DGUV Regel 108-010 - Überfallprävention in Verkaufsstellen zur Konkretisierung d...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 2.6, 2.6 Betriebsanweisungen
Abschnitt 2.6
Überfallprävention in Verkaufsstellen zur Konkretisierung der DGUV Vorschrift 25 "Überfallprävention" (DGUV Regel 108-010)
Titel: Überfallprävention in Verkaufsstellen zur Konkretisierung der DGUV Vorschrift 25 "Überfallprävention" (DGUV Regel 108-010)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Regel 108-010
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.6 – 2.6 Betriebsanweisungen

string string DGUV Vorschrift 25 string
   § 8 Betriebsanweisungen
  (1) Der Unternehmer hat auf Grundlage der Beurteilung der Arbeitsbedingungen in Betriebsanweisungen
  a. den Umgang mit Banknoten,
  b. den Umgang mit Mängeln und Störungen an Sicherheitseinrichtungen sowie
  c. das Verhalten der Versicherten bei Überfällen
  schriftlich festzulegen und den Versicherten in geeigneter Weise zur Verfügung zu stellen.
string

Grundlage für die Betriebsanweisung ist die Gefährdungsbeurteilung und die darin festgelegten Maßnahmen. Die Betriebsanweisung muss dabei berücksichtigen:

  • die bei Überfällen auftretenden Gefahren für Leben und Gesundheit,

  • die konkreten örtlichen betrieblichen Gegebenheiten, z. B. Tätigkeiten, Arbeitsplätze, Sicherungssysteme,

  • die von der Unternehmerin oder dem Unternehmer getroffenen Maßnahmen für den Umgang mit Banknoten, z. B. zur Bargeldabschöpfung, zum innerbetrieblichen Geldtransport,

  • Vorgaben an die Versicherten zum Verhalten vor, während und nach einem Überfall,

  • Vorgaben zum Verhalten bei Mängeln und Störungen von Sicherheitseinrichtungen und

  • Erkenntnisse aus versuchten Überfällen, um getroffene Maßnahmen verbessern zu können.

Gleichartige Sicherungskonzepte, z. B. auf Grund gleicher Arbeitsmittel/Geräte oder Abläufe in verschiedenen Betriebsstätten können in gleichlautenden Betriebsanweisungen erfasst werden.

Die Unternehmerin oder der Unternehmer hat bei der Erstellung der Betriebsanweisung den Grundsatz zu beachten, dass der Schutz von Leben und Gesundheit der Versicherten Vorrang vor dem Schutz materieller Werte hat.

Die Betriebsanweisung muss für die Versicherten während der Arbeitszeit zugänglich sein.

Sie muss vor unbefugter Einsichtnahme geschützt aufbewahrt sein.

Sie muss in schriftlicher Form vorliegen und so konkret formuliert sein, dass sie von den Versicherten leicht verstanden und in der betrieblichen Praxis befolgt werden kann. Ggf. sind Sachverhalte durch bildliche Darstellungen zu verdeutlichen. Die Betriebsanweisung dient als Unterweisungsgrundlage.

Der Umfang einer Betriebsanweisung ist so zu wählen, dass sie für die betriebliche Praxis - für den Anwender oder die Anwenderin - überschaubar bleibt.

Versicherte müssen gefährliche Situationen, z. B. versuchte Überfälle, unverzüglich an die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten melden.

string string DGUV Vorschrift 25 string
   § 8 Betriebsanweisungen
  (2) Versicherte haben die Betriebsanweisungen nach Absatz 1 zu befolgen und Sicherheitseinrichtungen bestimmungsgemäß zu benutzen.
string

Das sicherheitsgerechte Verhalten der Versicherten sowie die bestimmungsgemäße Nutzung der Sicherheitseinrichtungen können den Anreiz zu Überfällen vermindern.