Technische Regeln für Gefahrstoffe Mineralischer Staub (TRGS 559) Bundesrecht

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Abschnitt 1 TRGS 559, Anwendungsbereich
Abschnitt 1 TRGS 559
Technische Regeln für Gefahrstoffe Mineralischer Staub (TRGS 559)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln für Gefahrstoffe Mineralischer Staub (TRGS 559)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRGS 559
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Verwaltungsvorschrift

Abschnitt 1 TRGS 559 – Anwendungsbereich

(1) Diese TRGS gilt zum Schutz von Beschäftigten und anderer Personen bei Tätigkeiten, bei denen mineralischer Staub auftreten kann.

(2) Diese TRGS gilt nicht für Tätigkeiten mit Asbest oder anderen mineralischen Faserstäuben. Für Tätigkeiten mit Asbest gilt die TRGS 519 "Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten". Für Tätigkeiten mit anderen Faserstäuben gilt die TRGS 521 "Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineral wolle". Für Tätigkeiten mit asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und Erzeugnissen gilt die TRGS 517 "Tätigkeiten mit potenziell asbesthaltigen mineralischen Rohstoffen und daraus hergestellten Zubereitungen und Erzeugnissen". Sie gilt ferner nicht in Betrieben des untertägigen Bergbaus, die dem Bergrecht unterliegen.

(3) Diese TRGS enthält besondere Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit mineralischem Staub. Sie konkretisiert die allgemeinen Anforderungen zum Schutz der Beschäftigten und anderer Personen nach der Gefahrstoffverordnung und insbesondere des Anhangs III Nr. 2.3 "Ergänzende Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten mit Exposition gegenüber einatembaren Stäuben".

(4) Tätigkeiten oder Verfahren, bei denen Beschäftigte alveolengängigen Stäuben aus kristallinem Siliciumdioxid in Form von Quarz und Cristobalit ausgesetzt sind, gelten nach TRGS 906 "Verzeichnis krebserzeugender Tätigkeiten oder Verfahren nach § 3 Abs. 2 Nr. 3 GefStoffV" als krebserzeugend.

(5) Auch bei Unterschreitung der in Anlage 1 beschriebenen Expositionswertebereiche für alveolengängigen Quarzstaub am Arbeitsplatz kann nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Kenntnisse nicht ausgeschlossen werden, dass noch ein Krebsrisiko besteht. Weitergehende Maßnahmen zur Minimierung der Quarzfeinstaubexposition sind daher anzustreben.