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Homeoffice: (Nur) dann bietet das Arbeiten zu Hause Vorteile

Das Arbeiten am heimischen Schreibtisch kann gewisse Vorteile bieten.
Foto: © baranq - stock.adobe.com

Wer im Homeoffice arbeitet, kann von den Vorteilen der Telearbeit profitieren, aber nur unter einer Bedingung.

Vorteile der Telearbeit

Es gibt einige, gute Gründe für das Arbeiten von zu Hause: wegfallende lange Pendelzeiten, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexiblere Arbeitszeiten. Doch eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat ergeben, dass nur solche Beschäftigte von den Vorzügen des Homeoffice profitieren, die mit ihrem Arbeitgeber eine betriebliche Vereinbarung darüber geschlossen haben. Denn nur dann ist die Telearbeit ein Instrument, um die Work-Life-Balance zu verbessern und weite Arbeitswege (Pendeln) zu vermeiden. »Insgesamt zeigt sich, dass sich bei Beschäftigten mit betrieblich vereinbarter Telearbeit Ressourcen, wie beispielsweise selbstbestimmte Arbeitszeiten, Reduktion von Pendelzeiten oder soziale Unterstützung durch Kollegen, und Belastungen, wie Überstunden oder erweiterte Erreichbarkeit, die Waage halten», heißt es in dem Bericht zur Untersuchung.

Negative Auswirkung von Homeoffice

Bei den Beschäftigten, die gelegentlich von zu Hause aus arbeiten verkehrt sich der positive Effekt von Homeoffice oftmals ins Gegenteil um: Dann geht das ungeregelte Arbeiten von zu Hause häufig mit hoher Arbeitsbelastung und Überstunden einher. Laut der Untersuchung überwiegen in diesem Fall die belastenden Arbeitsanforderungen. Es zeigt sich beispielsweise eine durchschnittlich höhere Arbeitsintensität für Beschäftigte, die ohne Telearbeitsvereinbarung zumindest gelegentlich von daheim aus arbeiten. Die Folge sind ein verringertes Wohlbefinden und Beeinträchtigungen der Gesundheit.

Wenig Homeoffice in Deutschland

In Deutschland ist Homeoffice (noch) nicht sehr weit verbreitet: Über die Hälfte (60 Prozent) der abhängigen Beschäftigten hat keine Telearbeitsvereinbarung, möchte aber auch gar keine haben. Acht Prozent haben aufgrund der Beschaffenheit ihres Jobs gar nicht erst die Möglichkeit vom heimischen Tisch aus zu arbeiten. Bei 19 Prozent lässt der Arbeitgeber Telearbeit nicht zu. Lediglich 12 Prozent haben eine betriebliche Vereinbarung mit ihrem Arbeitgeber geschlossen. Insgesamt 31 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten gelegentlich ohne eine betriebliche Vereinbarung von zu Hause.

Quelle/Text: BAuA »BAuA-Arbeitszeitbefragung: Telearbeit in Deutschland«, Redaktion arbeitssicherheit.de

Telearbeit: Lesen Sie auch »Sturz auf dem Weg ins Home Office kein Wegeunfall« >>

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