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Richtiges Heben will gelernt sein!

In vielen Berufen gehört das Heben und Tragen schwerer Gegenstände oder Personen zur täglichen Routine. Rücken und Gelenke sind folglich permanenter Belastung ausgesetzt. Eine Überbeanspruchung lässt sich jedoch vermeiden, wenn Beschäftigte die Regeln für gesundheitsbewusstes Heben und Tragen beachten.


Schnell gehoben ist schnell verhoben


Mal eben das schwere Werkstück auf die Seite gehoben oder geschoben und schon ist es passiert: Ein messerscharfer Schmerz durchfährt den Rücken und geht sprichwörtlich durch »Mark und Bein« - ein typisches Warnsignal des Körpers dafür, dass die Muskulatur falsch beansprucht und belastet wurde. Belastet man den Rücken auf diese falsche Weise häufiger, drohen nachhaltige Schäden. Deshalb ist es gerade für Beschäftigte in Berufen wie beispielsweise Altenpfleger, Rettungssanitäter, Gärtner oder am Bau, im Handwerk und in der Produktion so wichtig, die Regeln für gesundheitsbewusstes Heben und Tragen zu beachten oder zu erlernen.

Regeln für gesundheitsbewusstes Heben und Tragen


Hilfsmittel einsetzen: Wer schwer heben muss, sollte Hilfsmittel einsetzen, wie beispielsweise Hebehilfen, Tragegurte oder Hubkarren, die einen großen Teil der Traglast übernehmen und den Körper gleichzeitig entlasten können.

Lieber mehrmals gehen: Oftmals wird die eigene Kraft überschätzt. Was sich vielleicht gerade noch anheben lässt, wird beim Tragen tonnenschwer. Wer eine aufteilbare Last zu tragen hat, beispielsweise mehrere Pakete, sollte lieber mehrmals gehen. Bewegung fördert außerdem die Gesundheit und Fitness.

Haltung bewahren. Das Wichtigste ist, auf die Körperhaltung zu achten. Beim Anheben eines schweren Gegenstandes gilt es: die Knie beugen, den Rücken möglichst gerade lassen, das Gesäß nach hinten schieben und langsam wieder aufrichten. Auf diese Weise übernimmt die Beinmuskulatur einen Teil der Last. Achtung! Beim Anheben nicht den Rumpf und somit die Wirbelsäule verdrehen. Was für das Aufheben gilt, das gilt auch für das Absetzen.

Auch beim Tragen kommt es auf die Haltung an. Wer eine schwere Last zu tragen hat, sollte eine so genannte stolze Brust machen und nicht ins Hohlkreuz fallen. Je weiter der Gegenstand vom Körper entfernt getragen wird, desto eher kommt es zur Fehlhaltung und -belastung - vor allem des Oberkörpers. Daher den Gegenstand immer nah am Körper halten.

Sport beugt Verletzungen vor!

Menschen, die regelmäßig Sport treiben und etwas für ihre Muskulatur tun, sind klar im Vorteil. Starke Muskeln schützen Knochen und Gelenke. Eine gut trainierte Rücken- und Bauchmuskulatur wirkt wie ein natürliches Korsett, das die Wirbelsäule vor Verschleiß und Verletzungen schützt. Auch Knieprobleme lassen sich durch regelmäßiges Krafttraining vermeiden.

Quelle/Text: DGUV, Redaktion arbeitssicherheit.de
Foto: © Peter Atkins - Fotolia.com

Rückenschmerzen: Lesen Sie auch »In drei Schritten zu mehr Entspannung« >>


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