DGUV Information 215-450 - Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)

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Abschnitt 8.2, 8.2 Anordnung von Elementen und Informationen
Abschnitt 8.2
Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Titel: Softwareergonomie (DGUV Information 215-450)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 215-450
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 8.2 – 8.2 Anordnung von Elementen und Informationen

8.2.1
Allgemeiner Maskenaufbau

Bildschirmmasken sollten so gestaltet werden, dass sie den Anzeigebereich optimal nutzen. Es sollte kein zusätzlicher Navigations- oder Scrollaufwand bei ausreichend großer Schrift entstehen. Die benötigten Informationen sollten aufgabenangemessen und konsistent in Masken- oder Seitenbereichen platziert werden:

Die Umsetzung von Gestaltungsregeln führen zu einem Maskenbild, in dem es einfach ist, sich zu orientieren und Informationen schnell visuell aufzufinden (siehe Abbildung 13):

  • die Elemente besitzen immer die gleiche Höhe,

  • Abstände in und zwischen den Elementen sind konsistent,

  • die Anzahl der vertikalen und horizontalen Fluchtlinien ist minimiert.

Das (negative) Beispiel (Abbildung 14) zeigt, dass die Orientierung bei unterschiedlichen Abständen und fehlenden Fluchtlinien schwer fällt. Die Maske könnte besser so aussehen (Abbildung 15):

Abb. 13 Typischer Aufbau des Anzeigebereichs einer Anwendung mit verschiedenen Unterbereichen

Abb. 14 Unterschiedliche Abstände und Höhen

Abb. 15 Konsistente Anordnung und Ausrichtung der Elemente (mit Visualisierung durch Hilfslinien)

Abb. 16 Unpassende Anordnung der vier angekreuzten Felder oben und passendere Platzierung der Felder unten.

8.2.2
Aufgabenangemessene Anordnung von Informationen

In einer Maske sind alle Elemente, die für eine Aufgabe notwendig sind zusammengefasst und aufgabenangemessen angeordnet.

Im Beispiel (Abb. 16) ist das "PLZ/Ort"-Feld abseits anderer Adressfelder wie "Straße" platziert. Auch das "Mobil"-Feld liegt entfernt vom "Tel."-Feld.

Die Positionierung des "PLZ/Ort"-Feldes ist für eine Aufgabe, in der man nur Adressdaten eingibt, ungeeignet. Die Anordnung würde beim Navigieren mit der Tab-Taste von Feld zu Feld einen deutlich erhöhten Navigationsaufwand erzeugen. Das visuelle Auffinden des "PLZ/Ort"-Feldes ist erschwert.

Ein weiteres Beispiel für die Wichtigkeit einer sinnvollen Ausrichtung sind vertikal am Komma ausgerichtete Zahlen, die visuell miteinander verglichen werden (Abbildung 17).

Auf der rechten Seite gewährleistet eine vertikale Ausrichtung am Komma die visuelle Vergleichbarkeit; links ist der Vergleich der Zahlen deutlich erschwert.

Abb. 17 Vertikale Ausrichtung von Zahlen am Komma