DGUV Regel 109-002 - Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR...

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Abschnitt 3.7, 3.7 Prüfung
Abschnitt 3.7
Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR 121)
Titel: Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR 121)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 3.7 – 3.7 Prüfung

3.7.1

Lufttechnische Anlagen müssen vor Arbeitsbeginn auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden.

3.7.2

Lufttechnische Anlagen müssen

  1. 1.

    vor der ersten Inbetriebnahme auf ordnungsgemäße Installation, Funktion und Aufstellung,

  2. 2.

    in regelmäßigen Zeitabständen, mindestens jedoch einmal jährlich,

    und

  3. 3.

    nach wesentlichen Änderungen

durch eine befähigte Person nach Betriebssicherheitsverordnung (bisher Sachkundiger) geprüft werden. Die Ergebnisse der Prüfungen sind in ein Prüfbuch oder einen Prüfbericht einzutragen.

Siehe auch §§ 3 und 10 Betriebssicherheitsverordnung.

Zur Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme (Abnahmeprüfung) gehören Vollständigkeits- und Funktionsprüfung sowie eine Funktionsmessung nach der VDI 2079 "Abnahmeprüfung an Raumlufttechnischen Anlagen".

Zur Prüfung in regelmäßigen Zeitabständen gehört neben der Überprüfung der einzelnen Anlagenteile nach VDMA 24176 "Inspektion von lufttechnischen und anderen technischen Ausrüstungen in Gebäuden" auch die Funktionsmessung.

Wesentliche Änderungen sind z.B.

  • Austausch nicht gleichartiger Anlagenteile,

  • Veränderungen von Luftöffnungen, Erfassungselementen und Leitungsführungen,

  • Erweiterung oder Verkleinerung einer Anlage.

Wird an CE-gekennzeichneten Anlagen eine wesentliche Änderung vorgenommen, die nicht durch die in der Bedienungsanleitung des Herstellers festgelegten bestimmungsgemäßen Verwendung abgedeckt ist und insoweit eine neue Anlage mit neuen Anwendungsbereichen und -grenzen entsteht, ergeben sich für den Unternehmer Pflichten aus § 3 Abs. 3 der Maschinenverordnung.

Sachkundiger ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Anlagen zur Arbeitsplatzlüftung hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, dass er den arbeitssicheren Zustand von Anlagen zur Arbeitsplatzlüftung beurteilen kann.

Als Sachkundige können z.B. eigene Mitarbeiter oder Mitarbeiter der Anlagenhersteller in Betracht kommen.