DGUV Information 213-583 - Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von ...

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Abschnitt 6, 6 Bemerkungen
Abschnitt 6
Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-583)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-583)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-583
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6 – 6 Bemerkungen

Das vorliegende Verfahren beruht auf den beiden OSHA-Methoden 73 (Toluidine) und 93 (Naphthylamine, 4-Aminobiphenyl), die jedoch keinen internen Standard vorsehen, siehe [5] und [6].

Aus Arbeitsschutzgründen empfiehlt es sich, insbesondere die krebserzeugenden, keimzellmutagenen oder reproduktionstoxischen Stoffe (KMR-Stoffe) nicht einzuwiegen, sondern in Form von käuflichen Stammlösungen (meist in Mischungen mit anderen Aminen) einzusetzen.

Eine höhere Luftfeuchte (75 % relative Feuchte) führte insbesondere bei geringeren Konzentrationen der Amine zu deutlich verbesserten Wiederfindungen; dies trifft vor allen Dingen auf die beiden Naphthylamine zu.

Als Trennsäule kann auch eine übliche 5 % Phenyl/95 % Methylpolysiloxan-Phase verwendet werden; dabei eluieren allerdings die Derivate des 2-Aminobiphenyls und 1-Naphthylamins in umgekehrter Reihenfolge.

Ein Teil der aromatischen Amine (Toluidine, 1-Naphthylamin) ist lichtempfindlich, daher empfiehlt sich das Arbeiten mit Braunglas-Gefäßen sowie eine Lagerung im Dunkeln.

Der Einsatz des GSP-Systems ergab eine deutliche Verschlechterung der Wiederfindungsraten gegenüber der Verwendung von Polystyrol-Kassetten, insbesondere bei den KMR-Stoffen 2-Naphthylamin und 4-Aminobiphenyl. Auch die Lagerung der Filter in den GSP-Kapseln erwies sich als ungeeignet. Zudem kann bei höheren Amin-Konzentrationen (größer 0,1 mg/m3) ein Durchbruch nicht ausgeschlossen werden.