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TRGS 727 - TR Gefahrstoffe 727
Technische Regeln für Gefahrstoffe Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (TRGS 727)
Bundesrecht
Titel: Technische Regeln für Gefahrstoffe Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (TRGS 727)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: TRGS 727
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Technische Regel

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Vermeidung von Zündgefahren infolge elektrostatischer Aufladungen (TRGS 727)

Vom 28. Januar 2016 (GMBl S. 256, 623)

Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung wieder.

Sie werden vom

Ausschuss für Gefahrstoffe

ermittelt bzw. angepasst und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt bekannt gegeben.

Diese TRGS konkretisiert im Rahmen des Anwendungsbereichs die Anforderungen der Gefahrstoffverordnung. Bei Einhaltung der Technischen Regel kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der Verordnungen erfüllt sind. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Die vorliegende Technische Regel TRGS 727 beruht auf der BGR 132 des Fachausschusses Chemie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Der Ausschuss für Gefahrstoffe hat die Inhalte der BGR 132 in Anwendung des Kooperationsmodells (BArbBl. 6/2003 S. 48) als TRGS in sein Regelwerk übernommen.

Dem Fachbereich Rohstoffe und Chemische Industrie obliegt in Absprache mit dem AGS die Fortschreibung der TRGS 727. Hält der AGS Änderungen für erforderlich, wird er den Fachbereich Rohstoffe und Chemische Industrie bitten, die Möglichkeit der Anpassung zu überprüfen.

Verzeichnis der Beispiele

  1. 1

    Beschichten und Bedrucken isolierender Folien

  2. 2

    Befüllen mittelgroßer Behälter

  3. 3

    Befüllen und Entleeren von Rigid Intermediate Bulk Containern (RIBC) in Zone 1

  4. 4

    Befüllen von Fässern in Zone 1

  5. 5

    Befüllen kleiner Kunststoffkanister in Zone 1

  6. 6

    Schläuche zum Transport von Flüssigkeiten mit niedriger Leitfähigkeit durch Zone 1, die verursacht ist durch Gefahrstoffe der Explosionsgruppen IIA und IIB

  7. 7

    Abluftsysteme in Bereichen der Zone 1

  8. 8

    Funkenentladungen an einem isolierten Metalltrichter

  9. 9

    Befüllen isolierender Kunststoffsäcke mit Schüttgut in Zone 21 oder 22

  10. 10

    Pneumatische Förderung brennbarer Schüttgüter

  11. 11

    Schläuche zum pneumatischen Transport nicht brennbarer Schüttgüter durch Zone 1, die verursacht ist durch Gefahrstoffe der Explosionsgruppen IIA und IIB

  12. 12

    Schläuche zum pneumatischen Transport brennbarer Schüttgüter

  13. 13

    Erdung in Zone 1

  14. 14

    Funkenentladungen

  15. 15

    Büschelentladungen und Koronaentladungen

  16. 16

    Gleitstielbüschelentladungen

  17. 17

    Schüttkegelentladungen

Symbollegende

Formelzeichen und Einheiten

Formelzeichen Bezeichnung Einheit
t Zeit, Verweilzeits
R E AbleitwiderstandΩ
R D DurchgangswiderstandΩ
d Durchmessermm
U D DurchschlagspannungV
εο Elektrische Feldkonstante(8,854 . 10-12)As/Vm
A Flächem2, cm2
V F Flüssigkeitsdurchsatzl/s
N Geometriefaktor-
υ Geschwindigkeitm/s
C KapazitätF
ρ LadungsdichteC/m3
L Längem, mm
κ LeitfähigkeitS/m
W maximale umgesetzte EnergieJ
W SKE maximale zu erwartende Äquivalentenergie einer SchüttkegelentladungmJ
W GBE maximale zu erwartende Energie einer GleitstielbüschelentladungJ
Q Menge der Ladung auf einem LeiterC
MZE MindestzündenergiemJ
MZQ MindestzündladungnC
σ OberflächenladungsdichteC/m2
R O OberflächenwiderstandΩ
ε ϒ Relative Permittivitätszahl (früher Dielektrizitätszahl)-
τ Relaxationszeits
D Schichtdickemm, µm
dm/dt Massenstromkg/s
R spezifischer OberflächenwiderstandΩ
ρspezifischer Widerstand, spezifischer DurchgangswiderstandΩm
R ST StreifenwiderstandΩ
I StromstärkeA
T TemperaturC
V Volumenm3, Liter
s Wandstärkemm
R WiderstandΩ
Inhalt Abschnitt
  
Anwendungsbereich1
Begriffsbestimmungen2
Elektrostatische Aufladungen von Gegenständen und Einrichtungen3
Elektrostatische Aufladungen beim Umgang mit Flüssigkeiten4
Elektrostatische Aufladungen beim Umgang mit Gasen5
Elektrostatische Aufladungen beim Umgang mit Schüttgütern6
Elektrostatische Aufladung von Personen und persönlichen Schutzausrüstungen (PSA)7
Erdung und Potenzialausgleich8
  
Auf- und Entladungsvorgänge in der ElektrostatikAnhang A
Rohre und Schläuche für den pneumatischen Transport von SchüttgüternAnhang B
Bauarten von flexiblen Schüttgutbehältern (FIBC)Anhang C
Elektrischer SchlagAnhang D
Erdung und PotenzialausgleichAnhang E
Leitfähigkeiten und Relaxationszeiten ausgewählter FlüssigkeitenAnhang F
Mindestzündenergie und Mindestzündladung brennbarer Gase und DämpfeAnhang G
Typische Widerstände von Fußböden und FußbodenbelägenAnhang H
Veranschaulichung von Begriffen zur Beschreibung elektrostatischer EigenschaftenAnhang I