DGUV Information 202-113 - Inklusion im Schulsport Handreichung für Lehrkräfte (...

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Abschnitt 6.2, 6.2 Praxisbeispiele aus der Grundschule
Abschnitt 6.2
Inklusion im Schulsport Handreichung für Lehrkräfte (DGUV Information 202-113)
Titel: Inklusion im Schulsport Handreichung für Lehrkräfte (DGUV Information 202-113)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 202-113
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 6.2 – 6.2 Praxisbeispiele aus der Grundschule

6.2.1 Vielseitiges Anfängerschwimmen

BEWEGEN IM WASSER - SCHWIMMEN
Wir erproben verschiedene Armzugmuster in Bauch- und Rückenlage.
LEITIDEE:
Die Schülerinnen und Schüler erlernen 7 Grobformen der Armzugmuster mit materieller Unterstützung durch eine Schwimmnudel und erweitern ihre Bewegungserfahrungen zur Vortriebsgestaltung mit den Armen. Das Anbieten von unterschiedlichen Zugängen zum Thema mit Raum zum Ausprobieren und Experimentieren von unterschiedlichen Armzugmustern, ermöglicht jeder Schülerin, jedem Schüler den eigenen individuellen Lernweg mitzugestalten und Ängste im Wasser abzubauen. Den Schülerinnen und Schülern werden Entscheidungsmöglichkeiten für die Wahl eines individuellen Schwimmstils eingeräumt. Die Übungen werden in verschiedenen (sinnvoll sind drei) Schwierigkeitsgraden wiederholt angeboten.

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Hinweis
Weitere Informationen für die Unterrichtsgestaltung im Schwimmen: DGUV Information 202-102 "Schwimmen lernen in der Schule - einfach und sicher" und 202-107 "Schwimmen Lehren und Lernen in der Grundschule"

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Wir erproben verschiedene Armzugmuster in Bauch- und Rückenlage:

Im Fokus des Schwimm-Lernprogramms steht die häufig gestellte Frage "Welche ist die erste zu lehrende Schwimmtechnik?" Es wird ein offener Ansatz aufgezeigt, der von Beginn an vielseitige Zugänge eröffnet. In der folgenden Übersicht werden die einzelnen, aufeinander aufbauenden Bausteine aus dem Lernprogramm dargestellt:

  1. 1.

    allgemeine Wassergewöhnung und Wasserbewältigung

  2. 2.

    vorwärts und rückwärts im Wasser gehen, laufen, hüpfen und schleichen (Kinn an der Wasseroberfläche)

  3. 3.

    Einnehmen der Bauch- und Rückenlage mit Hilfe einer Schwimmnudel (Lageveränderung)

  4. 4.

    Einnehmen der Bauch- und Rückenlage ohne zusätzliche Auf- und Vortriebshilfen

  5. 5.

    freies Experimentieren mit den Möglichkeiten eines Vortriebs durch die Beine (mit Schwimmnudel)

  6. 6.

    freie Wahl individueller Vortriebsmöglichkeiten der Beine bei ruhigen Spielen im Wasser

  7. 7.

    Materialerfahrung mit Flossen, einschließlich des sicheren und sachgerechten Umgangs mit Flossen

  8. 8.

    gezielter Einsatz von Flossen für ruhige Wechselschlagtechniken in Bauch- und Rückenlage

  9. 9.

    Üben der Wechselschlagtechniken in Bauch- und in Rückenlage ohne Flossen (mit Schwimmnudel)

  10. 10.

    Kennenlernen von 7 verschiedenen Armzugmustern beim Vorwärts- und Rückwärtsgehen

  11. 11.

    Probieren der 7 verschiedenen Armzugmuster mit Unterstützung der Schwimmnudel (dargestelltes Angebot)

  12. 12.

    Üben der 7 verschiedenen Armzugmuster mit Unterstützung einer Schwimmnudel

  13. 13.

    Üben der 7 verschiedenen Armzugmuster mit Unterstützung eines Pullboys

  14. 14.

    Üben der 7 verschiedenen Armzugmuster ohne zusätzliche Auftriebsunterstützung

  15. 15.

    Kombinieren der individuell beliebtesten Armzugmuster mit dem Kraulbeinschlag

  16. 16.

    Integration der Atmung in die Arm- und Beinarbeit (Bauchlage)

  17. 17.

    Kennenlernen und Üben des Brustbeinschlags (Bauch- und Rückenlage)

  18. 18.

    Kombinieren des Brustbeinschlags mit dem Brustarmzug, dem Armzugmuster des altdeutschen Rückenschwimmens und dem Armzugmuster des leisen Rückenschwimmens

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Hinweis

Alle beschriebenen Spiel- und Übungsformen finden im Nichtschwimmerbecken statt.

Sind mehrere Schülerinnen und Schüler in der Lerngruppe, bei denen die Lernvoraussetzungen insbesondere in den Bereichen Lageveränderung in Bauch- und Rückenlage, Gleiten und Antreiben oder weitere grundlegende Voraussetzungen noch nicht ausreichend ausgebildet sind, ist es sinnvoll, die Lerngruppe vorübergehend in unterschiedliche Gruppen aufzuteilen und unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen zu unterrichten. Ist das nicht möglich oder betrifft das nur einzelne Schülerinnen und Schüler in der Lerngruppe, ist es sinnvoll, unter Berücksichtigung anderer Kompetenzerwartungen ein alternatives Angebot bereitzustellen (Beispiele siehe unten).
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Die zu erarbeitenden 7 Armzugmuster

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In Anlehnung an
www.sichere-schule/schwimmhalle
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Das gleichzeitige Anbieten von verschiedenen Armzugmustern gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, einen geeigneten Armzug in Bauch- oder Rückenlage auszuwählen. Über den Vergleich mehrerer Armzugmuster fällt den Schülerinnen und Schülern die Entscheidung für "ihren" Armzug oft leichter. Durch beständiges Üben werden aber auch die anderen Armzugtechniken immer geläufiger und die allgemeine Wassersicherheit wird gefördert.

Am Anfang der Unterrichteinheiten "Probieren der 7 verschiedenen Armzugmuster mit Unterstützung der Schwimmnudel" ist es sinnvoll, den Schülerinnen und Schülern die unterschiedlichen Armzugmuster in ihrer Grobform an Land vorzumachen und die geeignete Positionierung der Schwimmnudel zu veranschaulichen. Anschließend erfolgt eine offene Unterrichtsphase, in der die Schülerinnen und Schüler Raum haben, die unterschiedlichen Armzugmuster zu erproben. Erfahrungsgemäß sind an dieser Stelle kindgerechte offene Spielformen sowie freien Experimentierphasen zunächst geeigneter als Organisationsformen mit klar strukturierten Vorgaben (z. B. Schwimmen in Wellen, Umkehrstaffeln mit vorgegebenen Schwimmwegen, Begegnungsstaffeln sowie 3-er-Übergabestaffeln). Das Angebot kann dabei auf mehrere Unterrichtseinheiten verteilt werden, um den Schülerinnen und Schülern genügend Raum für individuelle Bewegungserfahrungen zu geben.

Als Hilfestellungen und Erinnerungsstütze dienen Arbeitskarten, die am Beckenrand liegen (siehe Material). Die Schülerinnen und Schüler, die es geschafft haben mit einem gewählten Armzugmuster eine vorgegebene Strecke ohne den Boden zu berühren zu schwimmen, dürfen sich einen Korken aus einer Schale am Beckenrand nehmen. Sie legen den Korken dann auf die Abbildung, auf dem das Armzugmuster abgebildet ist, welches sie gewählt haben.

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Hinweise
Die Wassersicherheit ist wichtig für das später folgende erste Betreten des (tiefen) Schwimmerbeckens und für die erste weitere Strecke (25m), die die Schülerinnen und Schüler schwimmen. Im Rahmen des Angebots haben die Schülerinnen und Schüler die Erfahrung gemacht, dass sie, wenn sie erschöpft sind, auf einen anderen Armzug und/oder auf eine andere Körperlage zurückgreifen können.

Ängstliche Schülerinnen und Schüler dürfen die Nudeln noch unter ihre Achseln klemmen. Die anderen orientieren sich an der "Gürtelhöhe".

Mögliche Aufgabenstellungen für Schülerinnen und Schüler, für die aufgrund ihrer Lernvoraussetzungen eine andere Kompetenzerwartung grundlegend ist:
Spielerischer Umgang mit der Schwimmnudel: Die Schwimmnudel auf das Wasser klatschen, kurzzeitig mit beiden Händen aus dem Wasser heben, mit einer Hand greifen, kurz von sich wegschieben und danach sofort wieder festhalten, mit nur einer Hand anfassen und mit der anderen Hand etwas Wasser nach hinten schieben, im Wasser bewegen und Wellen erzeugen.
Die 7 Armzugmuster im Gehen ausführen.
Auf der langen Treppe die Bauchlage einnehmen und sich mit den Händen auf der Stufe abstützen ("Stützeln"). Die Schülerin, der Schüler erhält einen Korken, wenn sie bzw. er die gesamte Treppe stützelnd überwunden hat. Die Korken werden in einer Schale am Beckenrand gesammelt.
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Variations- und Transfermöglichkeiten:

Aufgabenstellung

  • Ausführung der Aufgaben in unterschiedlichen Wassertiefen im Nichtschwimmerbecken.

  • Verkürzung oder Erweiterung der Schwimmstrecke. Wenn Schülerinnen und Schüler von einem Armzugmuster (z. B. Delfin) überfordert sind, dürfen sie auf ein bekanntes und beliebteres Armzugmuster zurückgreifen.

Einsatz von (Bewegungs-)hilfen

  • Die Lehrkraft gibt taktile Rückmeldungen zum Einsatz der Extremitäten. Das Antippen von Körperteilen mit einer Schwimmnudel während der Fortbewegung verdeutlicht, wo die Bewegung stattfindet oder wie die Bewegung an dieser Stelle verändert werden soll.

Materialeinsatz

  • Ängstliche Schülerinnen und Schüler dürfen die Schwimmnudel unter den Achseln einklemmen, bis sie sich sicherer fühlen.

  • Die Schwimmnudel auf "Gürtelhöhe" positionieren (Bauch- und Rückenlage).

  • Als nächster Schritt: Durchführung der Armzugmuster ohne Schwimmnudel dafür mit Pullboy.

  • Unterstützung des Vortriebs durch den Einsatz von Flossen: "Ganz leise" mit Flossen schwimmen (kein lautes Platschen, Flossen unter der Wasseroberfläche bewegen). Die Vortriebswirkung der Flossen wird gemindert, indem ein altes Paar Flossen kleiner geschnitten wird oder spezielle Kurzflossen eingesetzt werden.

Organisation/Sozialform

  • Aufgabe zu Zweit: Die Schülerinnen und Schüler sammeln gemeinsam die Korken ein. Sie schwimmen abwechselnd eine Bahn (ggf. Rückweg im Gehen). Insgesamt schwimmen sie mit jedem Armzugmuster eine Bahn - also zusammen 7 Bahnen, ohne die Füße auf den Boden zu setzen. Bei jeder Bahn müssen sie ein anderes Armzugmuster einsetzen. Sie verständigen sich darüber, wie sie die 7 Armzugmuster auf die unterschiedlichen Bahnen untereinander aufteilen. Diese Aufgabe eignet sich gut für das Zusammenarbeiten von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen.

Weiteres

Vielfältige Übungs- und Spielformen können eingebunden werden, welche auch am Beginn oder Abschluss von darauffolgenden Angeboten eingesetzt werden; somit werden die Armzugmuster weiter geübt und gefestigt.

Mögliche Indikatoren für die Leistungsbewertung:

Prozesshaft/unterrichtsbegleitend

  • Qualitative Umsetzung der verschiedenen Armzugmuster

  • Benennung wesentlicher Kriterien für die unterschiedlichen Bewegungsausführungen

  • Angstblockaden überwinden können

  • die individuelle Leistungsentwicklung einschätzen können

  • die persönlichen Grenzen bewusst und eigenständig suchen (Anstrengungsbereitschaft)

Ergebnisbezogen/punktuell

Durchführung von Schwimmtests am Ende des Angebots:

  • eine festgelegte Strecke (25 Meter) ohne Unterbrechung und ohne Bodenkontakt bewältigen

  • Prüfungsabzeichen

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Material: Arbeitskarten Grobform der Armzugmuster

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In Anlehnung an
www.sichere-schule/schwimmhalle
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6.2.2 Tanzen kreativ

GESTALTEN, TANZEN, DARSTELLEN - GYMNASTIK/TANZ, BEWEGUNGSKÜNSTE
Wir gestalten gemeinsam einen Tanz.
LEITIDEE:
Die Schülerinnen und Schüler gestalten in einer Kleingruppe einen eigenen Tanz, indem sie einen Teilabschnitt eines ihnen bekannten Tanzes verändern. Sie erfinden eigene Bewegungsideen zu einem gewählten Thema. Dabei können sie auf die vorher erlernten Bewegungsgrundformen zurückgreifen. Jede Schülerin, jeder Schüler findet Bewegungsmöglichkeiten entsprechend ihrer/seiner individuellen Möglichkeiten und bringt diese in den Gestaltungsprozess ein.

Die Schülerinnen und Schüler entwickeln und üben in einer Kleingruppe eine Choreografie und präsentieren den Tanz anschließend vor Publikum. Offene Bewegungsaufgaben grenzen für die Schülerinnen und Schüler ein überschaubares Handlungsfeld für die Umsetzung von Gestaltungsaufgaben ein und eröffnen gleichzeitig Freiräume für individuelle Gestaltungsideen. Durch eine thematische Einbindung in phantasievolle Rahmengeschichten (z. B. Vampire, Hexen) wird ein spielerischer Zugang gewährt. Tanz-Ablaufpläne geben eine klare Orientierung im Tanzgeschehen vor. Checklisten ermöglichen eine Reflexion des Gestaltungsprozesses in der Lerngruppe.

Wir gestalten gemeinsam einen Tanz:

Die Schülerinnen und Schüler der Lerngruppe haben in vorangegangenen Unterrichtseinheiten einen Tanz zur Musik "Lollipop" von Mika gelernt, der in ein Intro, drei A-Teile und zwei B-Teile gegliedert ist (in Anlehnung an Ederle 2010, S. 62-64). Im Teil A wurde eine festgelegte, einfache Schrittfolge vorgegeben und erlernt, den Teil B konnten die Schülerinnen und Schüler mit individuellen Bewegungsideen improvisierend gestalten. Ihre Bewegungen durften bis zu diesem Zeitpunkt bei jeder Tanzdurchführung variieren. Der Tanz war zu diesem Zeitpunkt noch keinem Thema unterstellt.

Die Einteilung der Kleingruppen (4-5 Schülerinnen und Schüler) erfolgte schon in einer der vorausgegangenen Einheiten vor dem Erlernen des Tanzes durch die Lehrkraft. Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Kompetenzen und Vorerfahrungen arbeiten zusammen in einer Kleingruppe.

Um die Fantasie anzuregen und die Tanzgestaltung zu vereinfachen, sucht sich jede Kleingruppe ein Thema für ihren Tanz aus, wie z. B. "Hexentanz" oder "Bei den Piraten". Vorschläge für mögliche Tanz-Themen können vorbereitend auch im Klassenverband gesammelt, aufgeschrieben und an die Wand geheftet werden.

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Aufgaben in den Kleingruppen

Die Aufgabenkarte (siehe Material) wird von der Lehrkraft erklärt und an die Kleingruppen verteilt. Die Kleingruppen erhalten die Aufgabe, den Teil B des Tanzes choreografisch zu gestalten und in eine aufeinanderfolgende Struktur zu bringen. Jede Kleingruppe einigt sich zunächst auf ein Tanz-Thema und trägt Bewegungsideen zusammen, die zu dem Thema passen. Die unterschiedlichen Gruppen ziehen sich an einen festgelegten Platz der Sporthalle zurück.

Jedes Gruppenmitglied darf der Gruppe einen oder mehrere Bewegungsvorschläge unterbreiten. Die Gruppe wählt Vorschläge für die Gestaltung aus. Danach legt die Gruppe eine Abfolge ihrer gesammelten Bewegungsideen fest und übt die Choreografie.

Die Lehrkraft händigt während des Gestaltungsprozesses zusätzliche Tippkarten aus (siehe Material).

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Hinweise
Für Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten haben, sich im Teil A die festgelegten Schrittfolgen zu merken, kann die vorgegebene Tanzabfolge verkürzt werden und eine zusätzliche Phase der freien Gestaltung eingeplant werden.
Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, die Kleingruppenzusammensetzungen für mehrere Einheiten vom Erlernen des Tanzes bis zur Umgestaltung und Entwicklung eines eigenen Tanzes nicht zu verändern.
Zu den Tanz-Themen können auch entsprechende Requisiten und Kostüme mitgebracht bzw. gebastelt werden. Der Einsatz von Requisiten ermöglicht einen spielerischen Zugang zum Tanzen. Das Präsentieren im Tanz kann gehemmtes oder ängstliches Verhalten hervorrufen und hat häufig eine besondere emotionale Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler. Requisiten und Kostüme machen den Rollenwechsel im Tanz für andere sichtbar. Schülerinnen und Schüler fällt es dadurch oft leichter, sich auf das Tanzen einzulassen. Hemmungen können abgebaut werden.
Optimal wäre, wenn es für jede Gruppe eine Musikquelle geben würde.
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Variations- und Transfermöglichkeiten:

Aufgabenstellung

Durch die offene Aufgabenstellung und die selbstgewählte Thematik können die Schüler und Schülerinnen ihre eigenen Ideen in den Tanz einfließen lassen:

  • Sie können Bewegungsschwerpunkte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen auswählen. So kann z. B. eine Schülerin, ein Schüler Tanzschritte ausführen, während eine andere Schülerin, ein anderer Schüler Bodenelemente präsentiert.

  • Die Bewegungssequenzen im Teil A und B können mit Hilfe der Variationsparameter (z. B. Raum, Zeit, Form Dynamik) verändert werden (weitere Hinweise im Kapitel 2.3)

Einsatz von (Bewegungs-)hilfen

  • Einsatz von Markierungshilfen/Orientierungspunkten auf dem Fußboden, z. B. Kreise und Pfeile aus Gummimatten, welche die Ausgangspositionen kennzeichnen.

  • Visualisierung des Ablaufs des Tanzes mit Markierungen der einzelnen Teile des Tanzes.

  • Darstellung von Bewegungsrichtungen, z. B. mit Pfeilen auf dem Boden oder mit hochgehaltenen Symbolkarten.

  • Zu den Tanzabschnitten kann eine kleine Geschichte erzählt werden (optimal: in kurzen Bildern dargestellt), so dass die Schülerinnen und Schüler sich die Bewegungsabfolgen besser merken können (z. B. die Piraten verlassen das Schiff, treffen sich auf der Insel an der Feuerstelle).

  • Vereinbarung von Signalwörtern, z. B. "Hexenkessel", als zeitliches Signal für die Gruppe sich auf die Ausgangsposition zu stellen und für den bekannten Teil A des Tanzes bereit zu machen.

  • Tanzpositionen werden so gewählt, dass unsichere Schülerinnen und Schüler sich an anderen Schülerinnen und Schülern der Gruppe orientieren können (Abgucken der Bewegungsreihenfolge und Bewegungsrichtung).

  • Bestimmen einer "Taktgeberin"/eines "Taktgebers" für das Bewegungstempo.

Materialeinsatz

Tanz mit Objekten:

  • Objekte können als Bewegungsanlass für die Gestaltung eigener Bewegungsideen eingebunden werden, z. B. Besen für die Hexen, Hüte oder Fernrohr für die Piraten.

Organisation/Sozialform

  • Schülerinnen und Schüler unterstützen sich gegenseitig beim Erlernen von einzelnen Tanzschritten der Choreografie (Festigung der Bewegungsfolgen: viele Wiederholungsübungen durch phasenweise Partnerarbeit).

Weiteres

Veränderung der Choreografie:

Bei diesem Angebot werden grundlegende Kenntnisse skizziert, die die Schülerinnen und Schüler zur Entwicklung von eigenen Tanzchoreografien benötigen. In einem weiteren Schritt könnte Teil A des Tanzes ebenfalls umgestaltet werden. Dabei können differenzierte Arbeitskarten mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus eingesetzt werden. Die Schülerinnen und Schüler können zusätzliche Aufgaben erhalten, die es bei der Entwicklung ihrer Choreografie zu berücksichtigen gilt (z. B. sollen sie nicht nur auf abwechslungsreiche Raumwege achten, sondern zusätzlich auch auf verschiedene Formationen, Fortbewegungsarten, Bodenelemente, weite und enge Körperformen).

Mögliche Indikatoren für die Leistungsbewertung:

Prozesshaft/unterrichtsbegleitend

  • Einbringen von individuellen Bewegungsideen und Gestaltungsmöglichkeiten (Einzelleistung).

  • Finden passender Bewegungsformen zu einem selbstgewählten Thema (Einzelleistung).

  • Die Bewegungen werden dem Tempo der Musik angepasst.

  • Variieren und Erweitern bekannter Bewegungen (Einzelleistung).

  • Gestaltung der Zusammenarbeit, Kooperation und Kommunikation in der Gruppe.

  • Erarbeitung einer Choreografie mit unterschiedlichen Raumwegen (mindestens 3) und abwechslungsreichen, dem gewählten Thema angepassten Darstellungen.

Ergebnisbezogen/punktuell

  • Präsentationsfähigkeit des Tanzes

Material:

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Tanzbeschreibung:

Musikbeispiel: "Lollipop" von Mika

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In Anlehnung an Ederle 2010, S. 62-67

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