DGUV Regel 115-005 - Überfallprävention in Kassen und Zahlstellen der öffentlich...

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Abschnitt 2.1, 2 Grundpflichten 2.1 Allgemeine Grundsätze
Abschnitt 2.1
Überfallprävention in Kassen und Zahlstellen der öffentlichen Hand zur Konkretisierung der DGUV Vorschrift 25 "Überfallprävention" (DGUV Regel 115-005)
Titel: Überfallprävention in Kassen und Zahlstellen der öffentlichen Hand zur Konkretisierung der DGUV Vorschrift 25 "Überfallprävention" (DGUV Regel 115-005)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 115-005
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.1 – 2 Grundpflichten
2.1 Allgemeine Grundsätze

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   § 3 Allgemeine Grundsätze
  (1) Der Unternehmer hat zum Schutz der Versicherten den Umgang mit Bargeld oder sonstigen Zahlungsmitteln oder Zugriff auf Wertsachen so zu gestalten, dass der Anreiz zu Überfällen nachhaltig verringert wird.
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Grundsätzlich ist durch den Umgang mit Bargeld oder sonstigen Zahlungsmitteln ein Anreiz zu Überfällen gegeben.

Der Anreiz zu Überfällen wird maßgeblich beeinflusst durch:

  • die Höhe der zu erwartenden Beutesumme

  • die Art und Weise der Sicherung der Bargeldbestände

  • die Anzahl der anwesenden und von Täterinnen bzw. Tätern erkennbaren Versicherten und weiteren Personen

  • die Wahrscheinlichkeit festgenommen zu werden

Zur Gestaltung des Umgangs mit Bargeld gehören:

  • die Einrichtung der Betriebsstätten und der betroffenen Arbeitsplätze

  • die Auswahl und Bereitstellung von Arbeits- und Betriebsmitteln

  • die Planung und Organisation von Tätigkeiten und Arbeitsabläufen

Ein Anreizabbau erfolgt auch durch das sicherheitsgerechte Verhalten der Versicherten.

Hinweis:

Anreiz zu Überfällen kann auch von sonstigen Werten, wie z. B. Blanko-Ausweisdokumenten, Waffen oder Dienstsiegeln, ausgehen.

string string DGUV Vorschrift 25 string
   § 3 Allgemeine Grundsätze
  (2) Kommt es dennoch zu einem Überfall, hat der Schutz von Leben und Gesundheit Vorrang vor dem Schutz von Werten.
string

Da trotz aller Maßnahmen zum Anreizabbau ein Überfall nicht auszuschließen ist, hat der Unternehmer bzw. die Unternehmerin dafür zu sorgen, dass die Versicherten wissen, wie sie sich vor, während und nach einem Überfall verhalten sollten.

Der Unternehmer bzw. die Unternehmerin darf die Versicherten nicht verpflichten, sich zum Schutz der Werte in Gefahr zu bringen.