DGUV Regel 109-002 - Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR...

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Abschnitt 2, 2 Begriffsbestimmungen
Abschnitt 2
Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR 121)
Titel: Arbeitsplatzlüftung - Lufttechnische Maßnahmen (bisher: BGR 121)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 109-002
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2 – 2 Begriffsbestimmungen

Im Sinne dieser BG-Regel werden folgende Begriffe bestimmt:

  1. 1.

    Arbeitsplatzlüftung ist ein Austausch von verunreinigter Luft gegen saubere Luft, durch

    • freie Lüftung (siehe auch Nummer 4),

    • maschinelle Lüftung (siehe auch Nummer 5).

    Die "maschinelle Lüftung" wird im Zusammenhang mit lufttechnischen Anlagen auch als "technische Lüftung" bezeichnet; siehe Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 5 "Lüftung".

  2. 2.

    Luftverunreinigungen sind unerwünschte Beimengungen von Gasen, Dämpfen und Schwebstoffen, z.B. Nebel, Aerosole, Stäube, Rauche, in der Luft normaler Zusammensetzung. Besonders zu beachten sind hierbei Gefahrstoffe gemäß § 4 Gefahrstoffverordnung.

    Rauche sind durch chemische oder thermische Prozesse entstandene Feststoffteilchen. Sie werden im Allgemeinen zu den Stäuben gezählt.

  3. 3.

    Explosionsfähige Atmosphäre ist ein explosionsfähiges Gemisch von Gasen, Dämpfen, Nebeln und/oder Stäuben mit Luft einschließlich üblicher Beimengungen (z.B. Feuchte) unter atmosphärischen Bedingungen.

  4. 4.

    Freie Lüftung ist der Luftaustausch von Raumluft gegen Außenluft durch Druckunterschiede (ΔP) infolge Wind oder Temperaturdifferenzen mit Hilfe von Zu- und Abluftöffnungen im Raum (siehe Bild 1).

    Bild 1: Prinzip der freien Lüftung

  5. 5.

    Maschinelle Lüftung ist der Luftaustausch mit Förderung der Luft durch Strömungsmaschinen.

    Arten der maschinellen Lüftung sind:

    • Absaugung - örtliche maschinelle Luftabführung,

    • Raumlufttechnische Anlage - maschinelle Luftförderung zur Erfüllung einer raumluft-technischen Aufgabe.

    Strömungsmaschinen sind z.B. Ventilatoren, Gebläse.

    Bild 2: Prinzip der maschinellen Lüftung (Beispiel)

  6. 6.

    Abluft ist die aus dem Raum abgeführte Luft.

  7. 7.

    Außenluft ist die gesamte aus dem Freien angesaugte Luft.

  8. 8.

    Fortluft ist die ins Freie abgeführte Luft.

  9. 9.

    Zuluft ist die gesamte dem Raum zuströmende Luft.

  10. 10.

    Reinluftrückführung ist die Rückführung der durch Absaugung erfassten und in Abscheidern gereinigten Luft (Reinluft) in den Arbeitsraum.

  11. 11.

    Reinluftfortführung ist die durch Absaugung erfasste, in Abscheidern gereinigte und ins Freie abgeführte Luft.

  12. 12.

    Umluft ist die Abluft, die in einer raumlufttechnischen Anlage als Zuluft wiederverwendet wird.

  13. 13.

    Luftvolumenstrom   ist die Luftmenge, die pro Zeiteinheit gefördert wird (m3/h, m3/s, l/s).

  14. 14.

    Erfassung der Luftverunreinigungen ist das unmittelbare Absaugen der Luftverunreinigungen an der Entstehungs- oder Austrittsstelle (Emissionsquelle) mit Hilfe von Erfassungseinrichtungen und einem Luftstrom.

    Hinsichtlich der Gestaltung von Erfassungseinrichtungen siehe Anhang 1.

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