DGUV Information 209-091 - Führen von Kranen Innerbetrieblicher Transport mit Kr...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 5.1, 5 Fahrverhalten des Krans 5.1 Allgemeines
Abschnitt 5.1
Führen von Kranen Innerbetrieblicher Transport mit Kranen in Hüttenwerken, Walzwerken und Gießereien (DGUV Information 209-091)
Titel: Führen von Kranen Innerbetrieblicher Transport mit Kranen in Hüttenwerken, Walzwerken und Gießereien (DGUV Information 209-091)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-091
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5 Fahrverhalten des Krans
5.1 Allgemeines

Ausrüstung und bauliche Ausführung des Krans können spezielle Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben.

5.1.1 Frequenzumrichtergesteuerte Krane

Diese Krane zeichnen sich durch ein sehr gutes Fahrverhalten aus. Ein sanftes Anfahren und Abbremsen des Krans ist möglich. Die Konstruktion wird geschont und ein Feinpositionieren des Krans ermöglicht.

Beim Bedienen von frequenzumrichtergesteuerten Kranen ist eine intensivere Unterweisung und eine längere Einarbeitungszeit erforderlich. Kranführerinnen und Kranführer müssen sich bei Frequenzumrichtersteuerung an ein deutlich anderes Ansprech- und Bremsverhalten der Antriebe gewöhnen.

5.1.2 Flurgesteuerte Krane

Bei flurgesteuerten Kranen übernehmen Kranführer und Kranführerinnen meist auch das Anschlagen. Siehe hierzu auch DGUV Information 209-012 "Kranführer" und DGUV Information 209-013 "Anschläger".

5.1.2.1 Mitgängersteuerung

Bei flurbedienten Kranen mit einer kabelgebundenen Mitgängersteuerung (Steuerflasche), bei denen die Kranführerin oder der Kranführer mitgehen muss und die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, darf die Nenngeschwindigkeit (z. B. für die Kranfahrt) nicht mehr als 63 m/min betragen.

5.1.2.2 Funkgesteuerte Krane

Für funkgesteuerte (kabellose) Krane wird eine Nenngeschwindigkeit (z. B. für die Kranfahrt) von 80 m/min als Obergrenze empfohlen.

Kranführer und Kranführerinnen sind nicht an einen festen Abstand zum Kran oder zur Last gebunden und können somit den Kran aus sicherem Abstand bedienen. Die Funksteuerung lässt zu, dass sie dem Kran in einer angemessenen, sicheren Entfernung folgen und ihn dabei steuern.

5.1.3 Kabinengesteuerte Krane

Bei kabinengesteuerten Kranen ist die Nenngeschwindigkeit (für z. B. die Kranfahrt) nicht begrenzt.

Beim Fahren des Krans aus der Kabine ist die Person, die den Kran führt, körperlich mit dem Kran verbunden. Sie "fühlt" den Kran und kann so schneller auf Ungewöhnliches reagieren.