Online-Shop für Schriften

Jetzt bei uns im Shop bestellen

Jetzt bestellen
8.2.4 BG Regeln – Scheuermann
Scheuermann, Praxishandbuch Brandschutz, 2016
Autor: Dyrba
Titel: Praxishandbuch Brandschutz
Herausgeber: Scheuermann
Auflage: 2016
Autor: Dyrba
Abschnitt: 8 Explosionsschutz → 8.2 Rechtliche Grundlagen
 

8.2.4 BG Regeln

BG-Regeln (Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit) sind Zusammenstellungen bzw. Konkretisierungen von Inhalten, z.B. aus Gesetzen, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, technischen Spezifikationen sowie Erfahrungen berufsgenossenschaftlicher Präventionsarbeit, z.B. DGUV Regel 113-001 (früher BGR 104) Explosionsschutz-Regeln (EX-RL).

Das DGUV Vorschriften- und Regelwerk bietet Unternehmen und Versicherten die nötige Handlungssicherheit, um gesunde und sichere Arbeitsplätze in den Betrieben und Einrichtungen gestalten zu können.

Mit der Fusion des damaligen Bundesverbandes der Unfallkassen (BUK) und des damaligen Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) zur Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) bestanden ab 2007 zunächst die Mustervorschriften, Regeln, Informationen und Grundsätzen im Bereich der Prävention von BUK und HVBG fort.

Sofern Schriften zum gleichen Thema oder gar mit gleichem Titel existieren, führte dies in der Praxis zum Teil zu Verunsicherungen und entsprechenden Nachfragen. Der Vorstand der DGUV beschloss deshalb im September 2009 neue Bezeichnungen für die Schriften des Vorschriften- und Regelwerks der DGUV. Zukünftig sollen die bisher verwendeten Kürzel wie BGV/GUV-V, BGR/GUV-R, BGI/GUV-I, BGG/GUV-G, GUV-SR, GUV-SI, DA und ZH1/zugunsten der übersichtlichen Bezeichnungen

  • DGUV Vorschriften

  • DGUV Regeln

  • DGUV-Information und

  • DGUV-Grundsätze

entfallen. Zudem erscheinen diese Schriften im neuen Corporate Design (DC) der gesetzlichen Unfallversicherung. Das CD wird bereits seit geraumer Zeit für zwischenzeitlich erstellte oder nachgedruckte Schriften verwandt und ist in der Arbeitswelt inzwischen etabliert.

Ergänzend wurde die DGUV gebeten, ein einheitliches kohärentes sowie inhaltlich geprägtes System der Nummerierung für alle Vorschriften, Regeln, Informationen und Grundsätze zu entwickeln.

Hierfür waren zwei wichtige Meilensteine maßgebend:

  • Die bisherigen Präventionsfachgremien des BUK und des HVBG wurden durch das neue System der Fachbereiche und Sachgebiete der DGUV abgelöst. Dies geschah ab Mai 2011; die Fachbereiche stellten sich im DGUV Forum inzwischen in einer Reihe von Kurzberichten vor (2012).

    8.2.4 BG Regeln – Seite 2 – 01.09.2016 >>
  • Im Leitlinienpapier zur Neuordnung des Vorschriften- und Regelwerks im Arbeitsschutz, das von Bund, Ländern und der gesetzlichen Unfallversicherung erarbeitet und im August 2011 unterzeichnet wurde, mussten die Randbedingungen für ein überschaubares und abgestimmtes Vorschriften- und Regelwerk von Staat und gesetzlicher Unfallversicherung festgelegt werden. Das Vorschriften- und Regelwerk soll demzufolge in sich konsistent, für die Anwender leicht handhabbar und aus sich heraus verständlich und praktikabel sein.

Für die Nummerierung der DGUV Vorschriften genügt der übersichtliche Zahlenbereich von 1 bis 99. Für DGUV Regeln ist der Zahlenbereich von 100 aufwärts reserviert, für Informationen der Zahlenbereiche ab 200 aufwärts und für Grundsätze ab 300 aufwärts.

Da die Anzahl der Regeln und Informationen zurzeit jeweils deutlich größer als 100 ist, benötigt man zusätzliche Ziffern. Diese werden nach einem Bindestrich angefügt, also

  • DGUV Regeln: 100-xxx

  • DGUV Informationen: 200-xxx

  • DGUV Grundsätze: 300-xxx

Dabei kann xxx eine Zahl zwischen 001 und 999 bedeuten.

Die notwendige inhaltliche Anknüpfung wird erreicht, indem die Regeln, Informationen und Grundsätze den Bezeichnungen der neuen Fachbereiche der DGUV zugeordnet werden. Dazu erhalten die im DGUV Grundsatz 401 in alphabetischer Reihenfolge genannten Fachbereiche Kennziffern von 01 bis 15 (siehe Tabelle 1).

Tab. 1: Kennziffern für die DGUV Fachbereiche

Bezeichnung Fachbereich (FB)

Kennziffern

Bauwesen

01

Bildungseinrichtung

02

Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (ETEM)

03

Erste Hilfe

04

Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz

05

Gesundheit im Betrieb

06

Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

07

Handel und Logistik

08

Holz und Metall

09

Nahrungsmittel

10

Organisation des Arbeitsschutzes

11

Persönliche Schutzausrüstungen

12

Rohstoffe und chemische Industrie

13

Verkehr und Landschaft

14

Verwaltung

15

8.2.4 BG Regeln – Seite 3 – 01.09.2016 << >>

Diese Kennziffern ersetzen in der Nummer der Regel, Informationen oder des Grundsatzes die zweite und dritte Ziffer. Damit ist erkennbar, welcher Branche (z.B. Holz und Metall) oder welchem Thema (z.B. Erste Hilfe, PSA) eine Regel, Information oder ein Grundsatz zugeordnet ist. Schriften, die übergreifenden Charakter haben und nicht eindeutig einem der Fachbereiche zugeordnet werden können, behalten als zweite und dritte Ziffern die 00.

Beispiele:

  • Die Regel Wärmekraftwerke und Heizwerke (BGR/GUV-R 240) wird dem Fachbereich Energie, Textil, Elektro, Medizinerzeugnisse (FB ETEM) zugeordnet. Die neue Nummer wird also die ersten drei Ziffern 103-tragen. Die Ziffern nach dem Bindestrich werden noch festgelegt.

  • Die Regel Betreiben von Arbeitsmitteln (BGR 500 bzw. GUV-R 500) gilt übergreifend und ist keinem speziellen Fachbereich zugeordnet. Die neue Nummer wird also die ersten drei Ziffern 100-… enthalten.

  • Die Information Gesundheitsdienst (BGI/GUV-I 8682) ist dem Fachbereich Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege zugeordnet und wird die ersten drei Ziffern 207-… tragen.

  • Der Grundsatz 401 ist fachbereichsübergreifend, seine ersten drei Ziffern lauten neu 300-…

Das neue Nummerierungssystem bietet neben der ausreichenden Anzahl von verfügbaren Nummern auch die Möglichkeit, Reihen von Schriften, z.B. Messvorschriften für Gefahrstoffe (bisher BGI 505-0 bis 505-72), zusammenhängend einzusortieren. Wichtig: Die Anzahl der maximal möglichen Nummern gibt nicht die Anzahl der zu erwartenden DGUV Vorschriften, Regeln und Informationen und Grundsätze wieder. Das System lässt auch Erweiterungen für Schriften z.B. des Ausschusses Arbeitsmedizin der gesetzlichen Unfallversicherung zu (Kennziffern 50). So können die Handlungsanleitungen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (bisher BGI/GUV-I 505-1 bis 504-46) unter der Nummer 250-xxx einsortiert werden. Eine Übersicht über die Nummerierungssystematik befindet sich in Tabelle 2.

Tab. 2: Neues Nummerierungssystem des DGUV Vorschriften- und Regelwerks

Bezeichnung DGUV Vorschrift

Nummer 1 bis x

Bemerkungen

DGUV Regel

100-001 bis 100-xxx

Regeln, die einem Fachbereich (FB) zugeordnet sind

101-001 bis 101-xxx

Regeln, die dem FB 1 Bauwesen zugeordnet sind

115-001 bis 115-xxx

Regeln, die dem FB 15 (Verwaltung) zugeordnet sind

8.2.4 BG Regeln – Seite 4 – 01.09.2016 << >>

DGUV
Informationen

200-001 bis 200-xxx

Informationen, die keinem FB zugeordnet sind

201-001 bis 201-xxx

Informationen, die dem FB 01 zugeordnet sind

215-001 bis 215-xxx

Informationen, die dem FB 15 zugeordnet sind

250-001 bis 250-xxx

Informationen, die dem Ausschuss Arbeitsmedizin zugeordnet sind

DGUV Grundsatz

300-001 bis 300-xxx

Grundsätze, die keinem FB zugeordnet sind

301-001 bis 301-xxx

Grundsätze, die dem FB 01 zugeordnet sind

315-001 bis 315-xxx

Grundsätze, die dem FB 15 zugeordnet sind

350-001 bis 350-xxx

Grundsätze, die dem Ausschuss Arbeitsmedizin zugeordnet sind

Mit der Umstellung auf das neue System wird eine Transferliste mit den alten und neuen Nummern bereitgestellt. Die bisherigen Nummern werden für einen Übergangszeit auf der Schrift kenntlich gemacht.

Um den Anwendern die Nutzung des DGUV Vorschriften- und Regelwerks zu erleichtern, wird der bisherige Bestand der Schriften voraussichtlich im 4. Quartal 2013 komplett in das neue Regelwerk übernommen. Dies geschieht allerdings unter den folgenden Randbedingungen.:

  • Schriften, die bereits unter den Bedingungen des Leitlinienpapiers und des DGUV Grundsatzes 401 erstellt worden sind, werden ohne weitere Prüfung in das neue System übernommen.

  • Alle anderen Schriften werden zunächst übernommen, müssen aber innerhalb bestimmter Fristen (drei Jahre bei Regeln, fünf Jahre bei Informationen und Grundsätzen) auf Übereinstimmung mit den Erstellungskriterien überprüft werden. Ist die Überprüfung innerhalb der Fristen nicht abgeschlossen, werden nicht überprüfte Schriften aus dem Regelwerk gestrichen.

Alle neu erstellten Schriften müssen, sofern sie in das neue Regelwerk aufgenommen werden sollen, vom zuständigen Fachbereich mit dem zuständigen Sachgebiet beschlossen worden sein. Von einzelnen Unfallversicherungsträgern erstellte Schriften benötigen also die Zustimmung des zuständigen Fachbereichs, um im DGUV Regelwerk erscheinen zu können.

8.2.4 BG Regeln – Seite 5 – 01.09.2016 << >>

Damit nehmen die Fachbereiche der DGUV die wichtige Aufgabe wahr, das DGUV Vorschriften- und Regelwerk auf dem aktuellen Stand der Technik, der Arbeitsmedizin und der Rechtsetzung zu halten, unter Beachtung der Vorgaben des Leitlinienpapiers. Durch die Mitwirkung von Experten der Unfallversicherungsträger, betroffener Kreise, Hersteller und Betreiber, Sozialpartner und staatlicher Vertreter sind die Fachbereiche hierzu gut aufgestellt. Die betrieblichen Anwender profitieren letztlich von der Qualität des Regelwerkes, das sie in der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen unterstützt.

Fazit

Ab dem 4. Quartal 2013 hat die DGUV ihr Vorschriften- und Regelwerk neu aufgestellt. Die neuen übersichtlichen Bezeichnungen DGUV Vorschrift, DGUV Regel, DGUV Information und DGUV Grundsatz wurden mit systematischen Nummern verknüpft, aus denen sich die Art der Schrift und der zugeordnete Fachbereich bzw. fachbereichsübergreifend ergaben. Die Fachbereiche der DGUV erhielten die Aufgabe, die aus dem Bestand übernommenen Schriften innerhalb bestimmter Fristen zu überprüfen, sie sind auch verantwortlich für die Neuaufnahme von Schriften in das neue DGUV Vorschriften- und Regelwerk.

Die DGUV stellt eine Transferliste bereit. Informationen sind im Internet unter http://publikationen.dguv.de bereitgestellt.

DGUV Regel 113-001

Die Explosionsschutz-Regeln (EX-RL, DGUV Regel 113-001) sind Regeln für das Vermeiden der Gefahren durch explosionsfähige Atmosphäre mit Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen.

Die neueste Fassung ist vom Februar 2016. Aufgrund des Harmonisierungsprozesses durch europäische Richtlinien und Normen sowie der Weiterentwicklung der Technik wurden die Explosionsschutz-Regeln einschließlich der Beispielsammlung ständig überarbeitet und erweitert.

Im Ausschuss für Betriebssicherheit (ABS) wurde festgelegt, dass der Textteil der EX-RL ohne Anlagen und ohne Beispielsammlung in die Technischen Regeln zur Betriebssicherheit (TRBS) einfließen soll. Insofern wurde der Textteil der EX-RL in die Technischen Regeln zur Betriebssicherheit implementiert. Die Abstimmungen zwischen dem ABS UA 3 Brand- und Explosionsschutz und dem Fachbereich Rohstoffe und chemische Industrie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Sachgebiet Explosionsschutz, laufen so, dass der Textteil ausschließlich im ABS UA 3 bearbeitet wird. Änderungs- und Ergänzungsvorschläge, die beim Fachbereich Rohstoffe und chemische Industrie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Sachgebiet Explosionsschutz, eingehen, werden an den ABS UA 3 weitergeleitet. Um dem Anwender weiterhin ein in sich geschlossenes Basiswerk zum Explosionsschutz anzubieten, wird die EX-RL in der Summe erhalten bleiben, wobei der Textteil systematisch durch die beschlossenen TRBS bzw. TRGS ausgetauscht wird.

8.2.4 BG Regeln – Seite 6 – 01.09.2016 << >>

Abb. 1: Entwicklungen der EX-RL

Abb. 2: Einflüsse auf die Weiterentwicklung der EX-RL

8.2.4 BG Regeln – Seite 7 – 01.03.2016 << >>

Tab. 1: Die Struktur der EX-RL sieht wie folgt aus:

Textteil

TRBS 1001

Struktur und Anwendung der Technischen Regeln für Betriebssicherheit

TRBS 1111

Gefährdungsbeurteilung und sicherheitstechnische Bewertung

TRBS 1112

Instandhaltung

TRBS 1112 Teil 1

Explosionsgefährdungen bei und durch Instandhaltungsarbeiten – Beurteilung und Schutzmaßnahmen

TRBS 1122

Änderungen und wesentliche Veränderungen von Anlagen nach § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 BetrSichV – Ermittlung der Prüf- und Erlaubnispflicht

TRBS 1123

Änderungen und wesentliche Veränderungen von Anlagen nach § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 BetrSichV – Ermittlung der Prüfnotwendigkeit gemäß § 14 Abs. 1 und 2 BetrSichV

TRBS 1201

Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlagen

TRBS 1201 Teil 1

Prüfung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen und Überprüfung von Arbeitsplätzen in explosionsgefährdeten Bereichen

TRBS 1201 Teil 3

Instandsetzung an Geräten, Schutzsystemen, Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtungen im Sinne der Richtlinie 94/9/EG – Ermittlung der Prüfnotwendigkeit gemäß § 14 Abs. 6 BetrSichV

TRBS 1201 Teil 5

Prüfung von Lageranlagen, Füllstellen, Tankstellen und Flugfeldbetankungsanlagen, soweit entzündliche, leicht entzündliche oder hochentzündliche Flüssigkeiten gelagert oder abgefüllt werden, hinsichtlich Gefährdung durch Brand und Explosionen

TRBS 1203

Befähigte Personen

TRBS 2152 (TRGS 720)

Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre – Allgemeines –

TRBS 2152 Teil 1 (TRGS 721)

Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre – Beurteilung der Explosionsgefährdung –

TRBS 2152 Teil 2 (TRGS 722)

Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre

TRBS 2152 Teil 3

Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre – Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre

TRBS 2152 Teil 4

Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre – Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken

TRGS 727 (vormals TRBS 2153)

Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen

TRBS 3151/TRGS 751

Vermeidung von Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen an Tankstellen und Gasfüllanlagen zur Befüllung von Landfahrzeugen

TRGS 509

Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter

TRGS 510

Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern

TRGS 725

Anwendung von Prozessleittechnik im Rahmen von Explosionsschutzmaßnahmen

E 6

Explosionsschutzdokument

E 7

Organisatorische Maßnahmen

8.2.4 BG Regeln – Seite 8 – 01.03.2016 << >>

Anlagen

Anlage 1

GefStoffV (neu)

Anlage 2 (alt)

BetrSichV (alt)

Anlage 2

BetrSichV (neu)

Anlage 3

Hinweis auf das Verzeichnis der geprüften Gaswarn gerate (www.exinfo.de, Seiten-ID #6HY9)

Anlage 4

Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen nach TRBS 2152 Teil 2, Anhang Punkt 2 (blau)

Anlage 5

Hinweis auf die alte Beispielsammlung (grün) (www.exinfo.de Seiten-ID #9XU2)

Anstelle der geplanten TRBS 1002 Begriffe wurde ein Begriffsglossar auf die Homepage der BAuA unter www.baua.de eingestellt.

DGUV Regel 113-001 Anlage 3

In der Anlage 3 wird auf das umfangreiche, ca. 200 Seiten starke Verzeichnis der auf Funktionsfähigkeit geprüften Gaswarngeräte verwiesen, welches auf der Homepage der BG RCI (www.exinfo.de, Seiten-ID #6HY9) eingestellt ist.

Abb. 3: Auszug aus der Anlage 3 Verzeichnis der geprüften Gaswarngeräte zur EX-RL

DGUV Regel 113-001 Anlage 4

In der Anlage 4 befindet sich die gesamte Beispielsammlung zur Einteilung explosionsgefährdeter Bereiche in Zonen. Die komplette EX-RL mit Beispielsammlung und Textteil (DGUV Regel 113-001) kann z.B. bezogen werden bei Carl Heymanns Verlag oder Engelhard und Bauer Druck und Verlag.

In der Anlage 5 wird auf die alte Beispielsammlung (Gründruck) unter www.exinfo.de, Seiten-ID #9XU2 verwiesen. In Ergänzung der neuen Bei-

8.2.4 BG Regeln – Seite 9 – 01.12.2015 << >>
spielsammlung (Blaudruck, Ausgabe 02/2011) wird die alte Beispielsammlung (Gründruck aus den 90er Jahren) als Erkenntnisquelle zugänglich gemacht, bis alle erforderlichen Beispiele aktualisiert worden sind.

Anlage 5: Hinweis auf die alte Beispielsammlung (grün) (www.exinfo.de Seiten-ID #9XU2)

Es ist vorgesehen, weitere Textteile der EX-RL in die Struktur der Technischen Regeln für Betriebssicherheit zu implementieren.

DGUV Regel 113-002

Bestimmungen für den Bau, die Ausrüstung, die Aufstellung und den Betrieb von Durchlauftrocknern unterschiedlicher Bauarten für Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen sind in verschiedenen Vorschriften und Sicherheitsregeln enthalten. Um Herstellern und Betreibern von Durchlauftrocknern die Einhaltung aller erforderlichen Bestimmungen zu erleichtern, sind in diesen Sicherheitsregeln alle Bestimmungen für Durchlauftrockner von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen zusammengefasst.

Diese Sicherheitsregeln finden Anwendung auf

  • Durchlauftrockner von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen zur Trocknung von Druck- oder Beschichtungsgut, z.B. Bogen oder von Rollen ablaufendes Material, wenn in die Anlagen brennbare Flüssigkeiten, z.B. Lösemittel, Mineralöle, lösemittelhaltige oder mineralölhaltige Stoffe (Druckfarben, Lacke, Beschichtungsstoffe, Wasch- und Reinigungsflüssigkeiten), eingebracht werden, die explosionsfähige Lösemitteldampf-Luft-Gemische bilden können (Lösemitteldurchlauftrockner),

  • Durchlauftrockner von Druck- und Papierverarbeitungsmaschinen für das Trocknen (Härten, Polymerisieren) von nicht lösemittelhaltigen Druckfarben oder Lacken auf Papier, Pappe, Kunststoff und ähnlichen Stoffen mittels Strahlung (Polymerisationsdurchlauftrockner) und

  • Arbeits- und Verkehrsbereiche an Lösemittel- und Polymerisationsdurchlauftrocknern.

    8.2.4 BG Regeln – Seite 10 – 01.12.2015 << >>
  • Mit der Bildung von explosionsfähiger Atmosphäre ist zu rechnen, wenn die Temperatur im Bereich der Verarbeitung nicht ausreichend sicher (etwa 5 ˚C) unter dem Flammpunkt (siehe Abschnitt 2.9) des Lösemittels liegt.

Das Trocknen von lösemittelhaltigen Druckfarben und Beschichtungsstoffen erfolgt in

  • Konvektionsdurchlauftrocknern,

  • IR-Durchlauftrocknern,

  • direkt beheizten Durchlauftrocknern.

Das Trocknen (Härten, Polymerisieren) von nicht lösemittelhaltigen Druckfarben und Beschichtungsstoffen erfolgt in

  • UV-Durchlauftrocknern,

  • ESH-Durchlauftrocknern.

In kombinierten Lösemittel- und Polymerisationsdurchlauftrocknern werden sowohl lösemittelhaltige als auch nicht lösemittelhaltige Druckfarben und Beschichtungsstoffe getrocknet bzw. gehärtet.

DGUV Regel 109-001

Die DGUV Regel 109-001 Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium datiert vom Februar 2008. Diese BG-Regel findet Anwendung auf das Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium mit Bearbeitungsmaschinen und zugehörigen Einrichtungen. Sie behandelt ausschließlich die damit verbundenen Brand- und Explosionsgefährdungen.

Bearbeitungsmaschinen sind z.B. ortsfeste und handgeführte Maschinen. Ortsfeste Maschinen sind z.B. Bandschleifmaschinen mit manueller Werksteckzuführung, Bearbeitungszentren, Entgratmaschinen. Handgeführte Maschinen sind z.B. Schwing-, Exzenter-, Band-, Winkel- und Geradschleifer mit elektrischem oder pneumatischem Antrieb.

Zugehörige Einrichtungen sind z.B.:

  • Absaugeinrichtungen mit Hauben, Rohrleitungen und Ventilatoren

  • Abscheider

  • Behälter zum Lagern und Transportieren von Aluminiumstäuben

  • Löscheinrichtungen

DGUV Regel 109-010

Diese Richtlinien finden Anwendung auf ortsfeste und ortsveränderliche Einrichtungen, die zum Reinigen von Werkstücken mit Lösemitteln verwendet werden und ein Fassungsvermögen von mehr als 1 Liter Lösemittel besitzen. Sie werden im Folgenden Lösemittel-Reinigungseinrichtungen genannt.

8.2.4 BG Regeln – Seite 11 – 01.12.2015 << >>

Diese Richtlinien finden keine Anwendung auf das Behandeln von Textilien, Pelzen und Leder sowie auf das Reinigen, Entschichten und Auswaschen von Siebdruckformen.

Schwerpunkte sind:

  • Begriffe

  • Allgemeine Anforderungen

  • Bau und Ausrüstungen

  • Betrieb

  • Prüfung

DGUV Regel 109-011

Die DGUV Regel 109-011 Umgang mit Magnesium datiert vom April 1999. Die aktualisierte Nachdruckfassung ist vom August 2005.

Magnesium hat die Eigenschaft, mit Luftsauerstoff zu oxidieren. Die Oxidation ist ein exothermer chemischer Vorgang, also eine Reaktion, bei der Wärme frei wird.

Magnesium kann aber auch mit verschiedenen anderen Stoffen chemisch reagieren; insbesondere gilt dies für sauerstoffhaltige Verbindungen. Magnesium reagiert z.B. bei niedrigen Temperaturen mit Wasser unter Freisetzung von Wasserstoff. Für diese Reaktion spielen die Wasserzusammensetzung und -temperatur, insbesondere aber die Magnesiumteilchengröße eine entscheidende Rolle. Bei einer großen spezifischen Oberfläche des Magnesiums (Späne, Stäube) kann so viel Wasserstoff frei werden, dass dieser in Mischung mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Knallgas) bildet.

Gefährliche Zustände sind insbesondere bei Reaktionen mit schmelzflüssigem und brennendem Magnesium zu erwarten.

Magnesiumschmelze brennt an der Oberfläche bei Zutritt von Luftsauerstoff. Magnesiumstäube und -späne sind leicht entzündlich. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen sogar selbstentzündlich sein. Mit kleinerer Teilchengröße wird die Angriffsfläche für den Luftsauerstoff größer, dies ist der Grund dafür, dass Magnesiumstaub bei entsprechender Konzentration und Verteilung in der Luft explosionsfähig ist.

Bei den hohen Verbrennungstemperaturen des Magnesiums von ca. 3.000 ˚C wird bei Anwesenheit von Wasser dieses in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Dabei kommt es zur Bildung von Knallgas und somit zu gefährlichen Reaktionen.

Magnesium wird in der Liste der gefährlichen Stoffe und Zubereitungen nach § 4 der Gefahrstoffverordnung als gefährlicher Stoff ausgewiesen, wenn es in Form von Pulver (Stäuben) oder Spänen vorliegt. Die Gefahrstoffverordnung enthält keine konkreten Hinweise, welche Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Magnesiumstäuben und -spänen anzuwenden sind.

8.2.4 BG Regeln – Seite 12 – 01.12.2015 <<

Die vorliegende BG-Regel fasst die wesentlichen Forderungen für den Umgang mit Magnesium aus

  • staatlichen Arbeitsschutzvorschriften,

  • berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (Unfallverhütungsvorschriften) oder

  • technischen Spezifikationen, insbesondere harmonisierten Normen,

zusammen und gibt darüber hinaus zusätzliche sicherheitstechnische Hinweise.