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Europäische Woche informiert zum Thema „Gefährdungsbeurteilung“

Rund um Gefährdungsbeurteilungen informiert die „Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit" vom 19. bis 23. Oktober 2009. Sie ist Teil der zweijährigen Informationskampagne „Gesunde Arbeitsplätze" (2008 bis 2009) der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). In ganz Europa finden Konferenzen und Schulungen zu Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Unternehmensbesuche statt. Ein zur Europäischen Woche erschienener Bericht bietet Tipps zur Risikoprävention.

Durch Gefährdungsbeurteilungen ermitteln Unternehmen, welche Maßnahmen zum Arbeitsschutz für sie erforderlich sind. Laut Jukka Takala, Direktor der EU-OSHA, ist dies der Schlüssel für ein solides Sicherheits- und Gesundheitsmanagement: „Es gibt viele gute Beispiele von Unternehmen, selbst von kleinen, die regelmäßig und auf effiziente Weise Gefährdungsbeurteilungen durchführen. Aber es gibt immer noch eine Lücke, die wir mit unserer Kampagne zu schließen versuchen. Ich hoffe, dass die Fülle von Informationen, Materialien, Weblinks und Aktivitäten, die wir initiiert haben, zu der Erkenntnis beigetragen haben, dass die Gefährdungsbeurteilung der erste Schritt hin zu sicheren und gesunden Arbeitsplätzen ist." Aufgrund rechtlicher Verpflichtungen als auch aus praktischen Erwägungen müssten Gefährdungen am Arbeitsplatz beurteilt werden. Dafür empfehlenswert sei ein schrittweises Verfahren, dass die EU-OSHA unter http://osha.europa.eu/de/topics/riskassessment aufzeigt.

Zum ersten Mal hat die EU-OSHA europäische Partner dazu aufgerufen, sich an der zweijährigen Informationskampagne zur Gefährdungsbeurteilung aktiv zu beteiligen. Insgesamt 43 Unternehmen und Organisationen sind dem gefolgt und organisieren während der Europäischen Woche verschiedenste Aktivitäten und Veranstaltungen.

Kernstück der Europäischen Woche sind immer gemeinsam von der EU-OSHA und den Arbeitsschutz-Netzwerken der EU-Mitgliedsländer und weiterer europäischer Länder organisierte Aktivitäten. In Deutschland nahmen an der laufenden Informationskampagne besonders die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und die IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) mit Veranstaltungen zu unterschiedlichen Schwerpunkten teil. Hervorzuheben ist das von der BAuA in Abstimmung mit der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) entwickelte Internetportal www.gefaehrdungsbeurteilung.de. Es unterstützt Unternehmen bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung und erleichtert den Zugang zu relevanten Handlungshilfen.

Anlässlich der Europäischen Woche informiert der Bericht „Assessment, elimination and substantial reduction of occupational risks" über die Beseitigung und Kontrolle von Gefährdungen an Arbeitsplätzen. Er richtet sich an die Personen, die für die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen und die Entscheidungen über Präventivmaßnahmen verantwortlich sind. Enthalten sind 25 Fallstudien über Gefährdungen in verschiedenen Branchen. Die Studien behandeln Themen wie die Vorbeugung von Verletzungen mit Injektionsnadeln in Krankenhäusern bis hin zur Verringerung von Gefährdungen bei der manuellen Handhabung von Lasten in einer Werft. Dem Bericht zufolge lassen sich viele Gefährdungen vollständig vermeiden oder gar beseitigen. Als besonders wirkungsvoll erwies es sich, Gefährdungen direkt an der Quelle zu bekämpfen. Der vollständige Bericht ist zu finden unter http://osha.europa.eu/en/publications/reports/TEWE09001ENC/view

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