DGUV Information 202-033 - Minitrampolin - mit Leichtigkeit und Sicherheit (DGUV...

Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
Abschnitt 2.1, 2 Sicherer Geräteeinsatz 2.1 Das Turngerät Mi...
Abschnitt 2.1
Minitrampolin - mit Leichtigkeit und Sicherheit (DGUV Information 202-033)
Titel: Minitrampolin - mit Leichtigkeit und Sicherheit (DGUV Information 202-033)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 202-033
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.1 – 2 Sicherer Geräteeinsatz
2.1 Das Turngerät Minitrampolin

Minitrampoline gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Je nach Verwendungszweck und Zielgruppe unterscheiden sich Minitrampoline hinsichtlich der Rahmenkonstruktion, der Tuchgröße und der Wurfkraft.

Das Minitrampolin besteht aus einem Stahlrahmen, an dem das elastische Sprungtuch mit Stahlfedern oder Gummizügen befestigt ist. Eine mit Rahmen und Sprungtuch fest verbundene Abdeckung verhindert den Einsprung in die Verspannung.

Die Sprungtücher und Federungen haben eine unterschiedliche Dehnfähigkeit und Wurfleistung, wodurch eine alters- und leistungsspezifische Auswahl unter verschiedenen Geräten getroffen werden kann.

Die klappbaren Fußgestelle mit Gleitschutz und Mittelstützen zur Fixierung und Höhenverstellung lassen eine Tuchneigung von schräg bis waagerecht zu (Ausnahme: Minitrampoline mit offenem Rahmen/Open-End-Minitramp).

Abb. 1 Minitrampolin mit geschlossenem Rahmen, gewebtem Tuch und fest integrierter Abdeckung Größen: Abb. 3 Minitrampolin mit offenem Rahmen/Open-End-Minitramp (sehr wurfkräftig) Größe:
Rahmen125 x 130 cmRahmen120 x 120 cm
Sprungtuch60 x 60 cmSprungtuch70 x 60 cm
Abb. 2 Minitrampolin mit geschlossenem Rahmen, Stahlfedern und wurfkräftigem Flechttuch Größen: Abb. 4 Auf dem Transportwagen können die Minitrampoline gefahrlos gelagert und transportiert werden
Rahmen112 x 112 cm
Sprungtuch60 x 60 cm
oder 
Rahmen125 x 125 cm
Sprungtuch70 x 70 cm

Lagerung

Im Geräteraum stehen die Minitrampoline zusammengeklappt auf einem Transportwagen bzw. lehnen oder hängen an der Wand. Die Geräte dürfen niemals aufgebaut in den Geräteräumen stehen bleiben, um eine missbräuchliche Nutzung zu verhindern.

Abb. 5 Beispiel für eine sachgerechte Lagerung Abb. 6 Achtung: Grob fahrlässige Minitrampolin-Lagerung im Geräteraum

Transport

Der Transport und der Aufbau des Minitrampolins erfolgen nach dem Aufbau der anderen Geräte und der Matten, der Abbau unmittelbar nach dem Beenden des Springens. Beim Transport gehen die Schülerinnen und Schüler vorwärts mit Blick in Bewegungsrichtung. Die Minitrampoline werden waagerecht getragen, mit den Fußgestellen auf der Oberseite, sodass sie nicht aufklappen können. Der Transportweg muss hindernisfrei sein.

Abb. 7 Jugendliche tragen das Minitrampolin, mit den Fußgestellen auf der Oberseite, zu viert Abb. 8 Jugendliche tragen das Minitrampolin, mit den Fußgestellen auf der Oberseite, zu zweit

Auf-, Um- und Abbau

Aufgrund des erforderlichen Kraftaufwands sollte die Lehrkraft den Auf-, Um- und Abbau in unteren Jahrgangsstufen selbst vornehmen. Ältere, angeleitete Schülerinnen und Schüler können den folgenden Ablauf selbst ausführen. Die Lehrkraft überprüft abschließend den ordnungsgemäßen Aufbau vor der Freigabe des Gerätes (gleiches gilt auch für den Um- und Abbau).

  1. 1.

    Hochkantstellung des Minitrampolins, seitliches Ausklappen beider Fußgestelle (dadurch steht das Minitrampolin von selbst)

  2. 2.

    Fixieren des Fußgestells mit dem Fuß

  3. 3.

    Herunterdrücken oder Hochziehen der herausgeklappten Fixierstangen/Mittelstützen (mit beiden Händen), die zur Arretierung der Fußgestelle und Höhenverstellung dienen. Achtung: Klemmgefahr

Der Abbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Abb. 9 Auf- und Abbau
Umbau/Einstellungsveränderungen:
  • Herausdrehen des Schraubrades an den Mittelstreben

  • Zusammenschieben bzw. Herausziehen der Streben mit dem jeweiligen entlasteten Bügel zu einem der nächsten Löcher und Wiedereinschrauben des Schraubrades

Die eingestellte Neigung der Absprungfläche richtet sich nach Anlaufgeschwindigkeit und Bewegungsaufgabe:
  • je langsamer und kürzer der Anlauf (geringer Vortrieb), desto flacher wird die Tuchneigung eingestellt

  • je schneller und länger der Anlauf (starker Vortrieb), um so steiler wird die Tuchneigung eingestellt

  • beim Einsprung vom Kasten: waagerechte Tucheinstellung

  • zur Rotationsverstärkung: Tuch in Bewegungsrichtung geneigt

Abb. 10 Lehrkraft erläutert Aufbau des Minitrampolins

Vor der Nutzung des Geräts muss ein abschließender Sicherheitscheck durch die Lehrkraft erfolgt sein. Folgendes ist zu überprüfen:

Ein Minitrampolin, das den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügt, ist der Nutzung wirksam zu entziehen. Nur die Kennzeichnung "Gerät defekt" reicht nicht aus, um eine missbräuchliche Nutzung auszuschließen.
Abb. 13 Abdeckung mangelhaft (stark gefährdend)