DGUV Information 209-015 - Instandhaltung – sicher und praxisgerecht durchführen...

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Abschnitt 6.5, 6.5 Gefährdungen durch den elektrischen Strom...
Abschnitt 6.5
Instandhaltung – sicher und praxisgerecht durchführen (DGUV Information 209-015)
Titel: Instandhaltung – sicher und praxisgerecht durchführen (DGUV Information 209-015)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 209-015
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.5 – 6.5 Gefährdungen durch den elektrischen Strom beim Elektroschweißen

Zum Zünden des Lichtbogens wird eine besonders hohe Leerlaufspannung benötigt, durch die auch das Personal beim Schweißen gefährdet werden kann.

Um eine Durchströmung der schweißenden Personen zu verhindern, müssen folgende Anforderungen erfüllt sein:

  • Elektrodenwechsel bei abgeschaltetem Schweißgerät.

  • Trockene und saubere Schutzkleidung verwenden.

  • Trockene und saubere Lederhandschuhe verwenden.

  • Elektrodenhalter nicht unter den Arm klemmen.

  • Isolierende Schutzmatten liegen zwischen Werkstück und schweißender Person.

Um eine Beschädigung des Schweißgeräts oder der ortsfesten elektrischen Anlage zu verhindern, darf der Schweißstrom nur über die Schweißstromrückleitung zurückfließen. Ein Schweißstromfluss über das Schutzleitersystem durch vagabundierende Ströme kann nur durch konsequentes Umsetzen folgender Maßnahmen verhindert werden:

  • Stabelektrodenhalter immer isoliert ablegen (siehe Abb. 6-4).

  • Für eine funktionsfähige Schweißstromrückleitung sorgen.

  • Anbringen der Schweißstromrückleitung direkt am Werkstück.

  • Schweißtisch möglichst isoliert aufstellen.

  • Nichtleitende Tragmittel benutzen, wenn das Werkstück an einem Kran aufgehängt wird.

Da beim Schweißen die oben genannten Anforderungen häufig nicht konsequent umgesetzt werden, sollten in diesen Bereichen die Prüfabstände für die Durchgängigkeit des Schutzleitersystems verkürzt werden.

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Abb. 6-4 Stabelektrodenhalter immer isoliert ablegen