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Corona: Wie der Beruf das Infektionsrisiko beeinflusst

Inwiefern hängen Beruf und Infektionshäufigkeit zusammen?
Foto: © Yakobchuk Olena - stock.adobe.com

Besteht für manche Berufsgruppen ein höheres Infektionsrisiko als für andere? Inwiefern hängen Beruf und Infektionshäufigkeit zusammen? Mit diesen Fragen hat sich ein Bericht befasst.

Neben dem öffentlichen Leben hat die Corona-Pandemie auch die Arbeitswelt beeinflusst. Im Sinne des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist es von Bedeutung, mehr darüber zu erfahren, für welche Berufsgruppen es verstärkt Schutzmaßnahmen braucht. Diesen Sachverhalt hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf Basis einer Analyse des Infektionsrisikos verschiedener Berufsgruppen in der ersten Welle der Pandemie auf Grundlage der NAKO Gesundheitsstudie untersucht. Ergebnisse liefert der Kompaktbericht »Berufsbezogenes Risiko einer SARS-CoV-2-Infektion in der ersten Welle der COVID-19-Pandemie«.

Wie hoch das Risiko einer Corona-Infektion in verschiedenen Berufsgruppen- und –bereichen ist, wurde für den Zeitraum von Februar bis August 2020 ausgewertet. Die Experten analysierten Daten von mehr als 100.000 erwerbstätigen Studienteilnehmenden. Zur Bestimmung berufsbezogener Unterschiede wurden die Berufsangaben der Beschäftigten in die »Klassifikation der Berufe KldB 2010« und die »International Standard Classification of Occupations ISCO-08« überführt. 

Demnach zeigen sich im Vergleich der fünf Berufssektoren nach der KldB 2010 bei Beschäftigten in Berufen der personenbezogenen Dienstleistungen die höchsten Infektionszahlen. Danach folgen Angestellte in kaufmännischen Jobs. Die Infektionszahlen in Produktionsberufen waren am geringsten. Im Bereich der 14 Berufssegmente waren von einer SARS-CoV-2-Infektion am häufigsten Beschäftigte in medizinischen und nicht-medizinischen Gesundheitsberufen betroffen, ebenso in Berufen des Land-, Forst- und Gartenbaus sowie in Sicherheitsberufen. Die wenigsten Infektionen hat es bei Beschäftigten in fertigungstechnischen Berufen gegeben. Außerdem ergab die Analyse: Für Arbeitnehmer in systemrelevanten Branchen und Berufen in der Altenpflege sowie der Human- und Zahnmedizin war das Infektionsrisiko in der ersten Welle der Pandemie viermal so hoch als bei Beschäftigten in nicht systemrelevanten Berufen.

Quelle/Text: BAuA / Redaktion arbeitssicherheit.de (SL)

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