DGUV Information 215-450 - Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)

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Abschnitt 11.8, 11.8 Prüfen und Bewerten von Software zu bes...
Abschnitt 11.8
Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Titel: Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-450
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11.8 – 11.8 Prüfen und Bewerten von Software zu bestimmten Anlässen

Die Bezeichnung von Software (z. B. Office-Paket zur Unterstützung von Büroaufgaben) deutet häufig bereits Einsatzzwecke an. Daran lässt sich allerdings nicht die Qualität der ergonomischen Gestaltung der Software ablesen. Eine pauschale Bewertung von Nutzungsqualität der Software unabhängig vom spezifizierten Nutzungskontext ist nicht möglich. Eine Bürosoftware kann nicht allgemein für die Nutzung im Büro geprüft und bewertet werden. Das kann nur für vorab spezifizierte Nutzungskontexte gelingen.

Ablauf und Inhalt des Prüfens und Bewertens von Software unterscheiden sich je nach Anlass. Daraus können jeweils besondere Anforderungen entstehen:

  • Lebenszyklus berücksichtigen: Bewertung des aktuellen Zustands, Beschaffung, Erweiterung, Neuentwicklung.

  • Von einer alten auf eine neue Version (z. B. Update, Upgrade) umstellen.

  • Identifikation des Ist-Zustands und Abgleich mit einem Soll-Zustand bei Erwägungen zur Modifizierung vorhandener Software oder anstehendem Neukauf.

  • Eine Veränderung des Aufgabengebiets zieht Anpassung des Arbeitsmittels Software für neue oder geänderte Aufgaben nach sich.

  • Prüfen und Bewerten von Standardsoftware auf Eignung für das geplante Einsatzgebiet oder zur Identifikation von möglichem Änderungs- oder Anpassungsbedarf.

  • Individualisierung von Standardsoftware.

  • Prüfen und Bewerten von Prototypen während des Entwicklungsprozesses einer Software (Wer muss was wann wie mit welchem Ziel tun?).

  • Rollout (Einführung von Software im Betrieb bzw. am Arbeitsplatz: Wer muss was wann wie mit welchem Ziel tun?).

  • Ermittlung und Umgang mit aufgedeckten Nutzungsmängeln während des Rollouts.

  • Neue Erkenntnisse aus der Gefährdungsbeurteilung.

  • Beschwerden über die Software während der Nutzungsphase.

  • Veränderungs-/Aktualisierungsmanagement.

  • Umgang mit Nutzungswünschen bzw. Veränderungen.

  • Dokumentation der Nutzungsqualität von Software für spezifizierte Nutzungskontexte.

  • Softwarenutzung auf unterschiedlichen Endgeräten (Desktop-PC bis Smartphone).