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Abschnitt 9, Radfahren üben und das Fahrrad beherrschen lern...
Abschnitt 9
Vom Durcheinanderlaufen zum Miteinanderfahren Ein Beitrag des Sports zur Verkehrserziehung (DGUV Information 202-049)
Titel: Vom Durcheinanderlaufen zum Miteinanderfahren Ein Beitrag des Sports zur Verkehrserziehung (DGUV Information 202-049)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 202-049
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 9 – Radfahren üben und das Fahrrad beherrschen lernen

Die nachfolgenden Seiten enthalten Impulse für die Unterrichtsgestaltung mit dem Fahrrad. Dabei muss nicht jeder Schüler und jede Schülerin im Besitz eines Fahrrades sein. Oftmals sind sie ohne Fahrrad als Helferinnen und Helfer erforderlich. Bei einer Anzahl der angebotenen Übungen genügt es sogar, wenn auf vier bis sechs Schülerinnen und Schüler ein Fahrrad kommt.

Seite
Nach links und rechts absteigen32
Ratespiel per Rad33
Spur einhalten34
Zielfahren35
Schattenfahren36
Anhalten, ohne den Boden zu berühren37
Turmbau per Fahrrad38
Langsam-Rennen39
Alles im Eimer40
Weiterrollen41
Reitturnier42
Engpass43
Ringe aufhängen44
Rad fahren und Ball prellen45
Fahren und laufen45
Slalom per Fahrrad46
Rechts vor links47
Synchronfahren48
Rad fahren mit Handicap49
Duathlon: Rad fahren und Werfen50
Nonstop-Fahrfelder51
Fahrradturnier54

Nach links und rechts absteigen

Das Absteigen auf der "falschen" Seite ist ebenso ungewohnt wie das Werfen mit dem "verkehrten" Arm. Das Erlernen dieser Fähigkeit kann jedoch dazu beitragen, entsprechende Situationen beim alltäglichen Radfahren problemlos zu meistern.

Nach den ersten erfolgreichen Übungsversuchen könnte auf dem Schulhof eine Teststrecke markiert werden. Neben einfachen Bodenmarkierungen eignen sich auch verschieden farbige bzw. verschiedenartige Kleingeräte zur Markierung der jeweiligen Absteigstelle, so dass auf eine vorgegebene Fahrspur verzichtet werden kann.

Zielgenau absteigen in den Reifen:

Variationen:

  • Auf akustische Zeichen nach links und rechts absteigen; zunächst in regelmäßigem, später in unregelmäßigem Wechsel.

  • Nach beiden Seiten absteigen und wieder aufsteigen, ohne dass das Fahrrad zum Stillstand kommt.

Ratespiel per Rad

Etwa zehn Plakate mit den Wörtern eines Satzes oder eines Sprichwortes in ungeordneter Reihenfolge im Schulhofbereich aufhängen oder auf den Boden legen. Während der Fahrt müssen sich die Schülerinnen und Schüler die Wörter einprägen und den Satz bzw. das Sprichwort "erraten" und dem Spielleiter mitteilen.

Spur einhalten

Geradeaus fahren - in der Spur bleiben - ist leichter gesagt als getan. Dazu ist ein hohes Maß an Gleichgewichtsfähigkeit erforderlich. Diese Fähigkeit, den Körper und mit ihm gekoppelte Gegenstände im Gleichgewicht zu halten, sollte bereits vor dem Erlernen des Radfahrens erworben werden.

Übungsmöglichkeiten mit dem Fahrrad:

  • in einer Spur von rund 50 Zentimetern Breite fahren

  • in einer Spur, die allmählich schmaler wird, fahren

  • auf geraden und bogenförmigen Linien fahren, z. B. Spielfeldmarkierungen

  • über ein flaches Brett fahren

  • über mehrere flache Bretter, die richtungsversetzt auf dem Boden liegen, fahren

  • über ein bergab führendes Brett fahren

  • über eine Brettwippe fahren

  • an einer Bank entlang fahren und dabei die auf der Bank liegenden Gegenstände (Bälle, Dosen, u.Ä.) mit dem Fuß von der Bank stoßen

  • in einer relativ schmalen Spur fahren und dabei durch schnelles Zurückschauen die neben der Fahrspur angebrachten Informationen beachten, ohne die Spur zu verlassen

Die oben beschriebenen Übungen können auch mit einhändiger Fahrweise durchgeführt werden.

Zielfahren

Auf dem Schulhof unregelmäßig ausgelegte kleine Gegenstände (Pappscheiben, Bierdeckel, Holztäfelchen o.Ä.)

  • mit dem Vorderrad,

  • mit dem Hinterrad oder

  • mit beiden Rädern

überfahren.

Die Gegenstände sollten so beschaffen sein, dass das Überfahren sichtbar, spürbar und eventuell auch hörbar ist.

Aus einer mittleren Geschwindigkeit das Fahrrad so abbremsen, dass Vorder- oder Hinterrad in einem Zielfeld mit geringem Durchmesser zum Stehen kommt.

Nach vorsichtigem Heranfahren einen aufgelegten Medizinball beim Anhalten frontal mit dem Vorderrad herabschubsen.

Nach mehrmaligem Pedalantritt das Fahrrad so ausrollen lassen, dass es ohne Benutzung der Bremsen und Pedale in einem auf dem Schulhof markierten Zielkreis oder Zielfeld zum Stehen kommt. Die Füße dürfen nicht zum Bremsen, sondern nur zum Vermeiden des Umkippens mit dem Boden in Berührung kommen; sie dürfen also nicht über den Boden schleifen, sondern lediglich einmal zum endgültigen Stand aufgesetzt werden.

Schattenfahren

In mäßiger Geschwindigkeit und mit gebotenem Sicherheitsabstand hinter einem Partner herfahren und dessen Fahrspur möglichst genau einhalten.

Aufgabenwechsel:

  • nach einer bestimmten Strecke

  • nach Zeit, z. B. zwei bis drei Minuten

  • auf akustische Zeichen

Hinweis für die vorfahrende Person:

Wer schüttelt seinen Partner bzw. seine Partnerin durch geschickte Fahrmanöver (Richtungsänderungen, Tempowechsel) ab? Übertriebene Temposteigerung und blockierendes Bremsen (rutschendes Hinterrad) sind regelwidrig!

Variationen:

Neben dem möglichst genauen Einhalten der Fahrspur des Vorfahrenden soll der Verfolger auch zusätzliche Bewegungen nachmachen:

  • mit einer Hand lenken

  • Beine grätschen

  • vom Sattel abheben

  • ab- und aufsteigen

  • auf den Gepäckträger setzen

  • usw. ...

Anhalten, ohne den Boden zu berühren

Mehrmals während einer Fahrt durch Abstützen mit einer Hand oder einem Fuß an verschiedenen Gegenständen, z. B. Baum, Laterne, Stuhl, Zaun, anhalten (bis zum Stillstand). Anschließend weiterfahren, ohne mit den Füßen den Boden zu berühren. Dabei kommt es auf den richtigen Pedalstand an!

Spielformen:

  • Während der Fahrt auf einem mit mehreren Anhaltemöglichkeiten versehenen Fahrbereich (Schulhof/Schulgelände) auf ein akustisches Zeichen reagierend einen Halteplatz suchen und zum Stillstand kommen (wie oben beschrieben).

  • Wer einen Fehler macht (Bodenberührung) und wer als letztes einen Halteplatz gefunden hat, scheidet aus dem Wettbewerb aus. Wer hat letztlich gesiegt? Die ausgeschiedenen Fahrer und Fahrerinnen dürfen auf einem Nebenfeld für den nächsten Durchgang üben.

  • Wie oft gelingt das Anhalten und Weiterfahren ohne Bodenkontakt mit dem Fuß innerhalb von zwei Minuten an verschiedenen Gegenständen (Haltepunkten)? Dabei darf der jeweilige Haltepunkt nur einmal benutzt werden!

Spitzenleistung:

Sich einen Partner bzw. eine Partnerin suchen, an der Hand fassen und - sich gegenseitig stützend - halten

  • beim Nebeneinanderfahren oder

  • beim Aufeinanderzufahren.

Turmbau per Fahrrad

Im Vorbeifahren von einem Tisch einen stapelfähigen Gegenstand (Dose, Büchse oder Karton) wegnehmen und auf einem zweiten Tisch wieder aufstellen. Beim zweiten, dritten usw. Durchgang ebenso verfahren und die Gegenstände zu einem Turm aufeinander stapeln.

Wettbewerb:

Wer bzw. welche Gruppe baut den höchsten Turm oder benötigt die geringste Zeit, die vorhandenen Gegenstände aufzustapeln?

Mehrere Schülerinnen und Schüler können das gleiche Fahrrad benutzen. Fahrspur, Warte- und Wechselraum sollten sichtbar getrennt werden!

Übungsstrecke:

Langsam-Rennen

Eine Fahrstrecke von etwa 10 bis 20 Metern soll in einem etwa zwei bis drei Meter breiten Fahrstreifen möglichst langsam zurückgelegt werden. Wer zuletzt ankommt, hat gewonnen!

Der Boden darf mit den Füßen nicht berührt werden. Ebenfalls darf der Fahrstreifen nicht verlassen werden.

Variationen: Sternfahrt

Wer ist als letzte Person mit dem Vorderrad im Kreis?

Diese Anlage ist auch als Nonstop-Fahrfeld geeignet (siehe Seite 51)

Alles im Eimer

Während der Fahrt mit dem Fahrrad Gegenstände (z. B. Tennisbälle, Jonglierbälle, Bohnensäckchen) in einen von einer Mitschülerin oder einem Mitschüler gehaltenen Eimer (Korb) werfen. Der "Eimerhalter" darf mithelfen, die Bälle aufzufangen, ohne jedoch seinen Standort zu verlassen.

  • Welche Gruppe oder welches Kind schafft die meisten "Eimertreffer" in einer festgesetzten Zeit?

  • Welche Gruppe oder welches Kind erreicht zehn Treffer in kürzester Zeit?

  • Fahrerwechsel, wenn ein Fehlwurf erfolgt ist!

Als Organisationsform wird die Dreiergruppe empfohlen: Eine Person fährt, eine Person hält den Eimer und eine Person sammelt den Ball ein.

Variationen:

  • Korbballständer statt beweglicher "Eimerhalter"

  • der Ball muss während der Fahrt einmal auf den Boden geprellt werden, bevor er in den Eimer/Korb geworfen wird

  • Rechts- und Linkskurve im Wechsel

Weiterrollen

Wer rollt mit seinem Rad am weitesten?

Die Abfahrt erfolgt:

  • von einem kleinen Hügel

  • von einer Rampe

  • von einem Sprungbrett

  • mit einmaligem Pedalantritt

  • mit drei Schritten Anlauf

  • mit zehn Metern Anlauf

  • auf dem Gepäckträger sitzend

  • auf der linken oder rechten Pedale stehend

Während des Rollens dürfen die Pedale nicht mehr zur Fortbewegung betätigt oder nicht mehr berührt werden. Um die "Siegerin" oder den "Sieger" zu ermitteln, gilt als Endpunkt die Stelle, wo der Fuß aufsetzt, um ein Umkippen zu verhindern.

Variationen:

Wer rollt die längste Zeit? Balancieren am Ende des Rollvorganges ist gültig!

Reitturnier

Der Parcours für das "Reitturnier" mit dem Fahrrad besteht aus einfachen Holzlatten, die innerhalb des "Turnierfeldes" (Schulhof) auf den Boden gelegt werden.

Ein Hindernis gilt als übersprungen, wenn das Vorderrad die Latte nicht berührt. Dies wird durch ruckartiges Anheben des Vorderrades mit der Lenkstange erreicht. Die Hindernislatten sollten halbrund sein. Auch Springseilchen o.Ä. sind für die Durchführung geeignet.

Hilfe für den ersten Versuch:

Aus spitzem Winkel an das Hindernis heranfahren! Möglichst keine Fahrräder mit geringem Raddurchmesser (Klappräder) verwenden - Gefahr des Umkippens nach hinten!

Beispiel für einen einfachen Parcours, z. B. auf dem Schulhof:

Engpass

Zwischen zwei beweglichen Hindernissen, die mit einem zusätzlichen geringen Spielraum (in Lenkstangenbreite) auseinanderstehen oder -hängen, hindurchfahren, ohne die Hindernisse zu berühren.

Als Hindernisse eignen sich:

  • elastische Stäbe, die bei Berührung nachgeben

  • Stäbe, die aufgehängt werden können

  • Tellerfahnen

  • Seilchen bzw. Bänder, die aufgehängt sind

  • Tapetenstreifen, die über eine quer gespannte Leine gehängt werden können

Die Tore (Tellerfahnen) werden allmählich enger und zueinander versetzt aufgestellt:

Die Engpassdurchfahrt erfolgt unmittelbar nach einer Kurve.

Ringe aufhängen

Während der Fahrt eine Anzahl Ringe beliebiger Größe oder ähnliche aufhängbare Geräte an Gegenständen aufhängen, umhängen oder einsammeln.

Paarspiele:

  • Welches Paar schafft in einem vorgegebenen Zeitraum, z. B. einer Minute, das Aufhängen und Einsammeln von x Ringen an und von den dafür vorgesehenen Aufhängevorrichtungen?

  • Das gleiche Partnerspiel ohne die Vorgabe von fixierten Aufhängevorrichtungen.

Staffelform:

Vier Personen, ein Fahrrad, vier Ständer, vier Ringe. Die beiden ersten Fahrenden hängen jeweils zwei Ringe auf die Ständer. Die beiden letzten Fahrenden sammeln die Ringe ein. Durch den "Slalomzwang" bleibt die Geschwindigkeit gering.

Rad fahren und Ball prellen

Eine Schülerin oder ein Schüler versucht bei langsamer Fahrt einen gut springenden Ball neben sich auf den Boden zu prellen. Eine zweite Schülerin bzw. ein zweiter Schüler - ohne Fahrrad - begleitet die oder den Fahrenden und gibt nach den Fehlversuchen beim Prellen den verlorenen Ball wieder zurück. Der Partnerwechsel erfolgt nach vorher festgesetzter Zeit (ca. zwei bis drei Minuten) oder nach zwei bis drei Fehlversuchen.

Weitere Übungsformen:

  • Wer prellt den Ball am häufigsten?

  • Wer legt die längste Strecke zurück?

  • Wer kann sogar Kurven fahren?

  • Wer kann die Geschwindigkeit ändern?

Zwei Kinder versuchen, bei langsamer Fahrt sich einen Ball zuzuprellen, wenn sie sich beim Fahren begegnen. Wie oft gelingt das z. B. bei drei oder fünf Versuchen. Ein drittes Kind - ohne Rad - gibt nach einem Fehlversuch den Ball an einen der Fahrenden zurück.

Zehnerfang:

Welches Paar kann sich zehnmal einen Ball zuwerfen und fangen?

  • Ein Partner oder eine Partnerin mit und einer bzw. eine ohne Rad,

  • beide mit Rad,

  • in der Dreier- oder Vierergruppe (jeweils mit einem helfenden Kind, das nach einem missglückten Fangversuch den Ball dem fahrenden Kind zurückgibt).

Fahren und laufen

Wer ist schneller? Eine radfahrende Person oder eine Person, die läuft, wenn beide zur gleichen Zeit von gleicher Stelle aus starten?

Eine interessante Aufgabe zum Experimentieren!

Dauerlauf mit Fahrpause:

Ein Kind fährt und drei Kinder laufen im Dauerlauftempo. Jeweils nach etwa einer Minute erfolgt ein "fliegender Wechsel": das fahrende Kind steigt rechts ab, und das schnellstlaufende Kind steigt von links auf das Fahrrad auf, ohne dass das Fahrrad zum Stillstand kommt.

"Bahnrekord":

Vier Kinder sollen mit Hilfe eines Fahrrades auf der 400-m-Rundlaufbahn einen neuen "Bahnrekord" aufstellen:

  • wie bei der 4 x 100 m Staffel, wobei das Fahrrad den Staffelstab ersetzt

  • Staffel: laufende gegen radfahrende Personen Die Laufgruppe wechselt mit Staffelstab; die andere Staffel hat ein Fahrrad zum Wechsel.

  • die Schüler oder Schülerinnen können sich die Strecke selbst einteilen, z. B.: 120 m - 110 m - 90 m - 80 m.

  • Alle vier Schüler oder Schülerinnen müssen die gesamte Strecke (z. B. 1000 m) laufen; wer "müde" ist, darf fahren!

Slalom per Fahrrad

Kind A fährt durch die von den Mitschülerinnen und Mitschülern gebildeten Slalomtore:

  • Die Kinder B, C, D usw. bilden quer stehend zur Fahrtrichtung Tore. Nach der Durchfahrt bildet das Kind A ein weiteres Tor, und das Kind B durchfährt die

  • Die Schüler und Schülerinnen B, C, D usw. bilden in Fahrtrichtung stehende Tore (Fahrfolge wie bei 1).

  • Die Schüler und Schülerinnen B, C, und D bilden langsam weiterfahrend in Fahrtrichtung Tore. Schüler oder Schülerin A durchfährt die Tore und setzt sich, die Fahrt verlangsamend, mit dem entsprechenden Abstand an die Spitze.

Rechts vor links

Die Vorfahrtsregelung "rechts vor links" lässt sich nicht durch theoretische Belehrungen und Planspiele befriedigend vermitteln. Sie muss erlebt und geübt werden. Um diesen Bewegungsvorgang, der ein hohes Maß an Konzentration und Anpassungsfähigkeit verlangt, einzuüben, kann folgende Übung gewählt werden:

  • Radfahrer bzw. Radfahrerin A kommt immer von rechts - auch nach dem Passieren der Wendemarken!

  • Radfahrer bzw. Radfahrerinnen A und B fahren auf der vorfahrtsberechtigten Spur im Wechsel!

  • Erhöhte Konzentration ist erforderlich, wenn gleichzeitig vier Radfahrer und Radfahrerinnen einen zentralen Punkt nach dem System "rechts vor links" überqueren. Dabei ist die Verständigung darüber erforderlich, wer als Nr. 1 fährt. Diese "Kreuzung" kann ohne Unterbrechung - unter Beachtung der Regelung "rechts vor links" - durchfahren werden, wenn die gestrichelten Linien als Fahrstrecke gewählt werden.

Synchronfahren

Zwei Kinder fahren mit gleicher Geschwindigkeit und gleich bleibendem Abstand:

  • auf einer vorgezeichneten Spur (z. B. Spielfeldmarkierungen)

  • auf einer durch Gegenstände markierten Spur

  • mit Richtungsänderungen auf akustische oder optische Zeichen

Die Schüler und Schülerinnen stellen eine "Kür" zusammen und entwerfen einen entsprechenden "Fahrplan".

Die Schüler bzw. Schülerinnen erfinden eine Polonaise auf Fahrrädern.

Rad fahren mit Handicap

Macht den Karton voll:

Ein Kind fährt eine vorgegebene Strecke, z. B. durch vier festgelegte Tore. Hier stehen andere Kinder in sicherer Entfernung und versuchen, Gegenstände in den Karton zu werfen, den es hinter sich herzieht. Wer bringt die meisten bzw. die wenigsten Gegenstände ins Ziel?

Handicap-Slalom:

Mit dem Fahrrad und einem an einem Seil angebundenen Gegenstand Slalom fahren, ohne die Markierungen zu berühren.

Rad-"Rennen":

Eine abgegrenzte Fahrstrecke in möglichst kurzer Zeit durchfahren, dabei ist jedoch etwa alle 20 Meter eine Markierung zu umrunden. Bremsvorgänge mit rutschenden Rädern werden mit Strafsekunden geahndet!

Duathlon: Radfahren und Werfen

Wettbewerbe mit dem Fahrrad sind attraktiv. Anstelle von "Laufen und Schießen" könnte "Radfahren und Zielwerfen" ebenso spannend sein.

Die dazu erforderliche Streckenanlage ist dem jeweiligen Schulgelände anzupassen. Für Schulen mit minimaler Schulhoffläche ist die Übertragbarkeit auf Sportanlagen (Kampfbahn, Sportplatz) in Erwägung zu ziehen.

Um ein unkontrolliertes Tempofahren zu vermeiden, sollten in längere Fahrstrecken Handicaps eingebaut werden. Die eigentliche Entscheidung fällt an den Wurfstationen, wo Helfer für die Bereitlegung der Bälle sorgen. Pro Fehlwurf ist eine Rundfahrt auf der Nebenstrecke erforderlich. Anzahl der Runden, der Handicaps, der Wurfstationen un der Würfe sowie die Startabstände ist so zu bemessen, dass an den Wurfstationen keine Staus entstehen.

Nonstop-Fahrfelder

Fahrfelder, die auf Schulhöfen aufgezeichnet werden können, ermöglichen ein pausenloses Fahren, so dass auch Klassen mit hohen Schülerzahlen effektiv üben können.

Kreis mit fünf Armen (je nach Flächengröße auch mit drei, vier oder mehr als fünf Armen möglich). Fahrregelung wie beim offiziellen Kreisverkehr.

Einfädel-Übungsfeld mit Haltestreifen. Es kann beliebig verlängert werden.

Die Markierung sollte das notwendige Überholverbot innerhalb der Spirale erkennbar machen.

Beim Vorhandensein dieser drei Fahrfelder auf einem Schulhof könnten etwa 30 bis 40 Schülerinnen und Schüler gleichzeitig Radfahren üben.

Fahrradturnier

1
Mit dem Fuß an vier verschiedenen Gegenständen anhalten und wieder abfahren, ohne den Boden zu berühren!

Je gelungenen Versuch = ein Punkt
2
Beim Fahren einen Ball achtmal hintereinander auf dem Boden aufprellen!

Je zwei gelungene Versuche = ein Punkt
3
Im Vorbeifahren vier Keulen oder ähnliche Gegenstände auf einer ebenen Fläche aufstellen!

Je aufgestellte Keule = ein Punkt
4
Im Vorbeifahren vier Dosen oder ähnliche Gegenstände zu einem Turm aufeinander setzen!

Je aufgesetzte Dose = ein Punkt
5
Im Vorbeifahren vier Ringe aufhängen und auf dem Rückweg wieder abnehmen!

Je Ring (auf und ab) = ein Punkt
6
Über vier auf dem Boden liegende Holzlatten so fahren, dass das Vorderrad durch ruckartiges Anheben die Latte nicht berührt!

Je gelungenen Versuch = ein Punkt