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I – Scheuermann
Scheuermann, Praxishandbuch Brandschutz, 2016
Autor: Dyrba
Titel: Praxishandbuch Brandschutz
Herausgeber: Scheuermann
Auflage: 2016
Autor: Dyrba
Abschnitt: 1 Wegweiser → 1.4 Glossar
 

I

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Implosion

Implosion ist der plötzliche Zusammenbruch eines Gefäßes aufgrund eines niedrigeren Innen- als Außendrucks. Sie steht damit im Gegensatz zur Explosion, die sich durch ein umgekehrtes Druckgefälle auszeichnet, wobei also der Innendruck den Außendruck übersteigt.

Impulsventilatoren zum Rauch- und Wärmeabzug

Ventilator, der zum Erzeugen eines Luftstrahls in einem Raum verwendet wird und an keine Leitung angeschlossen ist.

In Betrieb

Zustand, in dem eine Einheit eine geforderte Funktion ausführt.

Inbetriebnahme von ATEX-Produkten

Inbetriebnahme von ATEX-Produkten bedeutet die erste Verwendung der in der Richtlinie 94/9/EG genannten Produkte innerhalb der EU durch ihren Endanwender.

Bemerkung: Unter die Richtlinie 94/9/EG fallende Produkte werden mit ihrer ersten Verwendung in Betrieb genommen. Jedoch gilt eine Produkt, das einsatzbereit ist, sobald es in Verkehr gebracht wurde, und das nicht montiert oder installiert werden muss und bei dem die Vertriebsbedingungen (Lagerung, Transport usw.) keine Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit oder die Sicherheitsmerkmale des Produkts in Bezug auf die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der Richtlinie 94/9/EG haben, als in Betrieb genommen, sobald es in Verkehr gebracht wurde, sofern es unmöglich ist, festzustellen, wann das Produkt zum ersten Mal verwendet wurde.

Individuelles Risiko

Maß eines Brandrisikos, das nur auf die durch ein einzelnes Individuum erfahrenen Folgen bezogen ist und auf der Lebensweise des Individuums beruht.

Induktionszeit

Induktionszeit ist ein zeitlicher Abstand zwischen dem Erreichen der Lagerungstemperatur und einer Entzündung.

Industriebauten

Gebäude oder Gebäudeteile im Bereich der Industrie und des Gewerbes, einschließlich der zugehörigen betriebsnotwendigen Nebenräume, die der Produktion (Herstellung, Behandlung, Verwertung, Verteilung) oder Lagerung von Produkten oder Gütern dienen.

Industriestaubsauger

Industriestaubsauger dienen ausschließlich zum Aufsaugen von abgelagertem Staub. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass die Ablagerungen mit Hilfe einer Saugeinrichtung über ein Sauggeschirr (in der Regel bestehend

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aus Düse, Handrohr und flexiblem Schlauch) dem Abscheider zugeführt werden.

Inerte Gase

Als inerte Gase kommen grundsätzlich alle unbrennbaren Gase in Betracht, die mit dem Produkt nicht reagieren. Neben dem in der Regel verwendeten Stickstoff können auch andere Gase eingesetzt werden.

Die inertisierende Wirkung nimmt im Allgemeinen in der aufgeführten Reihenfolge ab:

  • Kohlendioxid

  • Wasserdampf

  • Rauchgase

  • Stickstoff

  • Edelgase

Bei Stäuben von Metallen, wie Al und Mg, sind Reaktionen mit Wasser und CO2 und in Einzelfällen auch mit N2 möglich.

Bei der Verwendung von Wasserdampf muss berücksichtigt werden, dass die Inertisierung durch Kondensation des Dampfes aufgehoben werden kann.

Inertgas

Unbrennbares Gas, das zu der Verbrennung nicht beiträgt und das keine brennbaren Reaktionsprodukte erzeugen kann.

Inertgas-Löschanlage

Ist eine ortsfeste Feuerlöschanlage, in der reine Inertgase (Argon, Stickstoff oder Kohlendioxid) bzw. Gemische daraus als Löschmittel eingesetzt werden.

Inertisierung

Zufügen inerter Stoffe zur Verhinderung des Entstehens explosionsfähiger Atmosphäre.

Infrarotflammenmelder

Flammenmelder, der nur auf Strahlung mit einer Wellenlänge über 850 nm reagiert.

Infrarotsensor-Absorptions-Sensor

Sensor, dessen Funktionsweise auf der Absorption von Infrarotstrahlung durch das zu detektierende Gas beruht.

Infrarotsensor mit offener Messstrecke

Sensor, mit dem die Detektion von Gas an irgendeiner Stelle entlang einer von einem Infrarotstrahl durchquerten offenen Messstrecke möglich ist.

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Ingangsetzung

Auslösen der Funktionserfüllung.

Bemerkung: Inbetriebnahme wird als Synonym für Ingangsetzung verwendet.

Inhalt der EG-Konformitätserklärung

Die EG-Konformitätserklärung muss beinhalten:

  • Namen oder Erkennungszeichen und Anschrift des Herstellers oder seines in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten

  • Beschreibung des Geräts, des Schutzsystems oder der Vorrichtung im Sinne des Artikels 1 Absatz 2

  • sämtliche einschlägigen Bestimmungen, denen das Gerät, das Schutzsystem oder die Vorrichtung im Sinne des Artikels 1 Absatz 2 entspricht

  • ggf. Namen, Kennnummer und Anschrift der benannten Stelle sowie Nummer der EG-Baumusterbescheinigung

  • ggf. Bezugnahme auf die harmonisierte Normen

  • ggf. die verwendeten Normen und technischen Spezifikationen

  • ggf. Bezugnahme auf die anderen angewandten Gemeinschaftsrichtlinien

  • Identität des vom Hersteller oder seinem in der Gemeinschaft ansässigen Bevollmächtigten beauftragten Unterzeichners

Inhärent sichere (ihs) Zelle (oder Batterie)

Primärzelle oder -batterie, bei der der Kurzschlussstrom und die maximale Oberflächentemperatur durch ihren Innenwiderstand auf sichere Werte begrenzt sind.

Inhärent sichere Konstruktion

Schutzmaßnahme, die entweder Gefährdungen beseitigt oder die mit den Gefährdungen verbundenen Risiken vermindert, indem ohne Anwendung von trennenden oder nicht trennenden Schutzeinrichtungen die Konstruktions- oder Betriebseigenschaften der Maschine verändert werden.

Bemerkung: Abschnitt 4 von ISO 12100-2 behandelt die Risikominderung durch inhärent sichere Konstruktion.

Inhärente Sicherheit

Die Abläufe innerhalb der Geräte – Relativgeschwindigkeit und Auftreffenergie z.B. – sind auf einem so niedrigen dynamischen Niveau, dass eine Zündung von brennbaren Gemischen ausgeschlossen ist.

Bemerkung 1: Norm noch im ersten Entwurfsstadium, möglicherweise können derartige Geräte unter dem Gesichtspunkt, dass sie keine potenzielle Zündquelle aufweisen, aus dem Geltungsbereich der Richtlinie 94/9/EG herausfallen.

Bemerkung 2: Kennzeichnung nach EN 13463-1 g II 2 G/D

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Innenwand

Wand, die die Brandübertragung verhindert. Sie kann von jeder Seite aus getrennt einem Brand ausgesetzt sein.

Innerbetriebliche Beförderung

Innerbetriebliche Beförderung ist jede Ortsveränderung innerhalb des Betriebsgeländes mit ortsfesten oder beweglichen Fördermitteln wie z.B. Bandförderer, Elevatoren, Förderschnecken, pneumatischen Fördereinrichtungen, Fahrzeugen und Flurförderzeugen. Die innerbetriebliche Beförderung unterliegt der Gefahrstoffverordnung, soweit sie keine Beförderung im Sinne des Gefahrgutrechts darstellt.

Innerbetrieblich eingesetzte ortsbewegliche Druckgeräte

Ortsbewegliche Druckgeräte im Sinne des § 23 BetrSichV werden ausschließlich innerbetrieblich verwendet. Obwohl in diesem Fall obige Übereinkünfte nicht mehr anwendbar sind, sind entsprechend § 23 die in den Übereinkünften vorgeschriebenen Betriebsbedingungen einzuhalten und die vorgesehenen Prüfungen vorzunehmen. Flaschen für Atemschutzgeräte werden von der Druckgeräte-Richtlinie erfasst und fallen nicht unter § 23 BetrSichV. Ortsbewegliche Druckgeräte (z.B. Druckgasflaschen), die zum Befüllen den Betrieb verlassen (Entleeren im Betrieb/Befüllen außerhalb des Betriebes), werden nicht ausschließlich innerbetrieblich eingesetzt, sie fallen als Arbeitsmittel unter den zweiten Abschnitt der BetrSichV.

Innerbetrieblicher Verkehr

Innerbetrieblicher Verkehr ist die Beförderung brennbarer Flüssigkeiten ausschließlich innerhalb von bzw. zwischen Betrieben auf einem abgeschlossenen Gelände, soweit keine öffentlichen Verkehrswege betroffen sind.

Innere Freisetzungsstelle

Eine Stelle oder ein Ort, woraus ein brennbarer Stoff in Form eines brennbaren Gases oder Dampfes oder einer brennbaren Flüssigkeit in den transportablen ventilierten Räumen (TVR) freigesetzt werden könnte, sodass eine explosionsfähige gasförmige Atmosphäre gebildet werden kann.

Inspektion

Maßnahmen zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes einer Betrachtungseinheit einschließlich der Bestimmung der Ursachen der Abnutzung und dem Ableiten der notwendigen Konsequenzen für eine künftige Nutzung.

Bemerkung 1: Diese Maßnahmen könnten beinhalten:

  • Auftrag, Auftragsdokumentation und Analyse des Auftragsinhaltes

  • Erstellen eines Planes zur Feststellung des Istzustandes, der auf die spezifischen Belange des jeweiligen Betriebes oder der Betrachtungseinheit abgestellt ist und hierfür verbindlich gilt. Dieser Plan soll u.a. Angaben über Ort, Termin, Methode, Gerät, Maßnahmen und zu betrachtende Merkmalswerte enthalten.

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  • Vorbereitung der Durchführung

  • Vorwegmaßnahmen wie Arbeitsplatzausrüstung, Schutz- und Sicherheitseinrichtungen usw.

  • Überprüfung der Vorbereitung und der Vorwegmaßnahmen einschließlich der Freigabe zur Durchführung

  • Durchführung, vorwiegend die quantitative Ermittlung bestimmter Merkmalswerte

  • Vorlage des Ergebnisses der Istzustandsfeststellung

  • Auswertung der Ergebnisse zur Beurteilung des Istzustandes

  • Fehleranalyse

  • Planung im Sinne des Aufzeigens und Bewertens alternativer Lösungen und Berücksichtigung betrieblicher und außerbetrieblicher Forderungen

  • Entscheidung für eine Lösung (Instandsetzung, Verbesserung oder andere Maßnahmen)

  • Rückmeldung

Bemerkung 2: Der in DIN EN 13306:2001-09 definierte Begriff Konformitätsprüfung ist ein Teilaspekt der Inspektion.

Installation

Die Anlage ist üblicherweise eine Installation, wenn

  • der Endanwender oder derjenige, der die Installation durchführt, Teile (einschließlich ATEX-Komponenten oder -Geräte) von verschiedenen Herstellern kauft und sie unter seiner Verantwortung installiert werden, nachdem eine vollständige Risikobeurteilung durch den Endanwender durchgeführt wurde;

  • der Anwender eine ganze Reihe verschiedener Prozesse durchführt, die die Vor-Ort-Integration von Geräten und Teilen erfordern, bei denen es sich überwiegend um ATEX-konforme Geräte und Teile handelt, und diese entsprechend einem einmaligen Aufbau installiert werden;

  • der Endanwender den Bau von Teilen seiner Installation außerhalb des Geländes untervergibt, wobei es sich um einen einmaligen Vorgang handeln kann, der mit Sicherheit keine Fertigungsserie darstellt, und der unter seiner direkten Verantwortung oder indirekt durch einen Subunternehmer erfolgt, der unter einem Vertrag mit ihm zusammenarbeitet;

  • Inbetriebnahmeprüfungen oder Anpassungen erforderlich sind, sobald die Anlage gebaut ist, und diese Prüfungen und Anpassungen unter der endgültigen Verantwortung des Endanwenders durchgeführt werden.

Bemerkung 1: Die Richtlinie regelt nicht den Vorgang der Installation. Die Installation derartiger Geräte unterliegt im Allgemeinen den rechtlichen Anforderungen der Arbeitsplatz-Richtlinien oder der innerstaatlichen Gesetzgebung der Mitgliedstaaten.

Bemerkung 2: Jedoch wird die Frage häufig gestellt, wie zwischen den Verantwortlichkeiten der Hersteller, die ein Gerät oder eine Baugruppe nach der ATEX-

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Richtlinie 94/9/EG herstellen, und den Verantwortlichkeiten der Endanwender, die die Geräteteile für eine Installation erwerben, unterschieden werden kann. (Es kann die Analogie des Unterschiedes zwischen der Herstellung eines einzelnen Geräts, das in Verkehr gebracht werden kann, wie z.B. ein Fernsehgerät (LVD 73/23/EWG), und der Ausstattung eines Hauses mit all seinen Versorgungseinrichtungen angewendet werden, in denen eine Reihe von Produkten installiert und verbunden wird, in diesem Fall würde es sich eindeutig um eine Installation handeln, die unter die Arbeitsplatz-Richtlinie 89/391/EWG oder weitere Richtlinien hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit fällt.)

Installationskanal

Horizontaler Kanal mit brennbaren oder nicht brennbaren Installationen wie Rohren oder Kabeln.

Installationsschacht

Vertikaler Schacht mit brennbaren oder nicht brennbaren Installationen wie Rohren oder Kabeln.

Instandhaltbarkeit

Fähigkeit von Geräten, Schutzsystemen oder Komponenten, unter gegebenen Bedingungen der bestimmungsgemäßen Verwendung in dem Zustand erhalten bzw. in ihn zurückversetzt werden zu können, in dem sie eine geforderte Funktion erfüllen können, wobei vorausgesetzt wird, dass die Instandhaltung unter den gegebenen Bedingungen mit den vorgeschriebenen Verfahren und Hilfsmitteln durchgeführt wird.

Instandhaltung

Die Instandhaltung kann vollständig in die Grundmaßnahmen Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung unterteilt werden.

Sie schließt ein:

  • Berücksichtigung inner- und außerbetrieblicher Forderungen

  • Abstimmung der Instandhaltungsziele mit den Unternehmenszielen

  • Berücksichtigung entsprechender Instandhaltungsstrategien

Instandhaltungsbegleitende Prüfung

Instandhaltungsbegleitende Prüfung sind Sicht-, Nah- und Detailprüfungen, die im Rahmen der Instandhaltung durchgeführt werden.

Bemerkung: Diese Prüfungen sind aus sich heraus keine Prüfungen im Sinne des § 15 BetrSichV.

Instandhaltungsbereich

Ort in einer Organisation, wo festgelegte Instandhaltungsstufen an einer Einheit auszuführen sind.

Bemerkung 1: Beispiele für Instandhaltungsbereiche sind: Einsatzort, Instandhaltungswerkstatt, Hersteller.

Bemerkung 2: Die Instandhaltungsbereiche sind durch die Personalqualifikation, die vorhandenen Einrichtungen, den Standort usw. gekennzeichnet.

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Bemerkung 3: Die Instandhaltungsstufen sind durch die Komplexität der Instandhaltungsaufgabe gekennzeichnet.

Instandhaltungsbericht

Teil der Instandhaltungsaufzeichnungen, welcher alle auf eine Einheit bezogenen Ausfälle, Fehler und Instandhaltungsinformationen enthält. Dieser Bericht kann auch Instandhaltungskosten, Angaben über die Verfügbarkeit oder den funktionsfähigen Zustand der Einheit und alle anderen sachdienlichen Angaben enthalten.

Instandhaltungsmanagement

Alle Tätigkeiten der Führung, welche die Ziele, die Strategie und die Verantwortlichkeiten der Instandhaltung bestimmen und sie durch Mittel wie Instandhaltungsplanung, Steuerung und Überwachung und Verbesserung der Organisationsmethoden einschließlich wirtschaftlicher Gesichtspunkte verwirklichen.

Instandhaltungsplan

Gesamtheit der Aufgaben, welche die Tätigkeiten, Verfahren, Hilfsmittel und die Zeitplanung, die zur Durchführung der Instandhaltung notwendig sind, einschließen.

Instandhaltungsstrategie

Vorgehensweise des Managements zur Erreichung der Instandhaltungsziele.

Instandhaltungszeit

Zeitintervall, in dem Instandhaltung an einer Einheit von Hand oder automatisch ausgeführt wird, einschließlich technischer und logistischer Verzögerungen.

Bemerkung: Instandhaltung kann auch ausgeführt werden, während die Einheit eine geforderte Funktion erfüllt.

Instandhaltungsziele

Die der Führung oder der Instandhaltungsabteilung zugewiesenen und von ihr angenommenen Ziele.

Bemerkung: Diese Ziele können z.B. Verfügbarkeit, Kostenminderung, Produktqualität, Umweltschutz und Sicherheit einschließen.

Instandsetzung

Instandsetzung sind Maßnahmen zur Rückführung einer Betrachtungseinheit in den funktionsfähigen Zustand, mit Ausnahme von Verbesserungen.

Bemerkung 1: Diese Maßnahmen können beinhalten:

  • Auftrag, Auftragsdokumentation und Analyse des Auftragsinhaltes

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  • Vorbereitung der Durchführung, beinhaltend Kalkulation, Terminplanung, Abstimmung, Bereitstellung von Personal, Mitteln und Material, Erstellung von Arbeitsplänen

  • Vorwegmaßnahmen wie Arbeitsplatzausrüstung, Schutz- und Sicherheitseinrichtungen usw.

  • Überprüfung der Vorbereitung und der Vorwegmaßnahmen einschließlich der Freigabe zur Durchführung

  • Durchführung

  • Funktionsprüfung und Abnahme

  • Fertigmeldung

  • Auswertung einschließlich Dokumentation, Kostenaufschreibung, Aufzeigen der Möglichkeit von Verbesserungen

  • Rückmeldung

Bemerkung 2: Die Maßnahme Instandsetzung ist in allen DIN EN 13306: 2001-09, Abschnitt 7, definierten Instandhaltungsarten enthalten.

Instandsetzung mit Relevanz für den Explosionsschutz

Instandsetzung mit Eingriff in ein explosionsgeschütztes Gerät mit Einfluss auf den Schutz vor wirksamen Zündquellen oder mit Eingriff in ein Schutzsystem oder in eine Sicherheits-, Kontroll- oder Regelvorrichtung mit Einfluss auf deren Funktion oder deren Funktionssicherheit, wobei der Eingriff nur mit Spezialkenntnissen und entsprechenden Fähigkeiten zu diesem Gerät, Schutzsystem bzw. dieser Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtung auszuführen ist und ggf. einer speziellen Ausstattung (Werkzeuge, Messgeräte usw.) bedarf. Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtungen können selbst auch Geräte im Sinne der Richtlinie 94/9/EG sein.

Integrierte Flammendurchschlagsicherung

Flammendurchschlagsicherung mit Gehäuse und Flammensperren, die Teil des Ventilators ist.

Integrierter Temperatursensor

Ein Temperatursensor, der vom Hersteller in die Flammendurchschlagsicherung integriert wurde und eine stabilisierte Flamme anzeigt.

Integriertes Beschickungssystem

Zufuhrmechanismus für das Werkstück, der in die Reinigungsanlage integriert ist und bei dem das Werkstück während des Oberflächenreinigungs- und Vorbehandlungsprozesses mechanisch gehalten und gesteuert wird.

Integritätsprüfung des Tanks

Prüfung, die geeignet ist, eine Leckrate in Übereinstimmung mit einem gegebenen Prüfverfahren anzuzeigen; die Prüfung berücksichtigt die thermische Ausdehnung der gelagerten Flüssigkeit, Verdampfungsverluste und die Einflüsse anderer Variablen einschließlich des Grundwasserspiegels.

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Intermittierende Messung

Betriebsweise, bei der die Energie oder das Messgas dem Sensor gemäß einem vorbestimmten Zyklus intermittierend zugeführt wird und die Messwerte in einem vorbestimmten Zyklus aufgenommen werden.

International Standardisation Organization

Die International Standardisation Organization (deutsch: Internationale Organisation für Normung) wurde 1946 gegründet und ist eine freiwillige (nicht per Staatsvertrag geregelte) Organisation mit Sitz in Genf, deren Beschlüsse nicht den Charakter international verbindlicher Verträge haben. Sie hat als Ziel, internationale Standards zu schaffen. Stimmberechtigte Mitglieder sind fast alle nationalen normgebenden Institutionen der 157 beteiligten Staaten. Daneben gibt es noch andere Mitglieder mit Beobachter- und Beraterstatus.

Internationale Vereinigung für soziale Sicherheit

Die Internationale Vereinigung für soziale Sicherheit (IVSS), gegründet 1927, Sitz in Genf, hat aus allen Bereichen der sozialen Sicherheit mehr als 360 Mitgliedsinstitutionen in momentan 154 Ländern. Fragen der Prävention, vor allem arbeitsbedingter Risiken, behandelt der Ausschuss für Prävention der IVSS mit elf internationalen branchen- und aufgabenorientierten Sektionen. Eine der branchenorientierten IVSS-Sektionen ist die 1970 gegründete internationale IVSS-Sektion Chemie. Ihre Aufgabenstellung ist die Prävention von arbeitsbedingten Risiken in der chemischen Industrie, einschließlich Biotechnologie und der Kunststoff-, Farben-, Gummi- und Mineralölindustrie. Sie führt internationale Aktivitäten zur Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren durch. Das geschieht durch Kolloquien, Projekte, Arbeitsgruppen und Publikationen. Die meisten Aktivitäten werden in den drei Arbeitssprachen Englisch, Deutsch und Französisch durchgeführt.

Mitglieder der Sektion Chemie können öffentliche Institutionen, Forschungseinrichtungen, öffentliche und private Präventionsdienstleister, Versicherungsinstitutionen und Wirtschaftsunternehmen der chemischen Industrie und der chemieverwandten Industrie, aber auch Experten als Einzelpersonen sein.

Die BG Chemie stellt den Vorsitzenden des Vorstandes der Sektion Chemie und führt deren Sekretariat. Mehr Informationen unter: http://chemistry-prevention.issa.int.

Interne Fertigungskontrolle

Das Modul Interne Fertigungskontrolle (Anhang VIII Richtlinie 94/9/EG) beschreibt das Verfahren, bei dem der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter sicherstellt und erklärt, dass die Geräte die einschlägigen Anforderungen der Richtlinie erfüllen. Der Hersteller oder sein in der Gemeinschaft ansässiger Bevollmächtigter bringt an jedem Gerät die CE-Kennzeichnung an und stellt eine schriftliche Konformitätserklärung aus.

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Interventionszeit

Dauer vom Eintritt eines Brandes bis zum wirksamen Beginn der Brandbekämpfung.

Inverkehrbringen

Inverkehrbringen ist jedes Überlassen eines Produkts an einen anderen, unabhängig davon, ob das Produkt neu, gebraucht, wiederaufgearbeitet oder wesentlich verändert worden ist. Die Einfuhr in den Europäischen Wirtschaftsraum steht dem Inverkehrbringer eines neuen Produktes gleich.

Inverkehrbringen von ATEX-Produkten

Inverkehrbringen bedeutet, Produkte entgeltlich oder unentgeltlich zum ersten Mal in der Gemeinschaft zum Zwecke des Vertriebs und/oder der Verwendung im Hoheitsgebiet der Gemeinschaft verfügbar zu machen.

Bemerkung 1: Das Konzept des Inverkehrbringens bestimmt den Zeitpunkt, zu dem Produkte zum ersten Mal vom Stadium der Fertigung auf den Markt der EU beziehungsweise vom Stadium der Einfuhr aus einem Nicht-EU-Land in das Stadium des Vertriebs und/oder der Verwendung in der EU übergehen. Da sich das Konzept des Inverkehrbringens nur auf das erste Mal bezieht, dass Produkte in der EU zum Zwecke des Vertriebs und/oder der Verwendung in der EU verfügbar gemacht werden, gilt die ATEX-Richtlinie 94/9/EG nur für

  • neue Produkte, die innerhalb der EU hergestellt werden;

  • quasi-neue Produkte nach Abschnitt 3.3;

  • neue oder alte Produkte, die aus einem Nicht-EU-Land eingeführt werden;

  • neue oder quasi-neue Produkte, die durch eine andere Person als den ursprünglichen Hersteller gekennzeichnet wurden.

Bemerkung 2: Verfügbarmachen bezeichnet die Besitz- und/oder Eigentumsübertragung des Produkts durch den Hersteller, seinen Bevollmächtigten in der EU oder den Importeur an diejenige Person, die für den Vertrieb des Produkts auf dem EU-Markt oder die Weitergabe an den Endverbraucher, den Zwischenlieferanten oder den Anwender in einer entgeltlichen oder unentgeltlichen kaufmännischen Transaktion unabhängig von dem Rechtsinstrument, auf dem die Übertragung beruht (Verkauf, Verleih, Vermietung, Verleasung, Geschenk oder jegliche andere Art von kaufmännischen Rechtsinstrumenten), verantwortlich ist. Das ATEX-Produkt muss die Richtlinie zum Zeitpunkt der Übertragung erfüllen.

Bemerkung 3: Das Inverkehrbringen von Produkten bezieht sich nicht auf

  • die Veräußerung von Produkten vom Hersteller an seinen in der EU ansässigen Bevollmächtigten, der im Namen des Herstellers für die Sicherstellung der Erfüllung der Richtlinie verantwortlich ist;

  • Importe in die EU zum Zwecke des Reexports, d.h. im Rahmen von Verarbeitungsvereinbarungen;

  • die Herstellung von Produkten in der EU für den Export in ein Nicht-EU-Land;

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  • das Ausstellen von Produkten bei Fachmessen und -ausstellungen. Diese können dabei durchaus die Bestimmungen der Richtlinie 94/9/EG nicht in vollem Umfang erfüllen, jedoch ist in der Nähe der ausgestellten Produkte deutlich auf diese Tatsache hinzuweisen.

Ionisationsrauchmelder

Melder, der auf Verbrennungsprodukte durch Beeinflussung von Ionisationsströmen im Melder ansprechen kann.

IR-Flammenmelder

Flammenmelder, der nur auf Strahlung mit einer Wellenlänge über 850 nm reagiert.

Isolationswiderstand

Der Isolationswiderstand zwischen zwei Elektroden, die in Kontakt mit einem Probekörper oder in ihm eingebettet sind, ist das mathematische Verhältnis der angelegten Gleichspannung zur Gesamtstromstärke zwischen den Elektroden nach einer festgelegten Zeit nach Anlegen dieser Spannung. Der Isolationswiderstand ist sowohl vom Volumenwiderstand als auch vom Oberflächenwiderstand des Probekörpers abhängig.

Isolierend

Isolierend ist ein Stoff oder Material, das weder leitfähig noch ableitfähig ist.

Bemerkung: Als isolierend werden auch Gegenstände oder Einrichtungen aus isolierenden Materialien bezeichnet. Isolierende Stoffe sowie Gegenstände und Einrichtungen aus isolierenden Materialien werden mit Rücksicht auf ihre elektrostatischen Eigenschaften auch als aufladbar bezeichnet. Zu diesen Materialien gehören viele Polymere, z.B. Kunststoffe.

Ist-Zustand

Die Kenngrößen einer Einheit zu einem bestimmten Zeitpunkt.