DGUV Information 213-736 - Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversiche...

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Abschnitt 4.2, 4.2 Absauganlage mit Elektroabscheider und Rü...
Abschnitt 4.2
Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Fräsen von Asphaltbelägen mit BOMAG-Straßenfräsen mit Elektroabscheider (DGUV Information 213-736)
Titel: Empfehlungen Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (EGU) nach der Gefahrstoffverordnung Fräsen von Asphaltbelägen mit BOMAG-Straßenfräsen mit Elektroabscheider (DGUV Information 213-736)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 213-736
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 4.2 – 4.2 Absauganlage mit Elektroabscheider und Rückführung

Der von der BOMAG GmbH entwickelte Elektroabscheider (Ion Dust Shield) erweitert das beschriebene System um einen Abscheider. Das System arbeitet in drei Stufen (siehe Abb. 1):

  1. 1.

    In der ersten Stufe wird der entstehende Frässtaub gemäß dem Stand der Technik aus dem Fräskasten abgesaugt. Dazu erzeugt ein hydraulisch angetriebener Ventilator (Pos. 1) einen Unterdruck im Fräskasten (Pos. 2). Über einen Staubkanal und einen Schlauch DN 175 (Pos. 3) wird der Staub mit einer Leistung von 3500 - 5000 m3/h abgesaugt.

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Abb. 1
Schematische Darstellung einer BOMAG-Straßenfräse mit Elektroabscheider.

  1. 2.

    Der Ventilator sitzt unmittelbar auf dem Gehäuse des Elektroabscheiders. Der abgesaugte Staub wird rechtwinklig zur Hauptströmungsrichtung (ist gleich der Fahrtrichtung) in das Abscheidergehäuse (Pos. 4) geleitet. Der Elektroabscheider basiert auf dem Prinzip der positiven Ionisierung. Das Abscheidergehäuse besteht aus zwei Kammern in der jeweils zwei Elektroden gespannt sind. Ihre spezielle Form und die Hochspannung, ionisieren die feinen Staubpartikel. Diese positiv geladenen Partikel werden nach der Aufladung an den negativen geladenen Gehäusewänden abgeschieden.

  2. 3.

    Dem Abscheidergehäuse nachgeschaltet ist ein Sprühbalken (Pos. 5). Positiv geladene Partikel, die aufgrund der hohen Strömungsgeschwindigkeit nicht an der Gehäusewand abgeschieden wurden, werden durch den feinen Wassernebel gebunden und auf das Fräsgut geblasen. Dieser Abscheideefekt wird weiter verstärkt, da das Wasser und das Förderbandgehäuse negativ geladen sind und Partikel anziehen.

  3. 4.

    Zur Reinigung des Abscheiders ist dieser von außen über Wartungsklappen zugänglich. Der Elektroabscheider kann dann einfach ausgewaschen werden. Der im Abscheider gebundene Staub wird auf das Förderband gespült, mit dem Fräsgut auf ein Transportfahrzeug verladen und entsorgt.

Durch den Einsatz des Elektroabscheiders kann die Exposition im Arbeitsbereich gegenüber A-Staub, E-Staub und Quarz im A-Staub noch einmal verringert werden. Abhängig vom Fräsmaterial haben die Untersuchungen auch eine Minderung der Faserbelastung am Arbeitsplatz ergeben. Durch den Einsatz des Elektroabscheiders kann darüber hinaus die Umweltbelastung signifikant reduziert werden.