DGUV Information 206-019 - Rundum gestärkt - Wie psychosoziale Faktoren bei der ...

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Abschnitt 5.2, 5.2 Externe Partnerinnen und Partner
Abschnitt 5.2
Rundum gestärkt - Wie psychosoziale Faktoren bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden können (DGUV Information 206-019)
Titel: Rundum gestärkt - Wie psychosoziale Faktoren bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden können (DGUV Information 206-019)
Normgeber: Bund
Amtliche Abkürzung: DGUV Information 206-019
Gliederungs-Nr.: [keine Angabe]
Normtyp: Satzung

Abschnitt 5.2 – 5.2 Externe Partnerinnen und Partner

Wenn es um die Rückengesundheit der Mitarbeitenden geht, gibt es viele Unterstützungsangebote durch externe Institutionen. Beispielsweise sind Kooperationen mit den verschiedenen Sozialversicherungsträgern möglich, die auf ihren Gebieten überviel praktische Erfahrung und fachliches Wissen verfügen.

Angebote der Unfallversicherung

Die gesetzliche Unfallversicherung hat einen gesetzlichen Präventionsauftrag (§ 14 SGB VII). Dieser sieht vor, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren - auch mit dem Schwerpunkt Muskel- und Skeletterkrankungen und psychische Belastung - mit allen geeigneten Mitteln zu verhüten. Dabei steht die Beratung der Unternehmens- und Betriebsleitungen in allen Fragen der Sicherheit und Gesundheit im Mittelpunkt. Zusätzlich haben die Versicherten nach Eintritt eines Versicherungsfalles (Arbeits-/Wegeunfall, Berufskrankheit) Anspruch auf die verschiedenen Leistungen der Unfallversicherung zur Heilbehandlung und medizinischen Rehabilitation.

Angebote der gesetzlichen Krankenkassen

Im Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz - PrävG) werden die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung festgelegt. Dieses bildet die Grundlage, um die Versicherten zu unterstützen, Krankheitsrisiken möglichst frühzeitig vorzubeugen und ihre gesundheitlichen Potenziale und Ressourcen zu stärken.

Spezielle Angebote der Krankenkassen gibt es auch für das gesamte Unternehmen (§ 20b PrävG). Hier sollte im Vorfeld geklärt werden, welche Krankenkasse auch Kurse für diejenigen anbietet, die nicht bei der jeweiligen Krankenkasse versichert sind. Spezielle Regelungen gelten für private Krankenversicherungen.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung geben. Die Beschäftigten müssen diese Zuschüsse nicht versteuern, soweit sie 500 Euro jährlich nicht übersteigen.

Angebote der Rentenversicherung

Die Rentenversicherung erbringt Leistungen zur Rehabilitation und Wiedereingliederung in das Berufsleben von Versicherten mit Rückenleiden. Ziel ist die Vermeidung vorzeitiger Frühberentung. Um den Behandlungserfolg dauerhaft zu erhalten, werden Maßnahmen zur Verhaltens- und Lebensstiländerung angeboten.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherungsträger
Zur Unterstützung in dem Thema Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz bietet der zuständige Unfallversicherungsträger folgende Leistungen an
  • Beratung

  • Überwachung

  • Ausbildung, Schulung

  • Informationsveranstaltungen, Fachtagungen und Seminare u.a. zu neuesten Erkenntnissen aus der Arbeitswissenschaft oder zum rückengerechten Arbeiten für spezielle Zielgruppen und Branchen

  • Unfalluntersuchungen

  • Handlungshilfen und Informationsmedien für Führungskräfte und Versicherte

  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Fachleuten, Experten und Referentinnen

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (gem. § 20 PrävG)
Die Krankenkassen fördern u.a.
  • Leistungen zur verhaltensbezogenen Prävention. Versicherte haben die Möglichkeit einen Bonus zu erhalten, wenn sie sich gesundheitsbewusst verhalten und z.B. an Präventionskursen teilnehmen. Auskunft darüber, welche Kurse anerkannt werden, geben die jeweiligen Krankenkassen.

  • mit Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Hierzu erheben sie unter Beteiligung der Verantwortlichen im Betrieb und der Versicherten die gesundheitliche Situation einschließlich der Risiken und Potenziale, entwickeln Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation und unterstützen deren Umsetzung.

Mit ihren Patientenschulungs- und Gesundheitsbildungsprogrammen verfügen die Träger der Deutschen Rentenversicherung über ein breites Spektrum an qualitätsgesicherten Präventionsangeboten innerhalb der medizinischen Rehabilitation. Durch Informationen über Krankheiten und den Umgang damit werden Betroffene bestärkt, Expertin bzw. Experte in eigener Sache zu werden.