DGUV Information 202-050 - Wahrnehmen und Bewegen Übungen und Spiele zur Sinnesf...

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Abschnitt 12, Wurfspiele
Abschnitt 12
Wahrnehmen und Bewegen Übungen und Spiele zur Sinnesförderung (DGUV Information 202-050)
Titel: Wahrnehmen und Bewegen Übungen und Spiele zur Sinnesförderung (DGUV Information 202-050)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 202-050
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 12 – Wurfspiele

Vorbemerkung

Den Kindern soll zunächst Gelegenheit geboten werden, innerhalb von Kleingruppen oder Partnerschaften erkundend und kreativ selbst "Wurf- und Fangspiele" zu erfinden und zu erproben. Es werden ihnen dafür geeignete Materialien zur Verfügung gestellt: verschiedene Bälle, Eimer, Körbe, Kartons, Reifen usw.

Haltet die Seite frei

Das Spielfeld (z. B. ein Hallenteil) wird durch Langbänke in zwei Hälften geteilt. In jeder Hälfte spielt eine Mannschaft. Zu Beginn des Spiels befinden sich in jeder Spielhälfte mehr Bälle als Spielerinnen und Spieler.

Jede Mannschaft versucht, möglichst alle Bälle in das gegnerische Feld zu werfen. Nach einer festgelegten Spielzeit wird die Anzahl der Bälle gezählt, die sich in jeder Spielhälfte befinden. Sieger ist die Mannschaft, die die wenigsten Bälle in ihrer Hälfte hat.

Gezielte Würfe auf Spieler der gegnerischen Mannschaft sind verboten.

MSchaumstoffbälle, Volleybälle, Gymnastikbälle

Scheiben werfen

Die Kinder werfen mit verschiedenen Wurfgeräten auf Zielscheiben und können dabei unterschiedlich viele Punkte erzielen.

OMehrere unterschiedlich große und unterschiedlich gestaltete Zielscheiben werden an der Wand aufgehängt oder auf dem Boden aufgezeichnet, aufgeklebt, aufgestellt oder aufgelegt. Der Abstand zu den Zielscheiben richtet sich nach den Fähigkeiten der Kinder.
MWurfgeräte: Indiacas, Bohnensäckchen, Schweifbälle, Gummi-Frisbees
V Schießbude: Auf einem Kasten oder einer Langbank werden verschiedene Objekte pyramidenartig aufgestellt, die dann abgeworfen werden sollen.
MKleine Kartons, Kasten, Langbank. Wurfgeräte: Bälle
V Kartonwerfen: Mehrere offene Kartons, auf denen die Punktwerte aufgemalt sind, werden in Abständen hintereinander oder in einem Dreieckswinkel aufgestellt. Von einer Wurflinie aus sollen die Schülerinnen und Schüler versuchen, ihre Wurfgeräte in die Kartons zu werfen und dabei möglichst viele Punkte zu erzielen.
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Abb.31
Handtuchball

Handtuchball

Zwei Kinder spielen mit einem gespannten Handtuch einen Soft- oder Volleyball direkt oder indirekt mit Bodenkontakt hoch und fangen ihn mit dem Tuch wieder auf.

OJeweils zwei Kinder zusammen, auf ausreichenden Abstand zwischen den Paaren achten.
MHandtücher, eventuell andere Tücher in vergleichbarer Größe, Volleybälle oder Softbälle
V Wettbewerb: Welches Paar kann am häufigsten den Ball hochspielen, ohne dass er auf den Boden fällt.
V Zwei mit zwei: Jetzt stehen sich zwei Paare mit je einem Handtuch gegenüber und spielen sich einen Ball direkt oder indirekt zu - auch über eine gespannte Leine.
V Wettbewerb: Welche Vierergruppe schafft die meisten Ballwechsel? Zusätzlich kann auch die Regel eingeführt werden, dass ein Bodenkontakt erlaubt ist (nur mit springenden Bällen möglich).
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Abb.32
Autospiel

Verkehrspolizei

Es werden vier Gruppen gebildet, die sich auf die Ecken eines Vierecks verteilen. In der Mitte steht die Lehrkraft oder ein Kind und signalisiert mit den Handzeichen eines Verkehrspolizisten, welche Gruppe in welche Richtung laufen bzw. "fahren" sollen. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Arten von Verkehrsteilnehmenden (z. B. zu Fuß gehen, Radfahren, Autofahren, Motorradfahren) nachahmen.

OVerkehrsregeln beachten, d.h. Zeichen beachten und rechts aneinander vorbeilaufen.
MMarkierungskegel

Autospiel

Die Kinder fahren als Auto so durch die Halle, dass sie keinen Mitfahrer behindern und berühren. Die Lehrkraft ruft ihnen die Gänge zu. Die Kinder bewegen sich entsprechend langsam oder schnell bzw. rückwärts oder vorwärts.

ODie Kinder beachten die Regeln "rechts vor links" und "links überholen". Je kleiner der Spielraum ist, desto höher ist die Anforderung.
MEventuell Reifen als Steuerräder oder Stäbe als Seitenbegrenzung

Motorbiene

Zu einer flotten Musik fährt ein Teil der Schüler und Schülerinnen als Autos durch die Halle (Moosgummiringe oder Bälle als Steuer), der andere Teil als Motorräder (zusammengelegte Seile oder Keulen als Lenker). Immer wenn die Musik stoppt, werden die Rollen und mit ihnen die Handgeräte getauscht.

ODie Autos und Motorräder dürfen sich nicht berühren.
MMoosgummiringe, Bälle, Seile, Keulen, Audioabspielgerät, Musik

Fahrschule

Die Schüler und Schülerinnen erhalten den Auftrag, alleine, als Paar oder in der Gruppe aus bereit gestellten Materialien und Handgeräten Fahrzeuge zu bauen und damit durch den Raum zu fahren.

ODie Kinder sollen sich selbstständig Partner oder Partnerinnen suchen. Das Materialdepot wird an einer Seite vor der Turnhallenwand aufgebaut. Den Kindern Zeit lassen für das Erkunden und Ausprobieren. Verkehrsregeln "rechts vor links", "rechts ausweichen" und "links überholen" beachten.
MKleingeräte und Alltagsmaterialien, wie z. B. Kartons, Teppichfliesen, Seile, Reifen
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Abb.33
Fahrschule