte Planung von informellen Kommunikationsinseln in der individuell richtigen Büroform und mit einer entsprechenden Ausstattung unterstützen.«

»Bewegt sitzen« und der erste echte Laborstuhl der Welt

Wenn es um diese ergonomischen Standards geht, liefern Aussteller der Arbeitsschutz Aktuell Innovationen: So erlaubt die patentierte ErgoTop-Technologie von Löffler »bewegtes Sitzen«. Bimos wiederum, Marktführer für Arbeitsstühle in Europa, hat mit dem "Labster" den ersten echten Labor-Arbeitsstuhl der Welt entwickelt.

Gesammelte Erkenntnisse und Eindrücke über das Büro 2.0 können die Besucher in der DNB-Lounge thematisieren und vertiefen. Das Deutsche Netzwerk Büro (DNB, INQA-Büro) hat sich die Förderung der Qualität von Büroarbeit zur Aufgabe gemacht. Vor allem die Gesundheit der Beschäftigten im Büro steht im Fokus, wenn die Zusammenarbeit im DNB innovative Gestaltungslösungen für die Büroarbeit umzusetzen hilft.

Online anmelden und Frühbucherrabatt sichern

Wer sich zum Kongress anmelden möchte, kann dies online unter www.arbeitsschutz-aktuell.de tun. Dort kann das Anmeldeformular auch heruntergeladen und per Fax (0721-9 31 33 799) zurückgesandt werden. Den ermäßigten Frühbucherpreis sichern sich alle, die sich bis 6. August 2010 zum Kongress anmelden.

HINTE Marketing & Media GmbH - http://www.arbeitsschutz-aktuell.de

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