DGUV Information 215-450 - Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)

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Abschnitt 13.1, 13.1 Das Wasserfallmodell
Abschnitt 13.1
Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Titel: Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-450
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 13.1 – 13.1 Das Wasserfallmodell

Das Wasserfallmodell ist eines der ältesten Modelle der Softwareentwicklung.

Es unterteilt die Softwareentwicklung in möglichst klar zueinander abgegrenzte Phasen, die genau beschrieben und vollständig zu durchlaufen sind. Die Ergebnisse einer jeden Phase werden an ihrem Ende dokumentiert und verabschiedet und sind bindend für die nächste Phase. Sie werden also wie bei einem Wasserfall an die nächste Stufe weiter gegeben.

Das Wasserfallmodell kann folglich als "dokumentgetrieben" charakterisiertwerden.

Abb. 63 Das Wasserfallmodell

Das Wasserfallmodell ist sehr effizient für Softwareprojekte, bei denen die Anforderungen, Leistungen und Abläufe im Vorfeld bereits präzise beschrieben werden können und diese sich während des Entwicklungsprozesses nicht oder nur wenig ändern.

Gleichzeitig zeigt sich hier auch die Schwäche des Modells. Durch die starren, aufeinander aufbauenden Phasen gestattet dieses Modell nur wenig Flexibilität. Flexibilität ist beispielsweise gefordert, wenn sich Anforderungen an die zu entwickelnde Software ändern oder man während der Entwicklung feststellt, dass in einer der frühen Phasen von falschen Annahmen ausgegangen wurde. Dies kann dazu führen, dass die fertig gestellte Software zwar den beschriebenen Anforderungen entspricht, nicht aber den aktuellen Erfordernissen. Auch aus diesem Grund wurden vom Wasserfallmodell viele weitere Prozessmodelle abgeleitet, z. B. das Spiralmodell, das den starren Ablauf des Wasserfallmodells aufbricht, indem derselbe Arbeitsschritt mehrmals durchlaufen wird und dabei die Ergebnisse verfeinert oder verändert werden (Iteration).

Abb. 64 Spiralmodell nach Boehm