DGUV Information 205-024 - Unterweisungshilfen für Einsatzkräfte mit Fahraufgabe...

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Abschnitt 2.4, 2.4 Materialverlastung im Innenraum
Abschnitt 2.4
Unterweisungshilfen für Einsatzkräfte mit Fahraufgaben (DGUV Information 205-024)
Titel: Unterweisungshilfen für Einsatzkräfte mit Fahraufgaben (DGUV Information 205-024)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 205-024
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 2.4 – 2.4 Materialverlastung im Innenraum

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Feuerwehrfahrzeuge sind der "Werkzeugkasten" der Einsatzkräfte. Unter dem Motto: "Je umfangreicher die Ausstattung, desto größer die Schlagkraft an der Einsatzstelle", wird für jedes erdenkliche Einsatzszenario das passende Material mitgeführt. Im Laufe der Zeit werden die Fahrzeuge dann immer weiter aufgerüstet. Auch die Innenräume bleiben davon nicht verschont. Vom Anhaltestab über Atemschutzüberwachungstafeln, Leinen und Feuerwehr-Haltegurte bis hin zu Kübelspritzen, gehört alles zum Repertoire. Gerade bei nachträglich eingebrachten Gegenständen wird dabei der Sicherung oftmals nicht die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet. Im Falle einer Kollision oder eines Umsturzes können aber bereits kleine und leichte Gegenstände zu gefährlichen Geschossen werden.

Um diese Risiken zu minimieren, sollten Fahrzeuginnenräume regelmäßig unter dem Aspekt kontrolliert werden, welche Gegenstände wirklich im Innenraum mitgeführt werden müssen und welche auch gut im Geräteraum untergebracht werden können. Wann kommt es schon vor, dass auf der Anfahrt alle Leinen benötigt werden und sich jeder Trupp mit Handlampen ausrüstet? Bei den verbleibenden Gegenständen ist auf eine ausreichende Sicherung zu achten.

Aber auch der Transport ungetragener Schutzausrüstung und gebrauchter Einsatzmittel im Innenraum führt zu einer Erhöhung des Gefährdungspotenzials. Dinge wie nasse/dreckige Schläuche, Nebelgeneratoren usw. dürfen nicht im Innenraum transportiert werden, auch um Kontaminationen mit Gefahrstoffen, z. B. Ruß und anderen ggf. toxischen Verbrennungsrückständen, zu vermeiden. Das Gleiche gilt natürlich auch für Helme und Atemschutzgeräte. Dies wird im Kapitel 2.2 und 2.3 dieses Moduls behandelt.

Sitzbänke sollten in selbstverriegelnder Ausführung sein. Im Falle eines Fahrzeugumsturzes kann ansonsten das in den Sitzkästen gelagerte Material herausgeschleudert werden.

Bei der Ausschreibung neuer Fahrzeuge ist darauf zu achten, dass in den Geräteräumen entsprechende Reserven eingeplant werden, um auch verdrecktes Einsatzgerät und nicht getragene Schutzkleidung sicher verstauen zu können.

Der Transport von Einsatzmitteln im Mannschaftsraum, wie häufig insbesondere nach Übungen oder Einsätzen zu beobachten, birgt im Falle eines Unfalls oder auch schon eines starken Ausweichmanövers große Verletzungsrisiken für die Insassen. Der gezeigte Transport der PA und Schläuche ist nicht nur aus gutem Grund verboten, sondern lebensgefährlich!

Der Crashtest zeigt den Unterschied zwischen professionell gesicherten Materialien auf der linken Seite und ungesicherten/laienhaft gesicherten Gegenständen auf der rechten Seite.