DGUV Information 208-055 - Sicher unterwegs mit dem Transport- und Lastenfahrrad...

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Abschnitt 5.2, 5.2 Verwendungszweck und Nutzungsbedingungen
Abschnitt 5.2
Sicher unterwegs mit dem Transport- und Lastenfahrrad (DGUV Information 208-055)
Titel: Sicher unterwegs mit dem Transport- und Lastenfahrrad (DGUV Information 208-055)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 208-055
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.2 – 5.2 Verwendungszweck und Nutzungsbedingungen

Entsprechend des Verwendungszwecks wird zwischen Lastenrädern zum Gütertransport, zum Personentransport sowie zum Güter- und Personentransport unterschieden.

Daraus und aus den Nutzungsbedingungen des Lastenrades folgen u. a. weitere Unterscheidungsmerkmale:

  • Lage der Lastenaufnahme bzw. Sitzplätze

  • Wetterschutz

  • Anfahr-/Schiebehilfe

  • Einstiegshöhe

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Abb. 9
Lastenaufnahme vorne

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Abb. 10
Lastenaufnahme hinten

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Abb. 11
Lastenaufnahme vorne und hinten

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Abb. 12
Personentransport/Taxi

Lastenaufnahme

Die Lastenaufnahme dient der sicheren Positionierung und Fixierung der Ladung und/oder der Sitzplätze der zu befördernden Personen. Jede einzelne Lastenaufnahme ist mit dem maximal zulässigen Zuladungsgewicht gekennzeichnet.

Lastenaufnahmen sind z. B. Lastenträger und Ladeflächen.

Sitzplatz

Ein Sitzplatz bezeichnet eine Fläche, die eine Person zu ihrer eigenen Beförderung einnehmen kann.

Wetterschutz

Ein Wetterschutz hat die Aufgabe, Radfahrerinnen und Radfahrer, die Ladung sowie zu befördernde Personen vor Witterungseinflüssen - wie beispielsweise Regen, Nässe, Schnee, Wind, Sonneneinstrahlung - teilweise oder ganz zu schützen.

Bei einspurigen Lastenrädern ist der Wetterschutz für die Radfahrenden als technische Konstruktion am Fahrzeug wenig geeignet.

Bei mehrspurigen Lastenrädern kommen beispielsweise feste Überdachungen, textile Abdeckungen, geschlossene Transportbehälter aber auch geschlossene Aufbauten zum Einsatz.

Voll-Schutzkabinen dagegen werden überwiegend bei zulassungs- und führerschein-pflichtigen mehrspurigen Fahrzeugen eingesetzt.

Anfahr-/Schiebehilfe

Eine elektromotorische Anfahr-/Schiebehilfe beschleunigt das Lastenrad auf eine Geschwindigkeit von bis zu 6 km/h, ohne gleichzeitiges Treten durch die Radfahrerin oder den Radfahrer. Die Aktivierung erfolgt meist über einen Taster oder einen Drehgriff. Die Anfahr-/Schiebehilfe hilft beim Anfahren z. B. am Berg und unterstützt das Schieben sowohl in der Ebene als auch an steilen Rampen und Steigungen.

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Abb. 13
Wetterschutz für Radfahrende und Transportgut

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Abb. 14
Wetterschutz für Radfahrende und Fahrgäste

Einstiegshöhe

Die Einstiegshöhe wird maßgeblich durch die Rahmenform bestimmt und ist das Maß für die Höhe, die beim Einstieg in das Lastenrad mit dem Bein überstiegen werden muss. Ein tiefer Einstieg erleichtert das Auf- und Absteigen.

Typische Rahmenformen sind der Schwanenhalsrahmen (tiefer Einstieg) und der Diamantrahmen (hoher Einstieg).

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Abb. 15
Schwanenhalsrahmen

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Abb. 16
Diamantrahmen