DGUV Information 206-021 - Empfehlungen zur Qualifizierung: Betrieblicher Gesund...

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Abschnitt 5.1, 5.1 Inhalte
Abschnitt 5.1
Empfehlungen zur Qualifizierung: Betrieblicher Gesundheitsmanager Betriebliche Gesundheitsmanagerin (DGUV Information 206-021)
Titel: Empfehlungen zur Qualifizierung: Betrieblicher Gesundheitsmanager Betriebliche Gesundheitsmanagerin (DGUV Information 206-021)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 206-021
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.1 – 5.1
Inhalte

Die folgenden Empfehlungen für die Inhalte der Qualifizierung orientieren sich an den Qualitätskriterien im Präventionsfeld "Gesundheit im Betrieb" und umfassen vorrangig Fach- und Methodenkompetenzen. Die Personalauswahl und Personalentwicklung von Betrieblichen Gesundheitsmanagern/innen hinsichtlich ihrer sozialen und personellen Kompetenzen obliegt den Unternehmen/Betrieben.

Grundlagen Arbeitsschutz

  • Organisation des Arbeitsschutzes

  • Beurteilung der Arbeitsbedingungen

  • Gefährdungsbeurteilung

Grundlagen betrieblicher Gesundheitsarbeit

  • Begriffsklärung u. a. Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheit im Betrieb

  • Verständnis von Gesundheit/Gesundheitsmodellen, Absentismus und Präsentismus

  • Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit

  • Modell der Salutogenese und Pathogenese

  • Modelle der Arbeitspsychologie (z. B. Anforderungs-Ressourcen-Modell, Modelle zum menschlichen Verhalten)

  • Aktuelle Entwicklungen der Arbeitswelt

  • Förderung der Gesundheitskompetenz

  • Förderung der Präventionskultur

  • Veränderungsmanagement

  • Rechtsgrundlagen (ArbSchG, BGB, SGB etc.)

  • Datenschutz

  • BGM als Prozess (PDCA-Zyklus)

Ziele

  • Zielfindung und Zielbildung

  • Zielformulierung (SMART)

  • Auftragsklärung

Strukturen & Ressourcen

  • Strukturen im BGM (z. B. Arbeitskreis Gesundheit, Gesundheitszirkel)

  • Schnittstellen zu anderen Organisationseinheiten (u. a. Arbeitsschutz, Personalentwicklung)

  • Integrierte Managementsysteme (z. B. Umwelt, Qualität, Sicherheit und Gesundheit)

  • Rollen- und Aufgabenbeschreibung, der mit dem BGM beauftragten Person

  • Arbeitssystemgestaltung (in Anlehnung an die FASI-Ausbildung)

Analyse

  • Statistiken zum Arbeitsunfähigkeitsgeschehen (branchenspezifische Gefährdungen und Belastungen und daraus resultierende Erkrankungen)

  • Erweitertes Belastungs- und Beanspruchungsmodell

  • Grundlagenwissen über die wichtigsten Analysemethoden und deren Einsatz in der betrieblichen Praxis (Fehlzeitenanalyse, Gesundheitsbericht, Mitarbeiterbefragung, Gesundheitszirkel etc.)

  • Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Maßnahmen

  • Handlungsfelder festlegen

  • Maßnahmen ableiten, planen und umsetzen

  • Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention

  • Verhältnis- und Verhaltensprävention

  • Zielgruppenspezifische Maßnahmen (je nach Branche festlegen)

  • Maßnahmenhierarchie (erweitertes TOP-Modell)

Evaluation und kontinuierliche Umsetzung und Verbesserung

  • Kennzahlen und Wirksamkeitsprüfung

  • Ableiten von Verbesserungen

Umsetzungsprinzipien für die erfolgreiche Planung und Umsetzung des BGMs

  • Information/Kommunikation

  • Marketing

  • Partizipation

  • Dokumentation

  • Qualifizierung

  • Diversity (z. B. Gender, Inklusion, alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung)

  • Netzwerke, externe Unterstützer

Grundlagen zu ausgewählten Handlungsfeldern

  • Betriebliche Gesundheitsförderung

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement

  • Führung und Gesundheit

Methodenkompetenz

  • Kommunikation, Gesprächsführung (überzeugend auftreten), Konfliktmanagement (Umgang mit kritischen Situationen)

  • Projektmanagement: Planen und Steuern von Projekten

  • Moderation und Präsentation in den verschiedenen Phasen des BGMs