DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)

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DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben
DGUV Information 209-022 - Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Titel: Hautschutz in Metallbetrieben (bisher: BGI 658)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-022
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Hautschutz in Metallbetrieben
(bisher: BGI 658)

Vereinigung der Metall-Berufsgenossenschaften

Stand der Vorschrift: Ausgabe 2008

Vorwort

Hauterkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen an Arbeitsplätzen in Metallbetrieben. Für die Betroffenen kann dies neben gesundheitlichen Problemen die Aufgabe des erlernten Berufes, den Verlust des Arbeitsplatzes und damit finanzielle und soziale Benachteiligungen bedeuten. Um Hauterkrankungen zu verhindern, müssen Hautgefährdungen ermittelt und beurteilt werden. Danach sind Schutzmaßnahmen festzulegen, umzusetzen und auf ihre Wirksamkeit zu prüfen.

Dieses Heft soll den für den Gesundheitsschutz zuständigen Personen, wie dem Unternehmer, dem Betriebsrat, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt bis hin zum Sicherheitsbeauftragten, diese Aufgabe erleichtern. Auch die Mitarbeiter in den Betrieben finden hier wichtige Informationen zum Schutz ihrer Haut.

Jeder Mitarbeiter ist besonders gefährdet, wenn er

  • im feuchten Milieu arbeitet oder mit feuchten Teilen in Berührung kommt,

  • mit Lösemitteln oder Kühlschmierstoffen arbeitet,

  • stark scheuernde oder lösemittelhaltige Reinigungsmittel verwendet,

  • häufig mit scharfkantigen Teilen oder Metallspänen umgeht,

  • häufig dieselben Hautpartien belastet, z.B. durch sich ständig wiederholende Handgriffe,

  • Kälte und Hitze ausgesetzt ist,

  • eine empfindliche Haut besitzt.

Die Schwerpunkte im Metallbereich verdeutlicht Bild 1.

Bild 1: Auslöser von Hauterkrankungen mit bestätigtem BK-Verdacht

Hauterkrankungen entstehen erfahrungsgemäß über einen längeren Zeitraum. Erste Anzeichen hierfür sind trockene und raue Haut, Rötungen und Juckreiz. In solchen Fällen ist der Vorgesetzte zu informieren und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen (Betriebsarzt, Hautarzt).

Es ist dann die Aufgabe des Vorgesetzten, zusammen mit dem Betriebsarzt und der Fachkraft für Arbeitssicherheit, eine Beurteilung der am Arbeitsplatz auftretenden Hautbelastungen durchzuführen.

Nur durch rechtzeitige, umfassende Maßnahmen können die Beschäftigten wirksam vor der Entstehung von Hauterkrankungen geschützt werden.

Redaktionelle InhaltsübersichtAbschnitt
  
Die menschliche Haut1
Aufbau und Funktion1.1
Berufsbedingte Hautkrankheiten2
Ekzemformen2.1
Atopie der Haut2.2
Hautprobleme im Fußbereich2.3
Feststellung berufsbedingter Hauterkrankungen2.4
Informationsermittlung und Gefährdungsbeurteilung3
Schutzmaßnahmen 4
Substitution4.1
Technische Schutzmaßnahmen4.2
Organisatorische Schutzmaßnahmen und Arbeitshygiene4.3
Persönliche Schutzmaßnahmen4.4
Arbeitsmedizinische Vorsorge5
Hautgefährdung und Maßnahmen nach Arbeitsbereichen und Stoffen 6
Allgemeiner Teil6.1
Spezieller Teil6.2