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DGUV Information 207-028 - Neubauplanung, Modernisierung und...
DGUV Information 207-028 - Neubauplanung, Modernisierung und Nutzungsänderung von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) (DGUV Information 207-028)
Titel: Neubauplanung, Modernisierung und Nutzungsänderung von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) (DGUV Information 207-028)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 207-028
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Neubauplanung, Modernisierung und Nutzungsänderung von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)
(DGUV Information 207-028)

Information

string DGUV
Deutsche Gesetzliche
Unfallversicherung
Spitzenverband

Stand der Vorschrift: November 2020

string
Inhaltsverzeichnis Abschnitt
  
Vorwort  
  
Rechtliche Grundlagen 1
Rechtssystematik, Begriffsbestimmungen 1.1
Baurecht 1.2
Bauordnung 1.2.1
Sonderbauvorschriften 1.2.2
Vergabe- und Vertragsrecht für Bauleistungen 1.2.3
Weitere verbindliche Gesetze, Verordnungen und Regelungen 1.3
Anforderungen an Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung 2
Grundlagen des barrierefreien Bauens 2.1
Hinweise zur Gefährdungsbeurteilung 2.2
Raumabmessungen, Stell- und Bewegungsflächen 3
Raumabmessungen 3.1
Bewegungsflächen und Bewegungsfreiräume 3.2
Flächen für Verkehrswege 3.3
Stellflächen für Arbeitsmittel, Einbauten und betriebliche Einrichtungen 3.4
Funktionsflächen für Arbeitsmittel, Einbauten und Einrichtungen 3.5
Flächen für Sicherheitsabstände 3.6
Infrastruktur und Verkehrswege 4
Außengelände 4.1
Verkehrswege für Fahrzeuge und Fußgänger 4.1.1
Verkehrswege im Gebäude 4.2
Fluchtwege und Notausgänge 4.2.1
Eingangsbereich ins Gebäude 4.2.2
Flure und Gänge 4.2.3
Sicherung gegen Absturz 4.2.4
Rampen 4.2.5
Türen und Tore 4.3
Treppen und Treppenräume 4.4
Gestaltung, Steigung, Stufenabmessung 4.4.1
Anforderungen an Treppen in Flucht- und Rettungswegen 4.4.2
Absturzsicherungen 4.4.3
Handläufe 4.4.4
Notwendige Treppen und Treppenräume 4.4.5
Begehbare Dachflächen 4.5
Fußböden 5
Rutschfestigkeit 5.1
Belastbarkeit 5.2
Verglasungen 6
Glasarten 6.1
Verglasungen mit Sicherheitseigenschaften 6.1.1
Verglasungen ohne Sicherheitseigenschaften 6.1.2
Anwendungen 6.2
Kenntlichmachung 6.3
Sonnenschutz 6.4
Glasreinigung 6.5
Beleuchtung 7
Beleuchtung durch Tageslicht 7.1
Künstliche Beleuchtung 7.2
Wartung 7.3
Sicherheitsbeleuchtung und optische Sicherheitsleitsysteme 7.4
Klima/Lüftung 8
Raumtemperatur 8.1
Luftfeuchtigkeit 8.2
Lüftung von Sanitärräumen 8.3
Lüftungsanlagen 8.4
Klimatisierung 8.5
Technische Anforderungen an Lüftungsbzw. Klimatisierungsanlagen 8.5.1
Gestaltung von Lüftungszentralen 8.5.2
Schallschutz und Schwingungsschutz 9
Lärmschutz 9.1
Lärmminderungsmaßnahmen 9.1.1
Schwingungsschutz 9.2
Sozialräume 10
Pausen- und Speiseräume 10.1
Umkleideräume 10.2
Waschräume 10.3
Sanitärräume 10.4
Hygieneräume zur Körperpflege behinderter Menschen 10.5
Reinigungs-/Putzmittelraum 10.6
Lager 11
Allgemeine Betrachtungen 11.1
Lagergeräte 11.2
Lagermittel 11.3
Verkehrsflächen im Lager 11.4
Spezielle Lagerräume 11.5
Brand- und Explosionsschutz 12
Brandschutz 12.1
Explosionsschutz 12.2
Besondere Tätigkeitsfelder und Tätigkeitsgebiete 13
Holzbearbeitung 13.1
Metallbearbeitung 13.2
Montage/Verpackung 13.3
Garten- und Landschaftsbau 13.4
Textil/Wäscherei 13.5
Küchenbetriebe 13.6
Akten- und Datenträgervernichtung 13.7
Elektroschrottrecycling 13.8
Weberei/Spinnerei 13.9
  
Erklärung der Abkürzungen in dieser Information Anhang
Auflistung der Informationsgrundlagen 
Bildnachweis 

Vorwort

Ziel dieser DGUV Information

Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) sind Einrichtungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und zur Wiedereingliederung in das Arbeitsleben.

Dieser gesetzliche Auftrag erfordert in besonderer Weise eine behinderten- und behinderungsgerechte Gestaltung der Arbeitsstätte und der Arbeitsplätze.

Viele WfbM-Gebäude sind zwischenzeitlich in die Jahre gekommen und müssen modernisiert oder durch Neubauten ersetzt werden.

Zunehmender Bedarf an WfbM-Arbeitsplätzen wird gelegentlich auch durch Anmietung oder Ankauf und nachfolgender Nutzungsänderung vorhandener Gewerbeimmobilien gedeckt.

Eine gute und vorausschauende Planung führt nicht nur zu Kostenersparnis während der Bauphase, sondern auch zu Optimierungen in den Bereichen Funktionalität, Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie der Ergonomie.

Adressat für diese Schrift sind insbesondere Werkstattträger und Leitungen von Werkstätten. Die Verantwortlichen in den Werkstätten sollten die Mindestanforderungen an die bauliche Gestaltung, die sich durch Arbeitsabläufe und Maschinen ergeben, kennen, um vorliegende Planungen hinsichtlich der Belange der Menschen mit Behinderung beurteilen zu können. Sie richtet sich aber auch an Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Architekten und Architektinnen oder Bauplanende. Von diesem Personenkreis wird bei Neubau oder Modernisierung von Gebäuden eine umfassende Beratung des Bauherrn erwartet. Dies gilt insbesondere, wenn die Gebäude im Rahmen eines Investorenmodells errichtet werden und der Werkstattträger anschließend langjährig als Nutzer bzw. Mieter auftritt.

Bei der Gestaltung der Arbeitsplätze sind unterschiedlichste Rechtsnormen zu beachten. Neben dem Baurecht sind dies immer auch die für die Gestaltung von Arbeitsstätten zu beachtende Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) mit ihren erläuternden Arbeitsstättenregeln (ASR). Von besonderer Bedeutung sind die ergänzenden Anforderungen der ASR V3a.2 zur barrierefreien Gestaltung von Arbeitsstätten.

Von Seiten der Kostenträger ist das "Modell-Bau-/-Raumprogramm für WfbM" des Bundes in der jeweils aktualisierten Länderfassung zu beachten, das seit 2004 gänzlich in der Verantwortung der jeweiligen Bundesländer liegt. Dieses zwischenzeitlich in seiner Grundstruktur über 20 Jahre alte Raumprogramm gibt maximale Grundflächen für eine Standard-WfbM mit 120 Plätzen vor. Jedoch werden in diesem veralteten Raumprogramm die Anforderungen an moderne und flexible Arbeitsplätze in WfbM aber nur unzureichend abgebildet. Insbesondere bei WfbM mit weniger als 120 Plätzen führt eine lineare Extrapolation der Grundflächen nach unten dazu, dass erforderliche Mindestflächen nach dem Arbeitsstättenrecht nicht erfüllt werden. Eine rechtskonforme Nutzung der Räumlichkeiten ist dann nicht möglich.

In dieser DGUV Information sind die wichtigsten Rechtsvorschriften und Normen, die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse, die Informationen aus Unfallverhütungsvorschriften sowie die Erfahrungen der Unfallversicherungsträger zusammengestellt. Sie sollen dem Praktiker vor Ort bei Planung und Baumaßnahmen eine Hilfestellung bieten, aus der ersichtlich ist, ob alle wesentlichen Aspekte berücksichtigt wurden.

Die hier enthaltenen Empfehlungen schließen andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus.

Wir erheben mit dieser DGUV Information keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können auch keine Gewähr für die Aktualität der Angaben übernehmen.

Das Autorenteam

Impressum

Herausgegeben von:
Deutsche Gesetzliche
Unfallversicherung e.V. (DGUV)

Glinkastraße 40
10117 Berlin
Telefon: 030 13001-0 (Zentrale)
Fax: 030 13001-9876
E-Mail: info@dguv.de
Internet: www.dguv.de

Sachgebiet Wohlfahrtspflege des Fachbereichs
Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege der DGUV

Projektgruppe "Neubauplanung, Modernisierung und Nutzungsänderung
von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)"
Ulf Dohne, BGW Präventionsdienste Würzburg
Rolf von Gimborn, BGW Präventionsdienste Bochum
Bernd Schmitt, Prävention Unfallkasse Nordrhein-Westfalen
Christian Rettberg, ehem. Bodelschwinghsche Stiftung Bethel
Robert Walz, BWMK Gelnhausen
Martina Hewing, St. Vincenzstift gGmbH Rüdesheim
Erhard Dimler, ehem. ZBFS Integrationsamt Bayreuth
Thomas Kassner, Agentur für Arbeit Berlin
Wilhelm Schröttle, Agentur für Arbeit München
Dr. Martin Kaufmann, BAG WfbM Berlin
Konstantin Fischer, BAG WfbM Frankfurt

DGUV Information 207-028
zu beziehen bei Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger oder unter
www.dguv.de/publikationen Webcode: p207028