DGUV Information 215-450 - Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)

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Abschnitt 11.5, 11.5 Gestaltungslösungen zur Umsetzung von N...
Abschnitt 11.5
Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Titel: Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-450
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 11.5 – 11.5 Gestaltungslösungen zur Umsetzung von Nutzungsanforderungen entwickeln

Ziel der Gestaltungslösungen ist es, konkrete Benutzungsschnittstellen der Software zu entwickeln, die bei der Bearbeitung von Aufgaben im Nutzungskontext unterstützen. Die Benutzungsschnittstelle soll die Beschäftigten nicht von der Aufgabenbearbeitung ablenken. Folgende Aktivitäten tragen zur Entwicklung von Gestaltungslösungen bei:

  • Prozessmodell für vollständige Tätigkeiten zusammenstellen

  • Interaktion entwickeln und modellieren

  • Benutzungsschnittstelle entwerfen und gestalten

Aus den bereits durchgeführten Aufgabenanalysen (vgl. Anhang 5) werden vollständige Tätigkeiten (Aufgaben) mit Prozessen der Planung, Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle anhand des Prozessmodells zusammengestellt. Erfordernisse und Anforderungen wurden bereits ermittelt. Werden Nutzungsanforderungen als Abfolge von Schritten aufgelöst, dann sollte die Interaktion der Benutzerin oder des Benutzers mit der zukünftigen Benutzungsschnittstelle eine Abarbeitung einer Aufgabe ermöglichen. Diese Interaktion mit der Software ergibt auch, welche Informationen die Benutzerin oder der Benutzer und welche die Software wann, warum, wie und wofür benötigt, selbst verarbeiten soll oder ggf. weitergibt.

Als Ergebnis entstehen erste Prototypen für Benutzungsschnittstellen, die immer ausgereiftere Nutzungsanforderungen abbilden können. Benutzungsschnittstellen bilden in frühen Stadien eher rudimentäre Funktionen ab. Sobald sich damit parallel und interaktiv Aufgabenbearbeitungen simulieren lassen, werden Nutzergruppen in eine formative Evaluation der Gestaltungslösungen einbezogen.