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Die nächste Generation - Arbeitsschutz in der Ausbildung

Als Präventionsforum für Sicherheit und Gesundheit lässt die Messe »Arbeitsschutz Aktuell 2010« vom 19. bis 21. Oktober in Leipzig erst gar keinen Generationenkonflikt entstehen.


Was Auszubildende erwarten, warum bereits in der Schule für Sicherheit und Gesundheit sensibilisiert werden soll und wieso lebenslanges Lernen der Fachkräfte wichtig ist, zeigen die Arbeitsschutzexperten bei der Kongress und Fachmesse unter dem Titel "Die nächste Generation - Arbeitsschutz in der Ausbildung". Indem Andreas Krewerth beispielsweise zentrale Ergebnisse der Studie "Ausbildung aus der Sicht der Auszubildenden" vorstellt, versetzt der Wissenschaftliche Mitarbeiter am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Ausbildungsverantwortliche in die Lage, die eigene Ausbildungspraxis zu hinterfragen. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, der einen vermehrten Wettbewerb der Betriebe um weniger werdende Schulabsolventen in Aussicht stellt, bietet sich ein solcher Perspektivwechsel an.

BIBB-Studie zeigt was Auszubildende wollen

Auf welche Ausbildungsbedingungen legen Auszubildende Wert, inwiefern wurden ihre Erwartungen erfüllt, mit welchen Problemen sehen sie sich konfrontiert und wie gehen die Auszubildenden damit um? Die repräsentative BIBB-Studie "Ausbildung aus der Sicht der Auszubildenden" gibt Antworten. Im ersten Halbjahr 2008 wurden dabei rund 6.000 Auszubildende aus dem zweiten Ausbildungsjahr in 15, stark besetzten dualen Ausbildungsberufen befragt. "Während der nachwachsenden Generation oft mangelnde Leistungsbereitschaft vorgeworfen wird, schätzen Auszubildende dies anders ein. Ihnen ist es sogar besonders wichtig, bereits in der Ausbildung 'echte Arbeit' für die Betriebe zu leisten", sagt Krewerth. Wie der Leiter des BIBB-Forschungsprojekts erklärt, schreckten die Jugendlichen dafür auch nicht vor Überstunden, Verantwortung oder Aufgaben, die nicht unmittelbar zur Ausbildung gehören, zurück. Gleichwohl sei die hohe Leistungsbereitschaft an eine Bedingung geknüpft: "Die Auszubildenden möchten für ihre Leistungen in den Betrieben anerkannt und von qualifizierten Ausbildern betreut werden", sagt Krewerth. Der BIBB-Experte: "Wenn Betriebe ein solch gutes soziales Arbeitsumfeld bieten, können sie mit hohem Engagement der Auszubildenden rechnen. Wenn nicht, werden sie Probleme haben, die angesichts des demographischen Wandels weniger werdenden Schulabsolventen für sich zu gewinnen."

Das "andere" GDA-Arbeitsprogramm

Unter den Projekten der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) findet sich eines, das sich nicht mit der Arbeitswelt beschäftigt. Dr.-Ing. Klaus Zweiling, Fachbereichsleiter Prävention der Unfallkasse Thüringen, stellt das "andere" Arbeitsprogramm während der Arbeitsschutz Aktuell 2010 vor, das das konkrete übergeordnete GDA-Ziel, die Verringerung von Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen, über eine Sensibilisierung an allgemeinbildenden Schulen verfolgt. Die besondere Entwicklungsphase im Schulalter, in der Verhaltensweisen noch ausgeprägt und gebildet werden, soll ausgenutzt werden. Bei Schülern sind die Erfolgschancen, sie mit Kompetenzen für Sicherheit und Gesundheitsschutz auszustatten, größer als bei Erwachsenen.

Lebenslanges Lernen

Den Nachwuchs der Fachkräfte im Arbeitsschutz hat Dr. Arno Weber, Vorstand des Ressorts Aus- und Weiterbildung des Verbands Deutscher Sicherheitsingenieure (VDSI), im Blick. Er macht sich in seinem Kongressbeitrag "Lebenslanges Lernen - Grundausbildung und Fortbildung im Einklang" für die Einbindung neuer Erkenntnisse und Herausforderungen in die Grundausbildung stark. Zudem sei es wichtig, die Sensibilität und die Eigenverantwortung der angehenden Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu stärken, selbst aktiv die eigene Weiterbildung im späteren Berufsleben bis zum letzten Arbeitstag zu betreiben und einzufordern. Schließlich befinde sich der Arbeitsschutz in stetigem Wandel und bedinge veränderte Rollenverständnisse.

Infos rund um Anreise und Anmeldung

Informationen zu günstigen Bahnverbindungen und Anmeldeformalitäten sowie das Programm finden Interessierte unter www.arbeitsschutz-aktuell.de. Den ermäßigten Frühbucherpreis sichern sich alle, die sich noch bis 6. August 2010 zum Kongress anmelden.

Foto + Quelle: www-arbeitsschutz-aktuell.de

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