DGUV Information 213-583 - Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von ...

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Abschnitt 5.1, 5 Beurteilung des Verfahrens 5.1 Präzision un...
Abschnitt 5.1
Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-583)
Titel: Verfahren zur Bestimmung von aromatischen Aminen Von den Unfallversicherungsträgern anerkannte Messverfahren zur Feststellung der Konzentrationen krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe in der Luft in Arbeitsbereichen (DGUV Information 213-583)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-583
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5 Beurteilung des Verfahrens
5.1 Präzision und Wiederfindung

Die Präzision im Mindestmessbereich nach DIN EN 482 [1] sowie die Wiederfindung wurden für drei Konzentrationen bestimmt. Die Validierlösungen wurden entsprechend den Angaben in Tabelle 5 hergestellt:

Validierlösungen 1 - 3:Lösungen von 2,5 mg/l, 20 mg/l und 240 mg/l Amin in Toluol
 In jeweils einen braunen 5-ml-Messkolben wurden
 je 6,25 μl der vier Stammlösungen 1 und 6,25 μl Amin-Mix (Validierlösung 1) bzw.
 je 50 μl der vier Stammlösungen 1 und 50 μl Amin-Mix (Validierlösung 2) bzw.
 je 600 μl der vier Stammlösungen 1 und 600 μl Amin-Mix (Validierlösung 3)
 gegeben, mit Toluol bis zur Marke aufgefüllt und umgeschüttelt.

Mit einer Mikroliterspritze wurden jeweils 50 μl der Validierlösungen auf den oberen, imprägnierten Glasfaserfilter der Polystyrol-Kassette dotiert. Nach einer Wartezeit von einer Stunde wurde für 120 Minuten bei einer Umgebungstemperatur von 22 C und einer Luftfeuchte von ca. 55 % Laborluft durch die Probenträger mit einem Volumenstrom von 1 l/min gesaugt. Die Aufarbeitung, Derivatisierung und analytische Bestimmung erfolgte wie in Abschnitt 3 beschrieben.

Als Referenz dienten 1-ml-Aliquote der mit Desorptionslösung 1 : 40 verdünnten Validierlösungen, die nach Abschnitt 3.1 entsprechend den Kalibrierlösungen derivatisiert und mit Pufferlösung gereinigt wurden.

Die eingesetzten Massen entsprachen für 120 l Probeluftvolumen den angegebenen Validierkonzentrationen (siehe Tabelle 5).

Tabelle 5:
Konzentrationen der Amine bei der Validierung

Substanzdotierte MasseValidierkonzentration
c1
[µg]
c2
[µg]
c3
[µg]
c1
[µg/m3]
c2
[µg/m3]
c3
[µg/m3]
o-Toluidin0,1251,012,01,048,33100
m-Toluidin0,1251,012,01,048,33100
p-Toluidin0,1251,012,01,048,33100
1-Naphthylamin0,1251,012,01,048,33100
2-Naphthylamin0,1251,012,01,048,33100
2-Aminobiphenyl0,1251,012,01,048,33100
3-Aminobiphenyl0,1251,012,01,048,33100
4-Aminobiphenyl0,1251,012,01,048,33100

Bei jeweils mindestens sechsfacher Durchführung der beschriebenen Vorgehensweise ergaben sich die in Tabelle 6 aufgeführten Wiederfindungen (Quotient aus der Filterbelegung nach dem Saugvorgang und der Referenz) und relativen Standardabweichungen.

Auch bei der höchsten Validierkonzentration betrugen die Amin-Massen auf dem nachgeschalteten Filter weniger als 1 %, bezogen auf die Gesamtmasse eines Amins.

Tabelle 6:
Präzision und Wiederfindungen bei der Validierung der Amine

SubstanzWiederfindungRelative Standardabweichung [%]
 c1c2c3c1c2c3
o-Toluidin0,880,850,920,884,03,53,73,7
m-Toluidin0,900,870,920,904,43,43,63,8
p-Toluidin0,870,850,910,874,53,53,83,9
1-Naphthylamin(0,06)(0,49)0,89Trend(24,9)(12,7)3,6-
2-Naphthylamin0,750,890,94Trend3,92,23,83,3
2-Aminobiphenyl0,990,910,950,953,02,24,03,1
3-Aminobiphenyl0,930,900,930,922,62,14,12,9
4-Aminobiphenyl0,880,890,950,912,02,04,02,7

Die Daten weisen bei den Naphthylaminen auf eine Konzentrationsabhängigkeit der Wiederfindungen hin. Während im Allgemeinen zur Berechnung der Analysenergebnisse in Formel (1) der Durchschnittswert der Wiederfindung eingesetzt werden kann, ist letztere bei 2-Naphthylamin von der Höhe des Messwertes abhängig. 1-Naphthylamin kann mit diesem Verfahren erst ab 100 μg/m3 bestimmt werden, was einem Zehntel seines aktuellen Arbeitsplatzgrenzwertes entspricht [7].